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RTL: "Stern TV"-Gast schockt mit grausigem Bericht von Bärenangriff

Tierfilmer und Gothas Bussinesbotschafter Andreas Kieling er
Andreas Kieling berichtet von seinem dramatischen Angriff.Bild: imago images/VIADATA
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"Stern TV": Tierfilmer Andreas Kieling erzählt grausige Details vom Bärenangriff

25.05.2023, 10:34
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Andreas Kieling ist zweifellos hart im Nehmen. Der Tierfilmer aus der Eifel berichtete erst kürzlich vom Biss einer Schwarzen Mamba, den er nur knapp überlebt hatte. Nun wurde er in Rumänien von einem Braunbären angegriffen, die Bilder des blutüberströmten Kielings gingen viral und sorgten für Schlagzeilen.

Nur zwei Wochen später saß der 63-Jährige am Mittwochabend noch sichtlich gezeichnet bei "Stern TV" im Studio und berichtete Moderator Steffen Hallaschka von dem Angriff. "Es ist nicht übertrieben, dass wir beinahe hier heute einen Nachruf hätten senden müssen", sagte Hallaschka. Kieling wurde von dem Bären beinahe skalpiert, ein Biss zertrümmerte seine linke Hand. "Ich weiß, dass ich für meinen Moment gedacht habe: Das war es jetzt, das überlebst du nicht", erzählte Kieling.

Der Tierfilmer wollte in den Hochkarpaten, im rumänisch-ukrainischen Grenzgebiet, eigentlich seltene Vögel filmen. Kieling hatte sich auf der Suche nach Dreizehenspechten und Wasseramseln auf die Pirsch begeben, sich extrem langsam und gegen den Wind bewegt. Er vermutete, dass der Bär im Gebüsch geschlafen habe und deshalb von ihm überrascht worden sei. "Den Bär hat keine Schuld getroffen", stellte Kieling klar, die Tiere seien rein instinktgesteuert und solche Unfälle würden dann eben mal passieren.

ARCHIV - 07.01.2020, Thüringen, Gotha: Andreas Kieling, Naturfotograf und Tierfilmer, steht im KunstForum Gotha bei der Vernissage zu seiner Ausstellung «Mit den Grizzlys durch Alaska» neben einem Prä ...
Andreas Kieling berichtete von dramatischen Stunden.Bild: dpa / Michael Reichel

Andreas Kieling will weiter Bären filmen

Auch dem kürzlich in Norditalien von einem Bären getöteten Jogger seien wohl ähnliche Umstände zum Verhängnis geworden, vermutete Kieling. Dann gab der Tierfilmer Verhaltenstipps für den unwahrscheinlichen Fall eines Bärenangriffs.

Er selbst hatte sich am Boden zusammengekauert und mit der linken Hand seinen Nacken geschützt. Die Hand war daraufhin anstelle der Halswirbelsäule zertrümmert worden, was ihm vermutlich das Leben gerettet hätte. Außerdem erklärte Kieling, dass er trotz großer Schmerzen möglichst wenig geschrien habe. Denn das würde die Raubtierinstinkte des Bären nur noch mehr reizen.

"Ich werde weiter Bären filmen", sagte Kieling. Und weiter: "Ob ich aber noch mal an den Ort gehe, sei mal dahingestellt." Wirklich gefährlich sei sein Beruf nicht, erklärte er, niemand müsse sich um Tierfilmer Sorgen machen. Angesichts seiner grausigen Schilderungen des Bärenangriffs ist das allerdings schwer zu glauben.

Uwe Barschels Bruder glaubt nicht an Selbstmord

Weiter ging es mit einem der größten Skandale der deutschen Politikgeschichte. Im Mittelpunkt des rätselhaften Falls stand der CDU-Politiker Uwe Barschel, der 1987 tot in der Badewanne eines Hotels in Genf gefunden wurde. Kurz zuvor war Barschel als Ministerpräsident Schleswig-Holsteins zurückgetreten, weil er seinen politischen Konkurrenten Björn Engholm bespitzeln lassen haben soll.

Die Staatsanwaltschaft schloss ihre Ermittlungen damals mit dem Ergebnis ab, dass der Politiker sich selbst mit einem Medikamentencocktail umgebracht habe. Da es aber schwere Ermittlungspannen gab – unter anderem verschwand ein am Tatort gefundenes Haar aus der Asservatenkammer – wird bis heute über ein Verbrechen spekuliert.

"Ein Selbstmord kommt für mich nicht in Frage", sagte Eike Barschel im "Stern TV"-Studio, den der Tod seines Bruders auch 36 Jahre später nicht loslässt. Wenige Monate vor seinem Tod hatte der Politiker als einziger einen Flugzeugabsturz überlebt. "Er war davon überzeugt, dass das ein Anschlag war", berichtete Eike Barschel.

Immer wieder werden Geheimdienste verdächtigt, etwas mit Barschels Tod zu tun zu haben. Neue Erkenntnisse, wie im Vorfeld der Sendung versprochen, konnte "Stern TV" dazu nicht liefern. Allerdings wurde ein im Dunkeln sitzender Mann gezeigt, der früher für die Stasi gearbeitet haben soll und davon berichtete, dass es starke Indizien für ein Mitwirken des Geheimdienstes der ehemaligen DDR gebe. Die Szenen stammen aus einer neuen Doku-Serie, die ab Donnerstag auf RTL+ gestreamt werden kann.

Frederike von Möhlmann wurde nach einer Chorprobe ermordet

Noch älter, aber nicht weniger spannend ist der Fall der Ermordung von Frederike von Möhlmann am 4. November 1981. Die 17-Jährige wollte damals von einer Chorprobe in Celle nach Hause trampen. Der Mann, der sie mitnahm, vergewaltigte und erstach sie brutal.

Der Verdächtige Ismet H. wurde zunächst zu lebenslanger Haft verurteilt, in einer Berufungsverhandlung dann aber freigesprochen, da dem Richter die Beweislage nicht ausreichte. Im Jahr 2012 wurden schließlich Spermaspuren in Frederikes Slip mit der DNA von Ismet H. verglichen, sie stimmten überein.

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Verurteilt werden konnte er trotz dieser eindeutigen Beweise aber nicht, weil nach deutschem Recht niemand nach einem Freispruch für das gleiche Versprechen ein zweites Mal angeklagt werden kann. Frederikes Vater Hans von Möhlmann kämpfte bis zu seinem Tod im vergangenen Jahr für eine Änderung dieses Gesetzes. Mit Erfolg.

Ismet H. ist derzeit wieder auf freiem Fuß

Der Bundestag verabschiedete 2021 einen neuen Paragrafen, Ismet H. musste in Untersuchungshaft. Das Bundesverfassungsgericht setzte die Haft aber wieder aus, aktuell beschäftigt sich das höchste Gericht wieder mit dem Fall. Rechtsanwalt Wolfram Schädler, der nun die Schwester der Ermordeten vertritt, berichtete im "Stern TV"-Studio vom Stand der Verhandlung.

Moderator Steffen Hallaschka

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Steffen Hallaschka sprach mit Rechtsanwalt Wolfram Schädler über das Mordopfer Frederike. Bild: rtl+

Abgeschlossen wird der Fall, der für eine Revolution im deutschen Recht sorgen könnte, wohl so bald noch nicht sein. "Wir werden uns sicher bald wieder sehen", sagte Steffen Hallaschka deshalb zum Ende einer spannenden, aber auch ziemlich düsteren Folge von "Stern TV" zu dem Anwalt.

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Zumindest gefühlt sind die meisten Bilder, die bei Social Media geteilt werden, in irgendeiner Weise bearbeitet. Die Versuchung, (vermeintliche) Makel zu vertuschen, ist am Ende oft zu groß – vor allem, aber natürlich nicht nur für Prominente. Wird jedoch zu dick aufgetragen, kommt das eben auch nicht gut an.

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