Joko und Klaas gegen ProSieben
Joko und Klaas traten wieder gegen ProSieben an – und scheiterten.Bild: ProSieben / Ralf Wilschewski
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"Das schaffst du nie!": Klaas fällt Joko in den Rücken – mit fatalen Folgen

"Das ist ein Scheißspiel!", meinte Joko Winterscheidt, aber das war keine Beleidigung, sondern eine Tatsache. Bei "Joko und Klaas gegen ProSieben" ging es diesmal tatsächlich um Exkremente, "blindes Verständnis" und ein Partnerverhältnis, das für den Allerwertesten war.
03.11.2022, 07:14
Jürgen Winzer

Paris, die Stadt der Liebe. Amsterdam, Zentrum des süßlichen Dufts. London, Stadt der roten Doppeldecker. Und Berlin? Wofür steht Berlin jetzt, wo die Mauer weg ist? Geht's nach Klaas Heufer-Umlauf, dann ist Berlin wohl die Stadt des Hundekots.

Zur Ehrenrettung – von Klaas und Berlin – muss man sagen: Erstens hat schon Peter Fox in seiner Hymne auf die Stadt ("Schwarz zu blau") davon gesungen, dass man angesichts all der Hundehaufen "eigentlich schweben" müsste. Zweitens gehörte der Berlinbezug zu einem Spiel bei "Joko und Klaas gegen ProSieben". Und da schlug sich das Duo Infernal gar nicht schlecht.

Weil Klaas sich unter anderem mit Hundekot auskannte. Und das wiederum schuldet er Berlin:

"Ich komm aus Berlin, ich bin absoluter Experte in Hundescheiße. Ich könnt sogar Menschenscheiße unterscheiden. Wer aus Berlin kommt, kennt sich mit jeder Art von Hinterlassenschaften aus."
Joko und Klaas gegen ProSieben
Wie man die Puppe bettet, so liegt sie: schlecht. Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf verloren die dritte Show von "Joko und Klaas gegen ProSieben".Bild: ProSieben / Ralf Wilschewski

Joko: "Klaas ist der Mäusedreck!"

Das Spiel hieß "Welcher Hundehaufen ist Joko und Klaas?" Abgesehen vom exkrementösen Titel ging es für Joko und Klaas darum, dass man sich in den Partner hineindenken kann, weiß, wie der Gegenüber tickt. Konkretes Beispiel der zweiten von drei Spielrunden: Es mussten fünf Personen (Joko, Klaas, Moderator Steven Gätjen, der Zuschauer Benedikt und "Herr ProSieben") fünf Formen von Tierkot (Vogel, Maus, Pferd, Hund, Elefant) zugeordnet werden.

Klaas besetzte sich als Mäusekack und Joko ("Ich nenn ihn ja Flamingo mit Rentnerplauze") als Vogelschiss, Gätjen gradete er zum Elefantenhaufen up, Benedikt wurde zum Pferd geschoben ("Benedikt, ist Pferdehaufen okay?"), Herr ProSieben kam auf den Hunde.

Joko konnte immerhin sich (er nannte sogar den Kosenamen) und Klaas ("Der ist der Mäusedreck!") zuordnen. Das reichte an "blindem beschissenen Verständnis", um das Spiel und somit einen Vorteil fürs Finale zu gewinnen.

Wo rohe Kräfte sinnvoll walten

Das funktionierte nicht immer. Von den anderen fünf Vorrundenspielen gingen drei verloren, zwei wurden gewonnen. Beim Lieder-Raten trotz ohrenbetäubender Störgeräusche durch die Gegner Wincent Weiss und Alli Neumann setzten sich Joko und Klaas ebenso durch wie beim Brechen der im Studio gültigen Regeln. Ein bisschen zündeln, eine rauchen und unbefugt an der Kamera rumfummeln – schon war der Punkt gewonnen.

Schlechter lief es mit dem zielgerichteten Demolieren und der Allgemeinbildung. Erst galt es, Gegenstände zwar nicht ihrer Bestimmung (Beispiel: Eine Tischlampe muss leuchten!), dafür aber jeglichen überflüssigen Ballasts zu berauben. Kurz, sie auf die minimalistische Funktion zu reduzieren. Also weg mit Verkleidung, Gehäuse und so weiter. Joko und Klaas mühten sich, aber Rick Kavanian und Simon Pearce machten es besser.

Joko und Klaas gegen ProSieben
Unüberwindliche Gegner beim Zerstörungsspiel: Rick Kavanian (links) und Simon Pearce.Bild: ProSieben / Ralf Wilschewski

Verrat am Partner: Joko gegen ProSieben und Klaas

Beim Spiel "Extrem schlau und unglaublich nah" mussten zwei Dinge aus fünf Vorschlägen zugeordnet werden. Zum Beispiel war beim Thema "Länder" gefragt, welche beiden Staaten auf dem Landwege die wenigsten Länder voneinander trennten. Im Angebot waren Finnland, Armenien, Nordkorea, Spanien und Bangladesh. Das Duo vermutete Banglasdesh und Nordkorea. Richtig ist aber die Paarung Finnland und Nordkorea, denn beide Staaten werden nur von einem Land, Russland, voneinander getrennt. Drei von vier Runden endeten so: mit einem Scheitern von Joko und Klaas.

Besonders bitter wurde es, als Joko und Klaas mal wieder gegen Timon Krause ("Mentalist und Endgegner") antreten mussten. Von sechs verschiedenen Aufgaben musste nur eine einzige gelöst werden, um den Finalvorteil einzuheimsen. Und das hätte klappen können. Wenn – hätte, hätte Henriette – Klaas Heufer-Umlauf nicht plötzlich die Fronten gewechselt hätte. Plötzlich hieß es nicht mehr "Joko und Klaas gegen ProSieben", sondern "Joko gegen ProSieben und Klaas".

Klaas schubst Joko in die Häuserschlucht

Die Aufgabe: Balancieren mit einer Virtual-Reality-Brille. Klingt einfach, ist es aber nicht, wenn das vorgegaukelte Szenario bedeutet, dass du auf einem schmalen Balken über einer Häuserschlucht trippelst. Klaas legte vor und schaffte die knappen zwei Meter unter viel Gezeter und Gejammer. Problem: Er ist der, der keine Probleme mit Höhenangst hat!

An die erinnerte er seinen höhenpanischen Partner auch umgehend ("Joko, das schaffst du nie!"), was dazu führte, dass Joko schon zitternd die Brille anlegte. Wie nicht anders zu erwarten, schwitzte Joko Blut und Wasser. "Mir läuft der Schweiß die Beine runter!", jammerte er. Aber: Er war in kleinsten Schrittchen gut unterwegs. Das fand Klaas unlustig. Weshalb er anfing, den Partner zu triezen, verbal und auch körperlich, er zerrte und stubste an ihm rum, bis Joko scheiterte. Wer solche Freunde hat, braucht eigentlich keine Feinde.

Joko und Klaas als lebende Plakatwand

Das rächte sich im Finale, denn da ging es um Werfen und Fangen, also um Sport im weitesten Sinne, und da haben die zwei gerne mal Defizite. So auch hier. Drei "Vorteile" bedeuteten, dass sie von zehn Gegenständen "nur" sieben gegenseitig zuwerfen und fangen mussten.

Hier waren sie im peinlichen Scheitern dann doch wieder ein Team. Klaas warf das Frisbee so schlecht wie die Papierkugel, dafür trat Joko beim Fangen eines Knabberchips über. Gießkanne, Dartpfeil und Blumenstrauß klappten. Die Entscheidung bescherte der Turnbeutel. Joko warf ihn katastrophal schlecht, unerreichbar für Klaas. Joko war zerknirscht: "Ich hasse es, wenn's an mir liegt."

Zur Strafe werden die Loser nun doch als lebende Werbemodels an eine große Plakatwand gepinnt und müssen ProSieben-Slogans aufsprechen. Auch ein besch...ener Job.

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