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Günther Jauch hatte es in der letzten "WWM"-Ausgabe dieses Jahres nicht leicht. bild: screenshot tvnow

"Wer wird Millionär?": Jauch erzählt, wie ihn Polizei in ganz Deutschland suchte

Die letzte Sendung "Wer wird Millionär?" im Jahr 2020 hatte es in sich. Während der Moderator Günther Jauch sich am Montagabend mal wieder in Topform zeigte und eine Anekdote erzählte, wie er mal von der Polizei gesucht wurde, galt das für die Kandidaten nur bedingt. Diese glänzten eher durch fehlendes Wissen oder gingen dem Moderator anderweitig auf die Nerven.

Der Punkrock-Sänger Sebastian stand gerade bei 64.000 Euro, als Jauch in seine berühmte Plauderlaune kam. Dass es der Kandidat, der aus Eislingen in Baden-Württemberg stammt, überhaupt so weit geschafft hatte, grenzte ohnehin an ein Wunder.

Beim 'Blamage-Faktor' ziemlich weit vorne

Schon bei der 50-Euro-Frage wäre es für ihn fast vorbei gewesen, glaubte er doch allen Ernstes, es gebe "Geburtstäge". Jauch quittierte das mit einem Kopfschütteln und bemerkte trocken: "Beim Blamage-Faktor sind Sie ziemlich weit vorn." Zuvor hatte der Schwabe außerdem verkündet, er müsse bald aufs Klo. "Sie trinken ja auch wie ein Kamel", konterte Jauch, wie immer nicht um eine Antwort verlegen.

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Punk-Sänger Sebastian entlockte Günther Jauch eine Anekdote über dessen Verkehrsvergehen. Bild: screenshot tvnow

Nun also die 64.000-Euro-Frage – und Jauch wollte wissen, was der Musiker mit dem Geld denn vorhabe, falls er es gewinne.

Sebastian erklärte, er wolle unter anderem zwei Strafzettel damit bezahlen – Punk ist offenbar wirklich tot. Er hoffe jedes Mal, dass vielleicht nichts komme, fügte er noch an. Da sah Jauch den richtigen Zeitpunkt gekommen, von seinen eigenen Erfahrungen mit Verkehrsvergehen zu berichten.

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Sebastian aus Eislinge, Punk-Sänger. Bild: screenshot tvnow

Jauch: Polizei suchte ihn in ganz Deutschland

"Es kommt immer was", setzte er an. "Es ist bei mir noch nie nichts gekommen." Um dann das Ganze direkt an einem konkreten Beispiel zu erzählen, das sich vor gar nicht langer Zeit in Bayern zugetragen haben soll. "Ich bin mal zu schnell gefahren, Bußgeld 15 Euro", so Jauch. Den Bußgeldbescheid hätten ihm die Beamten allerdings nicht zustellen können, denn er sei zuvor umgezogen. "Die Adresse stimmte einfach nicht mehr – und zwar schon länger." Deshalb sei das Schreiben zurück an die bayerische Polizei gegangen, mit dem Vermerk "unbekannt verzogen".

"Da haben die gesagt: 'Amtshilfe'", erzählte Jauch weiter. "In ganz Deutschland 'Amtshilfe'. Wo ist der Mann?" Schließlich habe die Polizei herausgefunden, dass er in Brandenburg wohne und die Polizeidienststellen dort um Amtshilfe gebeten.

Beinahe sei das Ganze verjährt, doch kurz vor Ablauf der Verjährungsfrist seien schließlich zwei Polizisten aus Brandenburg vor seiner Tür gestanden, um ihm den Bußgeldbescheid persönlich zu überreichen. Jauch habe das mit Spott quittiert.

"Ich habe gesagt: 'Ich möchte ihnen als Erstes gratulieren, dass Sie in diesem Land so konsequent Kapitalverbrechen verfolgen.'"

Sebastian indes wird das voraussichtlich erspart bleiben – er gewann die 64.000 Euro und kann seine Strafzettel bezahlen. Außerdem wollte er sich eine neue Kaffeemaschine gönnen.

"Jetzt beruhigen Sie sich erstmal!"

So weit kam eine andere Kandidatin am Montagabend nicht. Anette stammt wie Sebastian aus Baden-Württemberg und arbeitet als Fach-Kraft in einer Sprach-Kita. Schon bevor es überhaupt losging, drückte sie Jauch mit einem wahren Redeschwall geradezu an die Wand.

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Anette kam nicht über die 500 Euro hinaus. Bild: screenshot tvnow

Der Moderator reagierte genervt. "Jetzt beruhigen Sie sich erstmal", forderte er die mitteilungsfreudige Dame energisch auf, die zudem auch noch über eine sehr auffällige Lache verfügte. Wohl zu seiner Erleichterung war er Anette aber auch schnell wieder los – bei 500 Euro war Schluss für sie. Sie scheiterte letztlich an einer Frage zum Impfstoff: Das Biontech-Vakzin BNT162b2 hielt sie für einen Computervirus.

(om)

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