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Gastgeber Roland Trettl in einer "First Dates Hotel"-Folge. Der Kandidat am Tisch ist nicht derjenige mit besagtem Tattoo. Bild: Screenshot TV Now

Vox-Kandidat empört Zuschauer mit Tattoo – so erklärt sich der Sender

Seit 2019 flirten sich Singles durch die Vox-Show "First Dates", lassen sich beim ersten Dinner im Restaurant mit teils peinlichen Bagger-Sprüchen und unangenehmen Gesprächspausen filmen. Das Format mit TV-Koch Roland Trettl ist bei den Zuschauern so beliebt, dass es in diesem Frühjahr sogar eine Primetime-Ausgabe erhielt. Doch nun gibt es Ärger am rosaroten Dating-Show-Himmel.

Grund ist ausgerechnet der Körperschmuck eines Kandidaten. Während des Abendessens zeigte der "First Dates"-Teilnehmer seinem Blind Date seinen blanken Hintern. Das zeugt nicht unbedingt von besten Manieren, aber dies war nicht das eigentliche Problem. Der Single hatte sich ein rotes Teufelchen samt der intellektuellen Aussage "Am Arsch vorbei ist auch ein Weg" auf seinen Allerwertesten tätowieren lassen, um den zuvor darauf prangenden Namen seiner Ex zu überdecken. Wie der Mediendienst "DWDL" berichtet, ließ sich darüber aber ein weiterer Schriftzug erkennen: "Jedem das Seine".

Tattoo-Spruch erinnert an deutsche NS-Vergangenheit

Der Tattoo-Spruch ist hochproblematisch. Denn eben jene Worte standen einst am Haupttor des Konzentrationslagers Buchenwald, in dem die Nationalsozialisten zwischen 1937 und 1945 rund eine Viertelmillion Häftlinge interniert hatten. 56.000 von ihnen wurden dort ermordet. Seitdem gilt der Ausspruch im deutschen Sprachgebrauch als zu vermeiden, wird immer wieder mit dem NS-Gedankengut in Verbindung gebracht.

Mehrere "First Dates"-Zuschauer sollen daher sehr aufgebracht über den Körperschmuck des Kandidaten gewesen sein, wie "DWDL" weiter berichtet. Vox erklärte dem Portal dazu, dass die eigentliche Absicht gewesen sei, das Teufel-Tattoo zu zeigen: "Das darüber liegende Tattoo mit der nationalsozialistisch belasteten Redewendung war nicht in Gänze zu sehen und ist uns daher leider nicht aufgefallen." Dennoch sahen sich die TV-Macher gezwungen, zu reagieren und teilten mit:

"Da wir uns klar gegen Rassismus und Antisemitismus stellen und um Missverständnisse zu vermeiden, wird die entsprechende 'First Dates'-Folge [...] nicht mehr ausgestrahlt und auch online nicht mehr abrufbar sein."

Zudem habe der Kandidat dem Sender erklärt, dass das vollständige Tattoo "Keep it real! Jedem das Seine" lautet und ihm die problematische Bedeutung des letzten Teils nicht bewusst gewesen sei. Wie dem auch sei: Die betroffene "First Dates"-Folge ist in der Vox-Mediathek bei TVNow nicht mehr abrufbar.

(ab)

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