"Heute-Show"-Reporter Kabelka (r.) verteilt Wurst.
"Heute-Show"-Reporter Kabelka (r.) verteilt Wurst.
Bild: screenshot zdf

"Heute-Show" will die deutsche Wurst retten – und stellt Passanten bloß

20.10.2019, 09:06

Es steht nicht gut um die Wurst. Ein Skandal erschüttert Deutschland und seine Wurst-liebenden Einwohner.

Die keimbelastete Wurst des hessischen Herstellers Wilke wird mit bundesweit drei Todesfällen und 37 Erkrankungen in Verbindung gebracht. Ist der Wurst da noch zu trauen?

Zum Glück gibt es die "Heute-Show". Die Satiriker haben sich am Freitagabend daran versucht, das Image von Wiener, Mett und Salami zu retten. Mit der "Welke-Wurst".

"Heute-Show" knöpft sich Wurst-Skandal vor

Zuvor zeigte ZDF-Moderator Oliver Welke in der Sendung Aufnahmen aus den Fabriken von Wilke. Verschimmelte Salami und verschimmelter Fleischkäse waren zu sehen.

Dennoch, trotz bekannter Gesundheitsrisiken, ist die Wurst immer noch sehr beliebt: Insgesamt haben die Menschen in Deutschland 2018 laut Statista rund 29,6 Kilogramm Wurst und sonstige Fleischerzeugnisse pro Kopf verzehrt. Macht 81 Gramm am Tag.

Die "Heute-Show" hatte das richtige Motto parat:

Bild: zdf screenshot

"Jetzt ist der Fall Wilke sicherlich ein extremer Fall und nicht repräsentativ, aber das ändert nichts an den systemischen Problemen, die wir haben", erklärte Welke. Er klagte an: Die Lebensmittelkontrollen seien nur kommunal organisiert. "Von Leuten, die auch ihre Arbeitsplätze in der Region schützen wollen."

Im Fall Wilke stehen etwa die örtlichen Lebensmittelkontrolleure unter Druck. Hessens Verbraucherschutzministerium Priska Hinz (Grüne) warf der zuständigen Hygieneüberwachungsbehörde kürzlich vor, unzureichend über Mängel in dem Betrieb informiert zu haben.

Welke schimpfte in der Sendung und forderte bessere Kontrollen und mehr Informationen für alle Bürger.

Er gab dann ab an seinen Kollegen Ralf Kabelka, um die These zu untersuchen: Wir wollen doch gar nicht wissen, was in der Wurst ist.

"Heute-Show" verteilt Wurst

"Heute-Show"-Reporter Kabelka zog mit seiner Kollegin Conchita durch eine Fußgängerzone in Deutschland und verschenkte die "Welke"-Wurst. "Ich bin eben mit dem Dampfstrahler über den Schimmel an der Außenhaut drüber gegangen, das ist alles weg, das kann man prima essen", witzelte Kabelka. Und ein Passant griff zu.

Kann man das noch essen?
Kann man das noch essen?
bild: zdf screenshot

"Scheiß auf den Schimmel, Hauptsache, es schmeckt", rief Kabelka und der Wurstesser stimmte zu. "Deutsche Wurst ist top", sagte er kauend. "Das macht uns keiner nach."

Einem weiteren Passanten bot Kabelka die Wurst an mit den Worten: "Da hab ich eben erst den Schimmel weggekratzt." Und der Mann antwortete: "Mach ich zuhause auch immer."

Den besten Kommentar hatte ein weiterer Passant parat. Kabelka lachte ihm ins Gesicht und sagte: "Wenn Sie wüssten, was da drin ist (in der Wurst, Anm.). Der letzte Scheiß ist da drin. Aber billig."

Und der Mann so: "Und deutsch."

(ll)

Berlin - Peking mit dem Rad. Interview mit Biking Borders

"Die Höhle der Löwen": Maschmeyer watscht Kofler nach Sekten-Vergleich ab - und droht ihm im TV

Es ging eigentlich um eine Weltsensation: Papier, das als Tapete die Heizung ersetzen kann. Doch wegen eines kleinen Details kriegten sich Carsten Maschmeyer und Georg Kofler bei "Die Höhle der Löwen" auf Vox ziemlich in die Haare ...

Der Pitch von Kohpa in Folge zwei der neuen Staffel "Die Höhle der Löwen" startete vielversprechend mit einer steilen Behauptung: "Papier leitet Strom." Die Gründer hatten mit Kohpa ein nachhaltiges Papier mit recycelten Kohlenstofffasern entwickelt. Der Vorteil der neuen Technologie: "Kohpa Therm ist das erste Heizpapier, was es auf dem Markt gibt."

Den Beweis lieferten Papieringenieur Walter Reichel und sein Kollege Peter Helfer natürlich direkt mit einer Demonstration zum Anfassen. "Dann …

Artikel lesen
Link zum Artikel