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"Stern TV am Sonntag": Collien Ulmen-Fernandes – so fies wurde sie abgezockt

Collien Ulmen Fernandes und Jürgen Vogel bei der Showroom Opening - Neueröffnung des Jaguar Land Rover Autohauses am Kudamm in Berlin. Dinnebier Gruppe startet Metropolkonzept für Jaguar Land Rover in ...
Collien Ulmen-Fernandes schildert in der RTL-Sendung, was ihr passiert ist.Bild: imago images/Eventpress
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"Stern TV am Sonntag": Collien Ulmen-Fernandes – so fies wurde sie abgezockt

24.07.2023, 06:4324.07.2023, 06:46
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Soll es in Zukunft ein Tempolimit in Deutschland geben? Bei dieser Frage scheiden sich hierzulande die Geister. Bei "Stern TV am Sonntag" gibt es dazu eine hitzige Diskussion. Neben diesem Thema geht es in dieser Nacht um Hate Speech und eine fiese Abzocke, auf die auch Collien Ulmen-Fernandes reingefallen ist.

Die Gäste am 23.7.2023 bei "Stern TV am Sonntag":

  • Collien Ulmen-Fernandes, Schauspielerin und Moderatorin
  • Cordula Weimann, Mitbegründerin Initiative "Freiwillig 100"
  • Pauline Brünger, Sprecherin "Fridays for Future"
  • Judith Skudelny, FPD, Umweltpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion
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Potenzielles Tempolimit in Deutschland: ja oder nein?

In Europa gibt es nur ein einziges Land ohne generelles Tempolimit: Deutschland. Collien Ulmen-Fernandes sieht das Thema kritisch – auch aufgrund einer persönlichen Erfahrung auf der Autobahn. "Ich wurde von einem anderen Wagen übersehen und das endete dann so, dass ich frontal in die Leitplanke krachte. Und da sagte die Polizei zu mir, das hätte auch richtig böse ausgehen können, wenn die Geschwindigkeit höher gewesen wäre."

Bei der Diskussion rund um ein mögliches Tempolimit spielt der Faktor Sicherheit eine große Rolle. Das Umwelt Bundesamt schreibt zum Beispiel, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h die Zahl der Unfälle auf deutschen Autobahnen deutlich reduzieren würde.

Moderator Dieter Könnes

+++ Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf RTL+ gestattet. +++
Dieter Könnes sprach über das Thema Tempolimit.Bild: RTL / Guido Engels

Da kommen wir zum Thema Verantwortung. "Kommen Sie sich politisch betrachtet nicht irgendwie komisch vor, wenn Sie sehen, wir sind das einzige Land in Europa, wo freie Fahrt gilt und alle anderen machen Tempolimit?", möchte Moderator Dieter Könnes von der Abgeordneten Judith Skudelny wissen.

"Ich orientiere mich ehrlicherweise nicht immer an Europa. Insbesondere dann nicht, wenn die Argumente nicht überzeugen", gibt Judith Skudelny von der FDP zu. "Es geht doch nicht darum, zu sagen, wir machen es, weil die anderen es machen, sondern es geht darum, zu sagen, wir machen es, weil uns die Argumente überzeugen."

Pauschales Tempolimit für die Umwelt

Neben der Sicherheit wäre doch sicherlich der Klimaschutz ein gutes Argument dafür. Dazu findet Cordula Weiman, Gründerin der Klimaschutzbewegung "Omas for Future", deutliche Worte. Sie spricht Skudelny direkt an, welche sich auch in Bezug auf den Klimaschutz nicht von einem pauschalen Tempolimit überzeugen lässt.

"Das sieht der Weltklimarat ganz anders als Sie", betont Weimann. "Und das sind immerhin die Physiker der Erde. Und zwar aus hunderten von Nationen die besten Leute. Die Physiker haben wirklich gesagt: Liebe Leute, das, was Politik und Wirtschaft momentan machen, reicht nicht. Wir entscheiden jetzt." Die Aktivistin geht darauf ein, dass laut Weltklimarat 25 Prozent des CO2-Ausschusses sofort ohne Investition und rein durch Verhaltensänderungen eingespart werden kann – zu diesen Einzelmaßnahmen gehört auch das Tempolimit.

"Der Weltklimarat sagt nicht, jetzt sucht euch eins aus", so Weimann. "Wir sind an einem Punkt, wo wir gar nicht mehr die Wahl haben. Das ist der Weltklimarat, kein Parteiprogramm. Das ist eine ganz andere Nummer." Dafür gibt es Applaus im Studio.

Achtung, Scam: Collien Ulmen-Fernandes ist reingefallen

Von den Straßen zu den Stränden: Eigentlich wollte sich Collien Ulmen-Fernandes eine schöne Zeit auf Mallorca machen. Doch daraus wurde nichts. Sie ist auf ein Fake-Angebot reingefallen und hat dadurch viel Geld verloren. Auch darüber sprach sie bei "Stern TV am Sonntag". Sie möchte mit dem Thema an die Öffentlichkeit gehen, um andere zu warnen.

Was war passiert? Eigentlich wollte die Schauspielerin über eine Online-Plattform eine schöne Finca auf der spanischen Insel auf Zeit mieten. Die Website erschien seriös und authentisch, hatte ein Impressum und eine Steuernummer. Auch die Kommunikation mit der vermeintlichen Vermieterin war top. "Es war insgesamt so absurd, mit welcher Abgebrühtheit die vorgegangen sind", erklärt Collien Ulmen-Fernandes.

Zum Beispiel stellte sie eine Frage zu der Anzahl der Tische und bekam eine sehr detaillierte Antwort mit entsprechenden Fotos zurück. Letztendlich buchte die Schauspielerin die Unterkunft und überwies dafür einen vierstelligen Betrag im Voraus. Nach der Überweisung bekam sie einen Mietvertrag, allerdings ohne Adresse. Und irgendwann tauchte auch noch die Vermieterin ab. Nun war klar: Collien Ulmen-Fernandes wurde betrogen und um ihr Geld gebracht.

Bei der Urlaubsbuchung sollte wirklich Vorsicht gefragt sein. Nadja Wojtal vom Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland bestätigt, dass die Betrüger:innen immer professioneller werden und es gar nicht so einfach ist, einen Scam zu erkennen: "All diese Tipps, die vor wenigen Jahren noch sehr gut geholfen haben, um sich selbst vor Betrug zu schützen, sind heutzutage kaum noch zu gebrauchen. Es sind oft nur winzige Details, die die Täter eventuell verraten. Aber sie sind hochprofessionell."

Hate Speech im Netz nimmt zu

In dieser Folge von "Stern TV am Sonntag" will Moderator Dieter Könnes außerdem über Hass im Netz sprechen. Dafür hat er folgende Gäste eingeladen:

  • Suri Abbassi, Schauspielerin
  • Timothy Boldt, Schauspieler
  • Maximilian Funke-Kaiser, FDP, digitalpolitischer Sprecher
  • Josephine Ballon, Juristin bei HateAid

Die "Alles was zählt"-Darstellerin Suri Abbassi ist in sozialen Netzwerken immer wieder Opfer von sogenannter Hate Speech geworden, wurde unter anderem rassistisch angegriffen und bezüglich ihres Aussehens beleidigt. Laut einer Studie der Universität Leipzig war im vergangenen Jahr fast jeder vierte Deutsche von Hassreden im Netz betroffen. Vor zwei Jahren waren es noch sechs Prozent weniger. Eine erschreckende Entwicklung.

Moderator Dieter Könnes geht auf einen speziellen Kommentar ein, in dem die Wörter "wenig talentiert, zu dünn und zu statisch" fallen. Ist das schon Hassrede oder eine freie Meinungsäußerung, fragt er Josephine Ballon. Die erklärt: "Ich würde das schon als Hate Speech bezeichnen, denn es zielt natürlich auch darauf ab, sie als Frau anzugreifen."

Weiter sagt die Juristin: "Immer dann, wenn Menschen diskriminiert werden wegen bestimmter Merkmale, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Herkunft oder ihrer Hautfarbe angegriffen werden, dann sprechen wir von Hate Speech." Die ist laut der Expertin aber nicht immer gleich auch eine Straftat.

Suri Abbassi spricht offen über ihre Erfahrungen

Für Suri Abbassi war der Hass, den sie im Internet erfahren hat, natürlich alles andere als einfach. "Die Wahrheit ist: Es geht mir nah und ich glaube, wenn ich das Gegenteil behaupten würde, würde es auch die falsche Message senden, weil es vielleicht dann auch das Go ist für manche Leute."

Sie betont: "Deswegen sitze ich auch heute hier um, genau diesen Leuten, die sich vielleicht schon selber dabei erwischt haben, solche negativen Kommentare geschrieben zu haben – dass sie verstehen, wir sind nicht einfach irgendwelche Fremden oder nicht in einem anderen Kosmos. Wir lesen auch die Nachrichten. Uns interessiert das auch, wir wollen auch in den Austausch gehen. Das kommt hier an und es tut weh."

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