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Mann, Mann, Mann, Frau, Mann, Mann, Mann, Mann (v.l.n.r.): Haben Männer bei der "Höhle der Löwen" bessere Chancen? Bild: TVNOW / Frank W. Hempel

"Höhle der Löwen": Männer werden bei Deals bevorzugt

Frauenquote, wenig Frauen im Vorstand und, und, und. In der Business-Welt sind Frauen unterrepräsentiert. Das ist ein trauriger Fakt. Ob das in der Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" auch der Fall ist?

Judith Williams – neben Dagmar Wöhrl die einzige Investorin in der Vox-Sendung – machte kürzlich eine entsprechende Andeutung. Auf Facebook schrieb Williams:

"Frauen und ihr Business zu unterstützen liegt mir extrem am Herzen! Denn es wird Zeit, dass Frauen in der Startup-Szene und auch in 'Die Höhle der Löwen' wesentlich präsenter werden."

Die Löwin hatte das geschrieben, nachdem ihr ein Deal mit einer Gründerin durch die Lappen gegangen war.

Trifft Williams Befürchtung zu, dass Frauen auch in der "Höhle der Löwen" deutlich unterrepräsentiert sind?

Die traurige Antwort steht jetzt fest. Sie lautet: Ja.

"Höhle der Löwen": Frauen im Nachteil

Wie der "Business Insider" analysiert hat, sind in den vergangenen fünf Staffeln nur ein Viertel der Deals an Frauen gegangen! Und: Sie haben auch noch schlechtere Chancen.

Hier deutete Judith Williams es bereits an:

Regelmäßig geht es bei der "Höhle der Löwen" hoch her. Mal streiten sich die Löwen um alte Deals, dann darum, wer den Deal bekommt oder eben den Klassiker, wer wie viel Geld in ein Projekt investiert.

In nur gut einem Drittel der Gründer-Teams, die in der "Höhle der Löwen" (Staffel 1 bis 5) auftraten, ist eine Frau mit dabei.

Laut der "Business Insider"-Analyse haben Frauenteams auch noch überproportional schlechte Chancen auf einen Deal: 13 Prozent der Deals gingen an Frauenteams, 67 Prozent an Männerteams.

Warum sind so wenig Frauen bei "Höhle der Löwen"?

Ist das systematische Diskriminierung oder haben Frauen nicht so viele und gute Ideen? Das Geschlecht spiele bei der Vorauswahl keine Rolle, teilte der Sender Vox gegenüber dem Portal mit.

Jedoch schaue man, ob der sogenannte Pitch visuell gut darzustellen sei und in die breite Vielfalt der Sendung passe. Aha. Also anders formuliert: Eine noch so gute Idee, die nicht hübsch anzusehen ist, bekommt keine Chance?!

Jedoch betonte Vox auch, dass der Frauenanteil in der Start-up-Szene generell geringer sei. Das stimmt, wie der "Business Insider" vermerkt. Gut 15 Prozent der deutschen Gründerszene sind weiblich. Die Analyse zeigt aber eben auch, dass Frauen, auch wenn mit 16 Prozent bei "DHDL" vertreten, nur 13 Prozent der Deals bekommen.

Wie ticken die Löwen?

Sind die Investoren voreingenommen? Das wird seitens Vox natürlich vehement verneint. Man achte lediglich auf Deals, die erfolgreich sein könnten.

(lin)

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