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Die mit dem Wal tanzen soll: Vanessa Mai. bild: screenhot prosieben

Joko und Klaas bringen Vanessa Mai zum Kotzen

dirk Krampitz

Bei ihrem Duell um die Welt schonen sich Joko und Klaas nicht mit Aufgaben. Doch im Moment ruhen sich die beiden Moderatoren aus und schicken stattdessen prominente Vertreter auf Reisen zu fiesen Aufgaben. Zimperlich sind sie dabei noch viel weniger. Bei der 20. Ausgabe vom "Duell um die Welt" treten für Joko der Schauspieler Axel Stein in Liechtenstein und Ex-Fußballer Thorsten Legat in Russland an. Für Team Klaas reist Schlager-Star Vanessa Mai nach Norwegen, Ex-Turner Fabian Hambüchen muss sich in der Schweiz behaupten. Die finalen Entscheidungen fallen im direkten Wettkampf der beiden Moderatoren live im Münchner Studio.

Klaas schneidet Joko das Wort ab

Das letzte Duell um die Welt hat Klaas verloren, redet es sich zu Beginn der Sendung aber als "auch was Menschliches" schön. Er ist mit Moderatorin Jeannine Michaelsen im Studio. Joko fehlt noch. Er entkommt in einem ziemlich drögen Film einer Entführung durch Außerirdische und schwebt dann als Yoda über Kunstnebel ins Studio. Eine Viertelstunde Sendezeit dauert das insgesamt. Und es zieht sich sehr. Klaas spricht den meisten Zuschauern wohl aus der Seele, als er irgendwann Joko, der versucht Außerirdischen-Witze zu reißen, das Wort abschneidet: "Komm, halt’s Maul. Können wir jetzt anfangen?"

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Ex-Turner Florian Hambüchen turnt am Kran über der Stausee-Mauer. bild: screenhot prosieben

Als erster muss Ex-Turner Florian Hambüchen ran. Joko stellt ihm die Aufgabe, seine Olympia-Siegeskür von 2016 an einem Kran auf einer Stauseemauer zu turnen. "Ich bin Druck und Schmerzen gewöhnt, aber das, was in den Schweizer Alpen auf mich gewartet hat, war das Absurdeste, was ich erlebt habe", gibt der Turner zu Protokoll. "Ich habe Megaschiss, mir geht der Arsch auf Grundeis", gibt vor Ort zu.

Turnen soll er außerdem an den Ringen und nicht am Reck wie damals in Rio – da hat Joko wohl was verwechselt. Erst zögert Hambüchen, dann macht er es. In 200 Metern Höhe über dem Abgrund. Aber natürlich gesichert durch ein Seil. "Alter, ey, mein Puls ging ab ins Maximum, habe richtig Panik geschoben", erinnert sich Hambüchen. "Ich habe mich aufs Turnen konzentriert, versucht zu vergessen, in welcher Höhe." Und er schafft es. 1:0 für Klaas.

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Klaas fängt die Topfpflanze. bild: screenshot prosieben

Beim Studiospiel "Nicht schlecht, Herr Hecht" geht es dann ums Rennen aus selbstgewählter Distanz und Fangen von Gegenständen, die von einer schiefen Ebene rutschen. Joko versucht zuerst, eine Topfpflanze aus zehn Meter Entfernung heranrennend zu fangen. Klappt nicht. Klaas gewinnt am Ende und verrät noch, dass Joko sich vor der Sendung beim Mandarinenschälen geschnitten hat. "Bald kommt Nussknacken, dann issa tot." 2:0 für Klaas.

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Axel Stein soll sich einen Streifschuss verpassen lassen. bild: screenshot prosieben

Weil Axel Stein so klein ist, dreht sich die ganze Aufgabe um "klein" – das ist Klaas' Idee. Axel Stein soll sich in Liechtenstein, das so "ist so klein, das passt in einen einzigen Drohnenschuss" mit dem Winzig-Revolver "Swiss Mini Gun" einen Streifschuss verpassen lassen. Hinfahren muss er mit einem winzigen roten Auto "Ist das aus dem Ü-Ei?", fragt der Schauspieler.

Ein Huhn soll schießen

Die ganze Aufgabe ist eher umständlich als unterhaltsam: Es wird aus juristischen Gründen nochmal das Land gewechselt und auch nicht verraten, wohin. Außerdem wird ein dressiertes Huhn von einem betrunkenen (also juristisch unzurechnungsfähigen) Mitarbeiter in den Käfig gesetzt, wo der Fernauslöser der Waffe sitzt. "So kann Klaas kann weniger verklagt werden", wird Axel Stein erklärt. Der Testschuss auf ein Stück Schweinefleisch zeigt: Das Projektil dringt ein. "Boah, Alter seid ihr noch ganz knusprig?", fragt der Schauspieler. Laut Klaas wurde die falsche Munition geliefert.

Egal. Nach kurzer Überlegung will Stein die Aufgabe aber trotzdem erledigen. Doch das Team bricht aus Sicherheitsgründen ab. Trotzdem Punkt für Joko. Per Video erklärt Axel Stein ganz pragmatisch, warum er es gemacht hätte – trotz Risiko: "Ich meine, es waren ja Sanitäter vor Ort." 2:1.

Ganz überraschend Fairplay

Im "Schiebungsspiel" vor dem Studio müssen Joko und Klaas mit Schrottautos Dinge wie Müllcontainer oder Waschmaschinen auf ihre Seite des Spielfeldes manövrieren. Klaas fährt sich an der Waschmaschine fest, Joko befreit ihn –überraschendes Fairplay. Die erste Runde geht also 1:1 aus. In der zweiten schafft es Joko erst Sekundenbruchteile nach Ablauf der Zeit, die alles entscheidende Waschmaschine über die Linie zu schieben. Klaas: "Autos kaputt fahren macht Spaß beruflich. Privat immer ärgerlich." Sieg für Klaas, der nun 3:1 führt.

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Vanessa Mai wurde schlecht. bild: screenhot prosieben

Schlagerstar Vanessa Mai findet sich in Norwegen wieder. Sie soll ein Tanzvideo mit einem Pottwal für ihren Tik Tok-Account drehen. Bei Wal eins bleibt sie beim Einstieg ins Wasser am Boot hängen und platscht zu laut in den Nordatlantik, der Wal ergreift verschreckt die Flucht. Der zweite Wal scheint aggressiv zu sein und der dritte schwimmt zu schnell davon als sie ihm entgegen schwimmt. Die Schlagersängerin schafft es trotz vollem Einsatz nicht.

Kaum ist sie wieder an Bord, fällt die Spannung fällt von ihr ab und sie kotzt in hohem Bogen ins Meer. Die Kamera hält voll drauf. Zweimal.

"Mir war so kotzübel einfach nur auf diesem schaukelnden Boot. Ich hatte Todesangst – kein Scheiß."

Vanessa Mai

So erinnert sich Vanessa Mai beim Besuch im Studio. Moderatorin Michaelsen empört sich künstlich über die Sendung, die sie moderiert: "Müsst ihr das Kotzen zeigen – ich finde, das hat es nicht gebraucht." Aber Klaas kontert: "Wir sind doch hier nicht bei Vox Tours." Und auch Vanessa Mai hat offenbar wenig Probleme mit ihrer körperlichen Reaktion. "Ich hatte am Tag zuvor einen Rote-Beete-Burger gegessen", versorgt sie die Zuschauer noch mit unappetitlichen Details. "Hat man gesehen", bestätigt Klaas.

Für ihren Einsatz darf Vanessa Mai dann noch für ihr Weihnachtsfeier-Streaming auf ihrem Twitchkanal werben, das sei das neue Ding nach TikTok. Und Joko ruft: "Da sind wir dran" – Klaas verzieht das Gesicht, als hätte sein Kollege da was ausgeplaudert, was er noch nicht sollte. Es bleibt also bei 3:1 für Klaas.

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"Die Wunde von Bern". Der Name ist Programm beim Fußball mit Bowlingkugel. bild: screenshot prosieben

In "Die Wunde von Bern" spielen Joko mit je einem Mitspieler 2x3 Minuten Fußball gegen einander. Die Zuschauer durften per Anruf abstimmen, ob mit Tischtennisball, Medizinball oder Bowlingkugel. Natürlich gewinnt die Bowlingkugel mit 80 Prozent. Der Medizinball bekommt 17 Prozent und Tischtennis 10. Wer nun zusammengerechnet hat, hat bemerkt: Das sind 107 Prozent. Aber dazu kommen wir noch. "Championsleague der retardierten Fernsehidioten" nennt es Moderatorin Jeannine Michaelsen. Klaas schafft in der ersten Halbzeit einen Hattrick, schießt noch ein weiteres Tor in der zweiten Hälfte. Entstand 4:1 im Fußball, in der Gesamtwertung steht es auch 4:1 für Klaas.

Peinlicher Rechenpatzer bei Zuschaueranrufen

Die Zuschauer haben aufgepasst und auf die falsche Prozentzahl aufmerksam gemacht. Klaas witzelt über seine TV-Produtionsfirma: "Zum Glück machen wir keine Bundestagswahlen. Das ist so ne typische Florida-TV-Infografik." Und Moderatorin Michaelsen entschuldigt sich: "Ich habe Mathe in der dritten Klasse verlernt."

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Thorsten Legat leistet Abbitte vor seinem Gegner. bild: screenshot prosieben

Als letztes schickt Klaas Ex-Fußballer Thorsten Legat zur Schellen-WM nach Sibirien. Legat gibt sich geschockt nach der Ankunft und Ansicht der Konkurrenten. "Das sind ja Tiere, ich bin gegen die wie ein Holzstab." Mit Ton-Mann-Frank übt er im Hotelzimmer. Aber das bringt nur wenig. Schließlich bekommt er einen russischen Trainer, der schon im Alter von 12 Jahren bei der Schellen-WM mitgemacht hat. In einer alten Industrie-Halle übt Legat an einer Boxbirne. Er sei wieder fokussiert gewesen "wie in Bundesliga-Zeiten". Aber das alles hilft wenig, als er in der Wettkampf-Halle eintrifft.

"Ich habe urkrasse Menschen gesehen – es hat nicht nur nach Schweiß gerochen, auch nach Blut."

Thorsten Legat

ProSieben legt einen Balken über die Gesichter bei den Schlägen – zu brutal. Und auch Thorsten Legat machen diese Bilder genauso viel Angst wie sein Gegner. "Tätowiert, irrer Blick, absolut 'ne Maschine. Arme, die dicker sind als ich." Er gibt auf, kürt auf der Bühne seinen Gegner als Sieger. "Mir ist es sehr, sehr schwergefallen", gibt er zu. Aber er hat an seine Familie gedacht und Folgeschäden befürchtet.

Klaas lobt Thorsten Legat

"Die wichtigste und beste Entscheidung meines Lebens, die ich getroffen habe", findet er im Nachhinein. Und auch Klaas lobt ihn ganz ernsthaft: "Das war das Beste, was Du hättest machen können", er wisse wie schwer Legat das gefallen sein muss. Es bleibt bei 4:1.

Beim letzten Studiospiel ("Weltweit wütend"), wo es um die Herkunft von Beschimpfungen geht, gewinnt Joko mit 10 zu Null und verkürzt auf so 2:4. Beim Finalspiel, dem alles entscheidenden "Construction Derby" bekommt Klaas also 2x5 Sekunden Vorsprung.

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Neuer und alter "Weltmeister": Joko Winterscheidt. bild: screenshot prosieben

Bei der Rallye mit Werkzeugen und Baumaschinen lassen sie sich erst vom Bandschleifer ziehen, hüpfen dann mit dem Vibrationsstampfer, fahren mit der Schleifmaschine, dem Aufsitzrasenmäher und robben schließlich mit einem Bagger bis zum Buzzer. Joko schafft es knapp vor Klaas. Er ist somit nach knapp viereinhalb Stunden alter und neuer Weltmeister – im Februar hat Klaas die Chance zur Revanche.

ARD schneidet Szenen mit Jan Josef Liefers aus "Tatort" – nun reagiert der WDR

Am Sonntag zeigte die ARD eine neue "Tatort"-Episode aus Münster. Wie immer mit von der Partie war auch Jan Josef Liefers als Gerichtsmediziner Prof. Boerne. Dass die ARD so kurz nach dem Eklat um die Aktion #allesdichtmachen, an der auch Jan Josef Liefers beteiligt war, ausgerechnet einen "Tatort" mit ihm zeigt, war vielleicht nicht die cleverste Idee. Auf Twitter häuften sich zumindest die Kommentare derer, die Filme mit Liefers nicht weiter unterstützen wollen.

Die ARD ließ sich davon aber …

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