Tim Mälzer (r.) und Sven Elverfeld

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Tim Mälzer trat bei "Kitchen Impossible" gegen Sven Elverfeld an. Bild: TVNOW / Endemol Shine

Tim Mälzers fieser Seitenhieb gegen Sternekoch: "Hab schon viel Pferdefutter zusammengebacken, das war immer noch besser als das"

Tim Mälzer hatte es in der neuesten "Kitchen Impossible"-Folge gleich doppelt schwer. Mit Sven Elverfeld, seines Zeichens 3-Sterne-Koch, hatte er nicht nur einen besonders harten Gegner, sondern auch einen Gegner mit fiesen Ideen. Elverfeld schickte Mälzer nämlich prompt in die Sterne-Gastronomie – und das gleich bei beiden Aufgaben. Dass Tim Mälzer nicht gerade ein Faible für "molekularen Firlefanz" hat, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein...

Wollte er etwa sichergehen, dass er gegen Mälzer keine Niederlage einsteckt? Immerhin verkündete der TV-Koch direkt zu Beginn über seinen Herausforderer: "Er hat sich ein bisschen geziert bei 'Kitchen Impossible' mitzumachen. Wie viele hochdekorierte Köche, weil sie Angst haben, dass sie ihren Ruf verlieren, wenn sie gegen die Knalltüte Mälzer verlieren."

Ob nun aus Angst vor einer Niederlage oder einfach, um den Mälzer leiden zu sehen, schickte Elverfeld seinen Konkurrenten zunächst nach Frankfurt. Dort bekam er es mit der ayurvedischen Küche von Sternekoch Patrick Bittner zu tun. Ayurvedisch ist nun gar nicht Mälzers Welt, denn er mag es gewürztechnisch eher puristisch. Für ihn hat die Küche etwas von einem "Sterne-Inder", witzelte er noch und verkündete:

"Ich glaube, Menschen mit Magenproblemen essen gerne ayurvedisch."

Auch ohne nur einen Hauch von Ahnung über die Gewürze dieser besonderen Küche zu haben, machte sich Mälzer ans Einkaufen der Zutaten für das ihm präsentierte Gericht. Lamm, Linsen-Dal, Gewürze – so schwer kann das doch nicht sein, oder etwa doch?

Sven Elverfeld.
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Für die ayurvedische Küche benötigte Mälzer viele Gewürze. Bild: TVNOW / Endemol Shine

Tim Mälzer feiert sich selbst

Mälzer kochte drauflos, versuchte sich an den verschiedenen Gewürzen – ganz nach seinem Motto: Der Weg ist egal, Hauptsache es schmeckt am Ende einigermaßen wie das Original. Dass er damit gut fährt, hat er in der Vergangenheit bereits bewiesen – und so war es auch jetzt. "Das kann doch nicht sein. Ich habe Angst vor mir selber. Ich bin mother fucking brilliant. Selbst wenn es das nicht ist, es schmeckt genauso", feierte er sich und seine Arbeit. Er sei ein wahrer Küchengott, lobte er sich für den Geschmack des Essens.

Immerhin brachte ihm seine Version vom Vogelsberger Lamm letztendlich 5,2 Punkte ein. "Ich bin der beste Koch der Welt. Intuitiv und auf den Punkt", musste Mälzer sich im Nachhinein nochmal selbst loben.

Mit der zweiten Aufgabe wurde es dann aber nochmal besonders fies. Dieses Mal bekam es Mälzer mit der 2-Sterne-Küche von Koch Christian Jürgens am Tegernsee zu tun. Hier musste alles ganz akkurat sein. Genau das, was Mälzer nicht leiden kann. Sterneköche haben die Mentalität eines Geodreiecks, wetterte Mälzer schon während der Analyse des Gerichts und fing prompt an, den servierten Kartoffelwürfel zu vermessen.

Mälzer macht sich über Sterne-Köche lustig

Angesichts der tatsächlichen Vorgehensweise des Sternekochs keine schlechte Idee. "Könnt ihr euch ernst nehmen, wenn ihr das seht?", fragte der TV-Koch seinen Konkurrenten, während sie sich gemeinsam ansahen, wie Christian Jürgens tatsächlich das Gericht ganz exakt abmisst und ausschneidet.

Neben einem Kartoffelwürfel befanden sich noch Trüffel, eine Soße und Espuma auf dem Teller. Letzteres brachte Mälzer erneut zum Lästern: "Espuma ist kochen für Schimpansen", witzelte er und verkündete großkotzig:

"Kriege ich da gerade irgendeine Herausforderung? Wenn ich ehrlich bin: nein! (...) Richtig verkacken, werde ich es wohl kaum."

Tatsächlich kam Mälzer in seiner Analyse dem Originalrezept sehr nah. Nur bei der Soße tappte er weitestgehend im Dunkeln. Seine Variante wurde viel zu süß, aber am Ende schaffte er immerhin etwas, was einigermaßen zusammenpasste, auf den Teller zu bringen. Küchenchef Jürgens musste jedoch einräumen: "Am Ende hat er das gut gemacht."

Fiese "Kitchen Impossible"-Aufgabe für Sven Elverfeld

Für Mälzer gab es für das Gericht ordentlich Punkte von der Jury – für ihn ein Ritterschlag. "Ich hab gerade 54 Punkte im 3-Sterne-Laden gekocht. Stellt euch mal vor, ich würde mir irgendwann mal Mühe geben im Leben. Da seid ihr lange Zeit der beste Koch Deutschlands gewesen", prahlte Mälzer nach der Bewertung.

Für Konkurrent Sven Elverfeld hatte sich Mälzer zwei völlig unterschiedliche Gemeinheiten – ääääh, Aufgaben – überlegt. Zunächst schickte er ihn in die asiatische Küche. Ausgerechnet in einer Privatküche sollte er zwei traditionelle vietnamesische Gerichte zubereiten. Für Elverfeld war das "hardcore", wie er sagte.

Neben einer Reissuppe standen eine Art Sommerrollen auf dem Programm. Für Letztere sollte Elverfeld auch den hauchdünnen Reisteig selbst herstellen. Eine für ihn fast unlösbare Aufgabe.

Der Teig wurde viel zu klebrig, weil die Mischung des Mehls nicht korrekt war. Hinzu kam die beengte Situation in der normalen Haushaltsküche. Sven Elverfeld geriet immer mehr aus dem Konzept und war am Ende froh, dass er überhaupt etwas auf den Teller brachte – dass er dabei ziemlich weit vom Original abgewichen ist (laut Köchin Kim sei seine Variante "wie Pizza Calzone"), dürfte ihm dann auch relativ egal gewesen sein.

Sven Elverfeld.
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In einer privaten Küche musste Sven Elverfeld vietnamesisch kochen. Bild: TVNOW / Endemol Shine

Immerhin kam er in der Wertung dennoch auf einen Schnitt von 5,0 und war damit Mälzer dicht auf den Fersen.

"Das große Backen" statt "Kitchen Impossible"

Bei der zweiten Aufgabe wurde es dann richtig fies. Statt zu kochen, sollte der Sternekoch plötzlich backen. Eine traditionelle Schwarzwälderkirschtorte stand auf dem Programm, für die er sogar das Kirschwasser selbst herstellen sollte. Auf den ersten Blick ein ziemlich unfairer Auftrag, denn immerhin sind wir hier nicht beim "großen Promi-Backen" bei Sat.1, sondern immer noch bei "Kitchen Impossible". Allerdings handelt es sich bei Sven Elverfeld nicht nur um einen Koch, sondern auch um einen gelernten Konditor – auch wenn diese Karriere viele Jahre zurückliegt.

Was der Koch allein bei der Analyse der Torte für Back-Skills an den Tag legte, überraschte dann wohl auch Tim Mälzer. Er hatte wohl damit gerechnet, dass diese Fähigkeiten deutlich eingerosteter sind. Aber Elverfeld wusste noch ganz genau, was in einen Biskuit- und einen Mürbeteig hineingehört.

Doch was in der Theorie vielversprechend klang, sah in der Praxis doch nicht mehr so gut aus. Spätestens beim Biskuitteig kam der Koch an seine Grenzen. Mehrfach landete er in der Mülltonne. Als er ihn dann aber endlich im Ofen hatte und man bereits glaubte, nun könne nichts mehr schiefgehen, machte Elverfeld einen entscheidenden Fehler. Immer wieder öffnete er die Ofentür, um den Teig zu kontrollieren – bis dieser irgendwann in sich zusammenfiel.

Mälzer macht sich über Elverfeld lustig

Mälzer konnte sich beim Anblick des Teigs einen fiesen Spruch nicht verkneifen: "Ich habe schon viel Pferdefutter zusammengebacken, aber das war immer noch besser als das da", lästerte er.

Dennoch entstand am Ende eine Torte, die dem Original rein optisch in nichts nachstand. Die Juroren gaben sich allerdings mehr als kritisch. Tatsächlich kassierte Elverfeld sogar eine 1-Punkte-Wertung und kam letztendlich über einen Durchschnitt von 5,2 nicht hinaus. Für Mälzer bedeutete das tatsächlich der nächste Sieg in Folge. Mit knappen 10,6 zu 10,2 Punkten triumphierte er über einen der Spitzenköche Deutschlands. Ob Sven Elverfeld das auf sich sitzen lässt? Es wäre nicht die erste "Kitchen Impossible"-Revanche...

(jei)

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