Daniel Aminati bei der Preisverleihung Alle Kids sind VIPs in der Kalkscheune. Berlin, 12.04.2016 Foto:xK.xWernerx/xFuturexImage

Daniel Aminati at the Award ceremony all Kids are VIPs in the Kalksc ...
Daniel Aminati hat kürzliche seine Biografie "Am Abgrund wachsen dir Flügel" veröffentlicht.Bild: imago stock&people / Future Image
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ProSieben-Moderator Daniel Aminati spricht offen über seine Drogensucht

28.04.2022, 08:32

Als "Taff"-Moderator und TV-Persönlichkeit kennen die Zuschauer Daniel Aminati von seiner gutgelaunten und aufgedrehten Seite. Doch der 47-Jährige, der gerade mit seiner 26 Jahre alten Freundin Patrice Eva Fischer zum ersten Mal Vater wird, hat bereits schwere Zeiten in seinem Leben hinter sich. So wuchs er mit einem gewalttätigen Vater auf. Das hat der Moderator nun der Nachrichtenagentur "Spot On News" erzählt.

Mitte April hat Daniel Aminati seine Biografie "Am Abgrund wachsen dir Flügel" veröffentlicht, in der er auch über seine Kindheit und Jugend schreibt. Mithilfe seiner Mutter habe Aminati seine schwierige Vergangenheit rekonstruiert. Sein Vater ist inzwischen gestorben, doch das Buch habe Aminati geholfen, das Geschehene zu verarbeiten. "Es ist für mich natürlich auch eine Aufarbeitung und ein Loslassen, um den Heilungsprozess in Gang zu setzen", beschreibt Aminati die Arbeit an seiner Autobiografie.

Aminati war drogensüchtig

Bevor Daniel Aminati als Moderator deutschlandweit bekannt wurde, war er bereits Sänger in der Boyband "Bed & Breakfast". Während dieser Zeit fing Aminati an, Drogen zu nehmen, bis er selbst erkannte, dass er ein Problem hat. "Viele saufen sich jedes Wochenende ganz legal den Kopf zu. Bei mir waren es die Partydrogen. Es hat sich ein Automatismus gebildet, aus dem ich nicht rauskam", beschreibt der 47-Jährige seine damalige Situation.

Er habe sich Hilfe bei der Drogenberatung gesucht und sein Leben mit einem Fünf-Punkte-Plan umgestellt. "Hör' auf zu jammern. Meide das Umfeld, das dir nicht guttut. Mach' Sport und ernähre dich bewusst. Lies die richtigen Bücher und sei dir für nichts zu schade", waren die Leitsätze, die Aminati in dieser Zeit befolgte. Er stieg aus der Boyband aus und arbeitete unter anderem als Fensterputzer und Kurierfahrer. "Ich entwickelte dabei eine Art von Demut und Dankbarkeit", sagt Aminati heute über diese Zeit.

Aminati habe das Buch geschrieben, um andere Menschen zu inspirieren: "Es soll ein Mutmacher sein: Egal, wie aussichtslos deine Geschichte derzeit zu sein scheint, es gibt die Möglichkeiten, das Ruder herumzureißen, wenn du bereit bist, Entscheidungen zu treffen."

(si)

TV-Legende Ulrich Wickert rechnet mit Öffentlich-Rechtlichen ab

Ulrich Wickert war über Dekaden hinweg eine feste Größe im TV, 50 Jahre lang arbeitete er für die ARD. Bis 2006 präsentierte er die "Tagesthemen", die er 1991 übernommen hatte. Am 2. Dezember feiert Wickert seinen 80. Geburtstag – kurz zuvor findet er in einem Interview mit der "Bild" klare Worte über seinen einstigen Arbeitgeber und spricht über die Krise bei den Öffentlich-Rechtlichen.

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