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Zwischen Iris Mareike Steen und Timur Ülker knistert es am "GZSZ"-Set. Bild: screenshot rtl

Quarantäne für Kuss-Szenen – so hart sind die Auflagen am Set von "GZSZ"

Seit fast einem Jahr herrschen nicht nur im echten Leben strenge Hygieneregeln inklusive Abstand halten, sondern auch im TV. Corona hat dafür gesorgt, dass sich Gäste in Talk-Sendungen nur noch mit Sicherheitsabstand begegnen dürfen. Zwischen den Juroren bei "Let's Dance" wurden Glaswände aufgestellt und auch in TV-Serien wird auf innige Szenen größtenteils verzichtet. Gerade letzteres macht es für die Produzenten aber natürlich schwer. Wie soll eine Liebesgeschichte dem Zuschauer noch glaubwürdig verkauft werden, wenn sich die Protagonisten nur mit 1,5 Meter Entfernung begegnen dürfen?

Die Macher der ZDF-Filmreihe "Kreuzfahrt ins Glück" lösten das Problem, indem sie die Rollen mit Schauspielern besetzten, die auch im wahren Leben ein Paar sind. So durfte auch vor der Kamera Romantik aufkommen. Das ist natürlich bei Serien, die nun mal bereits feste Darsteller haben, eher nicht möglich. Es mussten deshalb andere Lösungen gefunden werden, denn die Pandemie wird noch längere Zeit kein Ende nehmen. RTL und die Produktionsfirma Ufa griffen deshalb zu drastischen Maßnahmen.

Strenge Schutzmaßnahmen am "GZSZ"-Set

Um bei "GZSZ" endlich wieder Liebesszenen spielen zu können, mussten sich die Darsteller in eine fünftägige Quarantäne begeben.

Am Set von "GZSZ" herrschen seit fast einem Jahr strenge Corona-Schutzmaßnahmen. Dazu zählt das Tragen von Masken, häufiges Händewaschen, tägliches Fiebermessen und natürlich der Abstand vor und hinter der Kamera.

Doch für Liebesszenen reichen diese Maßnahmen eben nicht aus. Um die Geschichte in der Serie weiter voranzubringen, mussten Timur Ülker und Iris Mareike Steen deshalb in Quarantäne. Fünf Tage lang hieß es für die beiden, sich von ihrer Familie zu distanzieren. In einem Hotel mussten sich die beiden von der Außenwelt isolieren, durften nur auf dem Balkon frische Luft schnappen – und das alles für ein paar innigere Szenen im TV.

TV-Dreh unter besonderen Umständen

Auch wenn den beiden Schauspielern die Quarantäne schwerfiel, finden sie, dass es sich im Nachhinein gelohnt hat. "Es ist natürlich toll, dass wir endlich mal wieder Nähe erzählen können. Wir spielen seit neun Monaten auf Abstand. Gerade bei unserer Geschichte ist das super schwierig gewesen und wir sind super dankbar, dass das jetzt möglich ist, das anders umzusetzen", berichtet die Lilly-Darstellerin bei "rtl.de"

Timur Ülker und Iris Mareike Steen sind bereits das zweite Schauspieler-Paar, das sich für Liebesszenen in Quarantäne begeben musste. Auch Ulrike Frank und ihr Spielpartner Jan Kittmann hatten sich für ihren ersten Serien-Kuss besonderen Maßnahmen unterzogen. Damals berichtete Kittmann, wie der sogenannte Schutzstufen-Dreh unter den Corona-Maßnahmen aussah: Für den einen Drehtag mussten die Darsteller zwei Tests und fünf Tage Kontaktreduzierung über sich ergehen lassen. Zwei Tage davon habe er im Hotel verbracht. Er erklärte dazu:

"Für 'GZSZ' waren wir damit ein bisschen der Testläufer. Wir haben dabei gemerkt, dass man noch mindestens einen weiteren Tag hätte ausnutzen und unter dieser höchsten Schutzstufe drehen können. Das haben wir dann beim nächsten Mal entsprechend umgesetzt."

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Ulrike Frank und ihr Spielpartner Jan Kittmann mussten ebenfalls in Quarantäne. Bild: tvnow

Dass die Schauspieler sich für die Serie in Quarantäne begeben, hält auch Joachim Kosack, Geschäftsführer bei Ufa und Ufa Serial Drama nicht für selbstverständlich: "Es ist toll, dass Schauspieler und Schauspielerinnen wie Ulrike Frank und Jan Kittmann auch privat Einschränkungen, die die Quarantänesituationen mit sich bringen, in Kauf nehmen, um die Beziehung ihrer Figuren optimal zu verkörpern." Denn Quarantänemaßnahmen seien derzeit die einzige Möglichkeit, sicher Nähe drehen zu können.

(jei)

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