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"Wer wird Millionär?": Jauch vergibt Gratis-Joker – so lief die Show am Montag

Moderator Günther Jauch hat diesmal einem Kandidaten sehr geholfen.
Moderator Günther Jauch hat diesmal einem Kandidaten sehr geholfen. Bild: screenshot rtl
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"Wer wird Millionär?": Jauch vergibt Extra-Joker – Kunststudent nervt Zuschauer

05.03.2024, 06:26
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Aus der vergangenen Woche ist Thomas Strutz aus Neuss als Kandidat bei "Wer wird Millionär" übriggeblieben. Der Fachanwalt für Erbrecht steht zu Beginn der Sendung bei 32.000 Euro, allerdings hat er auch schon drei von seinen vier Jokern verbraucht. Die 64.000 Euro-Frage lautet: "Wobei steigt die Anzahl Ende letzten Jahres hierzulande wieder auf vier?" Zur Wahl stehen: Freistaaten, Handynetze, Erzbistümer oder Ministerpräsidentinnen.

"Wer wird Millionär"-Kandidat zieht Joker und geht trotzdem

Er tippt auf Handynetz, ist aber unsicher und setzt seinen letzten verbliebenen Joker – den Publikumsjoker. Ein junger Mann meldet sich, er hat gerade nach einem neuen Handyvertrag gesucht und da sei ihm "1 & 1" als neues Netz aufgefallen. Doch dann sagt der Kandidat Thomas Strutz überraschend: "Ich mache es kurz und schmerzlos und steige aus."

Jauch ist verstört, weil der Joker seine Lösung ja bestätigt hat. "Hat er so einen Druck, die 32.000 Euro nicht zu vergeigen?", wendet er sich an Strutz' Frau, die Publikum sitzt. "Nein … im Grunde genommen nicht", meint die.

Überraschend steigt der Anwalt Thomas Strutz aus.
Überraschend steigt der Anwalt Thomas Strutz aus.bild: screenshot rtl

Es bleibt dabei, er nimmt die 32.000 Euro und geht. Für die Frau gibt es ne Vespa, für die Tochter einen PC, für den Bruder eine Fass-Sauna und mit der ganzen Familie will er nach Schottland, das Highlander-Schloss ansehen und sein altes Motorrad aufarbeiten, das seit 25 Jahren in der Garage steht.

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Gymnasiallehrerin Sonja Schmarbeck ist als zweite dran. Sie kommt aus der Nähe von Passau. Sie arbeitete zuerst beim Finanzamt, fand dann aber "Zu wenig Leute und zu viel Papier." So wurde sie Lehrerin. Sie schlägt sich ohne Schnörkel durch die leichteren Fragen. "Wie soll ich sagen – bissel langweilig ist's mit ihnen schon", sagt Jauch.

Erst bei der 2000 Euro Frage kommt die Lehrerin ins Grübeln. Wofür hat Schauspielerin Sandra Hüller ihre Oscar-Nominierung bekommen: "Untersuchung eines Sturzes", "Inspektion eines Fehltritts", "Anatomie eines Falls" oder "Analyse eines Stolperers". Der Kandidatin entfährt: "Ich hasse Filmfragen." Sie setzt den Publikumsjoker und 100 Prozent sind für "Anatomie eines Falls".

Kandidatin traf ihren Lehrer nackt in der Sauna

Gymnasiallehrerin Sonja Schmarbeck fährt Harley.
Gymnasiallehrerin Sonja Schmarbeck fährt Harley.bild: screenshot rtl

Sonja Schmarbeck wohnt außerhalb des Einzugsgebietes ihrer Schule, was ihr zugutekommt, wenn sie in die Sauna geht. Denn als junge Frau hatte sie ein unangenehmes Erlebnis. Kurz nach dem Abitur hat sie ihren Mathelerer in der Sauna getroffen. Ob er wenigstens einen Lendenschurz getragen habe, fragt Jauch amüsiert.

"Er hatte das Handtuch über der Schulter." Er habe sich dann noch bei ihr beschwert, dass Ihr Mathe-Abi so "besch....eiden" gewesen sei.

Für 64.000 Euro beantwortet sie die Frage, welcher der erste bleibende Zahn sei, der in der Regel schon vor dem Ausfallen des ersten Milchzahns bei einem Kind durchdringt: Backenzahn, Schneidezahn, Eckzahn oder Weisheitszahn. Lösung: Es ist der 6-Jahr-Molar. Dieser Backenzahn bildet sich hinter den Backenzähnen des Milchgebisses. Bei der Frage nach der Lage der Midwayinseln steigt sie aus.

Für die Lehrerin gibt es vom Gewinn eine neue Kaffeemaschine, ihre alte funktioniere nur noch, wenn sie schlägt. Zudem will sie Geld in ihre Harley investieren und neue Türen kaufen, weil die Katzen die alten zerkratzt haben. Ihre Kinder bekommen renovierte Zimmer, der Jüngste will einen "Gaming Room". Jauch packt alle Bildungsbürgerskepsis aus und stichelt: "Na gut, der wird aber Ihr Gymnasium nie von innen sehen."

Kandidat braucht Extra-Joker bei 200-Euro-Frage

Der Dresdner Kunst-Student Alexander Wilhelm kommt im selbstgebatikten Hemd und mit seiner Schwester in die Show. "Ich male Bilder und probiere, ein bisschen was zu bauen, was ganz ansehnlich aussieht", sagt er über sein Studium. Einer seiner Profs gab ihm den Rat: "Kein Werk unter 10.000" zu verkaufen. Jauch schaut ungläubig.

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Bei der 200 Euro-Quatsch-Frage "Wenn La Ola einfach nicht enden will, handelt es sich sozusagen um eine ...?" Glatze, Föhnfrisur, Schmalztolle oder Dauerwelle ist er ratlos. "Das verstehe ich gerade nicht so ganz. Ich weiß gar nicht, was La Ola ist. Ist das Musik?"

"Ich gebe heute einen Gratis-Joker aus", sagt Jauch gutgelaunt und von Mitleid gepackt. "Sie werden es nicht vorsagen, aber vormachen“, sagt Jauch in Richtung Publikum. Der Künstler versteht angesichts der Bewegungen: "Gut, es ist die Dauerwelle." Jauch bilanziert: "Billiger ist hier noch niemand an 200 Euro gekommen."

Doch auch die nächste Frage ist nicht einfach, zumindest nicht für den Künstler: "Was gibt es seit 2017 ganz regulär in New York, kostet aber mehr als 30 Dollar?": Meuterei auf der Bounty, Mord im Orient-Express, Schiffbruch mit Tiger, Frühstück bei Tiffany.

Kandidat gesteht "eine kleine Bildungslücke"

Nach viel hin und her und Gedanken über Broadwaymusicals und der Abkehr von "Schiffbruch mit Tiger" entscheidet er sich für das Frühstück, dass es seit 2017 für 34 Dollar beim Juwelier im Flagshipstore gibt. Er habe den Film nicht gesehen. "Eine kleine Bildungslücke", gesteht er.

Bei der Frage nach dem Land, in dem Kronprinz Hussein und Architektin Radschwa Al Saif geheiratet haben, setzt er auf den Publikumsjoker. 80 Prozent entscheiden sich für Jordanien. "Gut dann vertraue ich dem Publikum und hoffe nicht, dass es die russische Variante ist."

Jauch hatte ihm nämlich vor der Sendung erzählt, dass beim russischen "Wer wird Millionär?" die Zuschauer manchmal absichtlich die falsche Antwort sagen, um den Kandidaten loszuwerden. Als die Antwort richtig ist, freut er sich. Er sei "supergut, was Klatsch angeht, aber nicht, was den royalen Klatsch angeht", erklärt er freimütig.

Aber auch bei der nächsten Frage ist der Student ahnungslos: Nachdem er sich wortreich und wirr dank Telefonjoker zum ebenfalls laut Duden zulässigen Plural von LKW durchgerungen hat ("Lkws", nicht Lkwn, Lkwen, Lkwes) ist Jauch langsam genervt. "Is' egal, sie kommen jetzt mal wieder runter", maßregelt er ihn.

Dann geht es zur finalen Frage für ihn: "Welcher Verein trauerte um Henry Kissinger?" Union Berlin, Greuther Fürth, TSG Hoffenheim, KFC Uerdingen? Den berühmten amerikanischen Politiker mit deutschen Wurzeln, der mit seiner Familie wegen der Nazis nach Amerika emigrierte, kennt er nicht, hält Kissinger zuerst für einen Fußballernahmen. Demzufolge weiß er auch nicht, dass Kissinger in Fürth geboren wurde.

Er entscheidet sich für Union Berlin, fällt auf 16.000 Euro zurück. Davon will er mit allen Freunden groß essen und was trinken und sich einen zweiten Kleiderschrank kaufen. Bisher lagert er viel Kleidung in Tüten.

Verwirrung um luxemburgische Sprache

Modeschöpferin Cindy Schlobinsky.
Modeschöpferin Cindy Schlobinsky.bild: screenshot RTL

Einen Kurzauftritt hat Modeschöpferin Cindy Schlobinsky. Zuerst kann sie die Frage nach dem Unterschied des Grünen Spargels (wächst oberirdisch) nur durch Publikumsjoker beantworten (sie dachte, er ist beim Urin geruchsneutral) – dann glaubt sie, dass ausgerechnet Luxemburgisch nicht Verwaltungssprache von Luxemburg ist, dafür aber Niederländisch. Sie fällt bei der 8000-Euro-Frage auf 500 Euro zurück und ist raus.

Jauch sorgt für einen Cringe-Moment

Der Journalist Florian Bindl ist in der kommenden Woche wieder dabei.
Der Journalist Florian Bindl ist in der kommenden Woche wieder dabei.bild: Screenshot rtl

Am Ende sitzt noch Florian Bindl, Journalist bei "Der Neue Tag", auf den Stuhl. Er ist 153 Zentimeter groß. Und Jauch fragt den Single ziemlich plump, wie es denn als kleiner Mann mit den Frauen so laufe. Bindl gibt zu, dass seine geringe Größe es nicht leichter mache "Die Datingwelt ist schon oberflächlich von beiden Seiten", so der Kandidat. Jauch belässt es zum Glück bei diesem Cringe-Moment. Bindl schlägt sich gut. Vor der 8000 Euro Frage kommt die Sirene. Nächste Woche geht es weiter für ihn. (Ark)

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