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Michael Wendler in der "DSDS"-Jury: RTL hat ihn aus allen Folgen entfernt. Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius

Nach zweiter "DSDS"-Folge: Wendler tobt – und macht irre Ankündigung

Michael Wendler poltert: "Peinlich! RTL hat sich mit dieser Aktion ins eigene Knie geschossen und jegliche Glaubwürdigkeit verloren". Dass RTL den Verschwörungserzähler nach seinem KZ-Vergleich aus sämtlichen "DSDS"-Folgen entfernt hat, scheint dem Schlagersänger nicht zu schmecken. Seinen Unmut über die aus seiner Sicht "peinliche" Aktion tat er in seiner Insta-Story kund.

Die Zensur seiner Person stelle sich gegen die eigenen Prinzipien des Senders, behauptet der Wendler weiter, ohne zu verraten, welche Prinzipien das sein sollen. Außerdem wies er sämtliche Antisemitismus-Vorwürfe zurück. Mit einer erneuten "Klarstellung" legte der Wendler dann auf Instagram nochmal nach: Er sei weder ein Holocaustleugner, noch Verharmloser der Naziverbrechen.

Der Wendler hatte die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus mit einem KZ verglichen, woraufhin RTL ankündigte, den Ex-Juror aus allen bereits gedrehten Folgen von "DSDS" herauszuschneiden.

Die erste Show ohne Wendler war schließlich am Samstagabend zu sehen. Unmittelbar vor dem Start blendete RTL einen längeren Hinweis ein, in dem der Sender die "völlig untragbare Äußerungen" des Sängers verurteilte. "Deswegen haben wir uns entschieden, ihn aus den Castingfolgen herauszuschneiden. Wir verurteilen jegliche Form von Antisemitismus, Rassismus sowie Diskriminierung auf das Schärfste."

Michael Wendler winkt einer Kandidatin bei

So wurde der Wendler in der zweiten "DSDS"-Folge zensiert. Bild: RTL/screenshot

RTL nannte den Wendler die ganze Zeit über nicht bei seinem Namen, sondern sprach von ihm nur als "Juror". Auch als ein Kandidat sich für seinen Auftritt ein Lied des Wendlers aussuchte, zensierte RTL die Musik. Zu sehen waren nur die Lippenbewegungen des Kandidaten. All das dürfte zu mächtig Unmut beim "Juror", der genau genommen ein Ex-Juror ist, geführt haben.

Wendler kündigt eigenen Nachrichtendienst an

Die Berichterstattung über sich hatte der Wendler bereits zuvor als "falsch" und "unfaire" bezeichnet. Tatsächlich bekam der Schlagerschwurbler aufgrund seiner kruden Äußerungen in letzter Zeit mächtig das Fett weg. Auch das ist ein Grund dafür, warum er nun eine irre Ankündigung aus dem Hut zauberte.

In seiner Insta-Story kündigte er – in der dritten Person von sich redend einen – eigenen Nachrichtendienst an. "Aufgrund der vielen falschen und unausgewogenen Berichte in den MS (Anm.: Mainstream) Medien wird Michael Wendler in wenigen Tagen seinen neuen Nachrichtendienst vorstellen."

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Wo und in welcher Form dieser Nachrichtendienst in Erscheinung treten wird, ließ der Wendler offen. Ebenso wie das konkrete Datum des Starts.

Weiter heißt es in der Ankündigung: "Wir stehen für Meinungsfreiheit – demokratische Grundwerte – Wahrheit und verurteilen jegliche Form von Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung."

Einige Telegram-Groupies des Wendlers dürfte diese Ankündigung freuen. Die meisten anderen Menschen werden dagegen den Wendler-Nachrichtendienst – wenn er denn wirklich kommt – vermutlich genüsslich ignorieren.

(lau)

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