Unterhaltung
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"Promi Big Brother"-Moderatorin Marlene Lufen (Mitte) mit den Ex-Bewohnern im Sat.1-Studio. Bild: Screenshot Sat.1

"Promi Big Brother"-Finale: Zuschauer wegen Sat.1-Fehler sauer – Werner Hansch gewinnt

Finale bei "Promi Big Brother"! Ganze 22 Tage hatten Ballermann-Star Ikke Hüftgold, Sängerin Kathy Kelly, Kommentatoren-Legende Werner Hansch und "Love Island"-Star Mischa Mayer in der TV-WG ausgeharrt. Am Freitagabend kämpften die Fab Four um Ruhm Ehre, einen semi-hübschen Pokal und, wohl am wichtigsten: 100.000 Euro Siegerprämie!

Rätsel des Tages

Selbstverständlich durften die Ex-Bewohner das Finale live aus dem Sat.1-Studio verfolgen und blickten gemeinsam mit Jochen Schropp und Marlene Lufen auf ihre schönsten (und schrecklichsten) Szenen im TV-Container zurück. Die Kandidaten waren diesmal durch Plexiglasscheiben voneinander abgetrennt, schließlich hatten sie nach ihrem Ausscheiden aus der Show seit mehreren Tagen oder gar Wochen wieder Kontakt zu Freunden, Kollegen und Familie gehabt, die anders als die "Promi BB"-Kandidaten nicht zuvor für 14 Tage in Quarantäne waren. Auf der Tribüne fehlten aber drei Promis: Jenny Frankhauser, Senay Gueler und Elene Lucia Ameur. Die hatten die Sat.1-Sendung alle freiwillig verlassen.

Sat.1 erklärte die Abwesenheit so:

Wir werfen mal eine ganz wilde Theorie in die Runde: Entweder war der große Bruder noch etwas grummelig, dass ihm die Bewohner abhandengekommen waren oder die unglorreichen drei bekamen für den Final-Auftritt schlichtweg keine Gage mehr. Vielleicht ja auch beides.

Party des Tages

Das Beste kommt zum Schluss: Einen Tag vor dem Finale hatte sich der große Bruder gnädig gezeigt und den verbliebenen vier Bewohnern noch eine Nacht im Märchenschloss spendiert, All Inclusive versteht sich. Und die waren keine Kinder von Traurigkeit, futterten das Buffet leer und tranken die Fässer, gut, die Bierflaschen leer.

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Kathy Kelly mit den Resten der Nacht. Immerhin wurden auch eine Cola und eine Fanta getrunken. Bild: Screenshot Sat.1

Ikke Hüftgold musste natürlich noch einmal seinen Jahrhunderthit "Dicke Titten, Kartoffelsalat" performen, Mischa startete als Ikke-Double durch, Ikke versuchte, Werner und Kathy zu verkuppeln und die feierte einfach nur die "geilste Party" ihres Lebens. Spoiler: Am Morgen danach ging es nicht allen super gut.

Emotionen des Tages

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Brüder im Geiste: Ikke Hüftgold (l.) und Werner Hansch. Bild: Sat.1

Auf den letzten Metern wurde es, Trash-Fans konnten es absehen, noch einmal dramatisch. Bei einem recht belanglosen Spiel konnten die vier Finalisten 15 Sekunden (!) Redezeit gewinnen, um die Zuschauer von sich (und einem Telefonanruf) zu überzeugen. Das Buddy-Dream-Team Hüftgold/Hansch entschied das Battle für sich. Auf einem Podium sollten sie dann über ihren "emotionalsten 'Promi Big Brother'-Moment" sprechen. Ikke stellte sich klug an und heimste nach den Lästereien gegen Emmy wieder ein paar Pluspunkte ein. Er erklärte: "Mein emotionalster Moment im Haus war dieser Mann hier: Werner!" Eine echte Bromance, die in der Show ihren Anfang genommen hatte.

Schnarch-Moment des Tages

Und wo wir gerade bei besagtem Spiel sind: So ganz erschloss sich den Zuschauern der Sinn eines zehnminütigen Battles, bei denen 15 Sekunden Redezeit gewonnen werden konnten, nicht. Hartgesottene Reality-Jünger wissen natürlich, dass Final-Shows gerne in die Länge gezogen (und überzogen) werden und auch Sat.1 lieferte in diesem Fall ab: 110 Minuten nach Sendungsbeginn hatte noch immer kein Kandidat die TV-WG verlassen, was dem bis dato wirklich sehr unterhaltsamen und mit viel Liebe zum Detail ausgearbeiteten Show-Konzept einen Knacks verpasste. Nach acht Staffeln könnte man es wirklich besser wissen und solch einen Fehler, der das Publikum nur Nerven kostete, vermeiden.

Auch auf Twitter sorgte der Kaugummi-Fortschritt der Show für Unmut:

Geste des Tages

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Ebenfalls im Team Werner: Mischa Mayer (l.). Bild: Screenshot Sat.1

"Love Island"-Macho Mischa Mayer hatte noch zwei andere unnötige Match gewonnen und durfte gleich zweimal ein paar Worte an die Zuschauer richten, warum er denn gewinnen sollte. Der nutzte die beiden Chancen aber nicht für Eigenwerbung, sondern pries den "Promi Big Brother"-Fans ebenfalls Werner Hansch an: "Ich habe doch schon alles erreicht hier, ich brauch das gar nicht. Ich bin sehr froh über den zweiten Platz. Ruft für Werner an, gönnt ihm das Geld. Tschüss, aus, Micky Maus!" Sweet!

Zoff des Tages

Eigentlich hatten sich in der Final-Show ja alle lieb, nur Katy Bähm fuhr im Studio noch einmal die Acrylnägel aus. Moderatorin Marlene Lufen wollte den Streit zwischen Katy und Simone Mecky-Ballack endgültig schlichten, doch die Dragqueen war daran eher im Minusbereich interessiert und blaffte die dreifache Mutter an: "Heul' doch noch 'ne Runde!" Manche mag es einfach nicht lernen...

Abgänge des Tages

Um 22.08 Uhr war klar: Ballermann-Star Ikke Hüftgold musste als erster Finalist das "Promi BB"-Haus verlassen. Kathy Kelly wollte es gar nicht glauben, reagierte schockiert. Doch Ikke nahm es gelassen, erklärte im Studio: "Es war großartig!"

Auf den dritten Platz schaffte es Sängerin Kathy Kelly, die laut jubele, weil Werner und Mischa immer noch Chancen auf den Sieg hatten. Mischa konnte es gar nicht glauben, so weit gekommen zu sein und musste sich erst einmal auf den nassen Rasen legen, um wieder runterzukommen.

Der "Promi Big Brother"-Sieger 2020

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Mischa (r.) gratulierte "Promi BB"-Sieger Werner. Bild: Screenshot Sat.1

Man hatte es erahnen können... die "Promi BB"-Krone ging an Werner Hansch! Mischa Mayer holte den zweiten Platz, beglückwünschte seinen WG-Freund. Werner wusste zuerst gar nicht, wie ihm geschah, drückte Mischa ein Küsschen auf und stand dann einfach nur einige Minuten allein im Märchenschloss-Garten.

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Werner Hansch bei der Siegerehrung. Bild: Sat.1

Bei Hanschs Siegerehrung im Sat.1-Studio hatte Kumpel Ikke Hüftgold Tränen in den Augen, Jochen Schropp gratulierte dem 82-Jährigen: "Du bist der älteste Gewinner einer Reality-Show weltweit!"

Werner Hansch gab sich in seiner Dankesrede bescheiden: "ich kann nicht triumphieren." Denn seine Spielsucht hätte seine dritte Lebensphase sehr stark beeinträchtigt. Seine letzten Worte in der Live-Show richtete er, nach ein paar Danksagungen an seine Freunde und Kollegen, an seine Ex-Bewohner: "Ihr habt mir so viel Zuspruch gegeben. Das ist eine ganz persönliche Erfahrung, die so wertvoll für mich ist. Danke!"

Ein sehr emotionaler Moment, bei dem selbst Hardcore-Reality-Kenner einen Kloß im Hals gehabt haben dürften. Ein würdiger Abschluss für eine wirklich hervorragende Staffel "Promi Big Brother" – bis zum nächsten Jahr!

(ab)

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