Die Kandidaten von "Big Performance": Nach der ersten Sendung musste Prince die Maske fallen lassen.
Die Kandidaten von "Big Performance": Nach der ersten Sendung musste Prince die Maske fallen lassen. Bild: TVNOW/ Steffen Wolff

"Big Performance": Kandidat packt über RTL-Show aus

16.09.2020, 18:43

Am Samstag startete die neue Show "Big Performance" auf RTL. Die Stars müssen hinter einer Maske singen und von dem prominenten Rateteam rund um Guido Maria Kretschmer, Michelle Hunziker und Motsi Mabuse enttarnt werden. Das Format müsste dem einen oder anderen Zuschauer besonders durch die erfolgreiche ProSieben-Sendung "The Masked Singer" bekannt vorgekommen sein. Auch hier stecken die Promis hinter aufwendigen Masken, müssen auf der Bühne singen und mittels Hinweisen soll die wahre Identität enttarnt werden.

Das Studiopublikum und die Jury hatten in der Auftaktfolge die Qual der Wahl, sich jeweils für oder gegen Jennifer Lopez, Tom Jones, Adele und Prince zu entscheiden. Mit großem Vorsprung gewann schlussendlich Tom Jones gegen Prince, der die Special-Effects-Maske fallen lassen musste. Dahinter verbarg sich überraschenderweise der Dschungelkönig Prince Damien. Motsi Mabuse hatte bereits den Sänger unter der Maskerade vermutet.

Der 29-Jährige hat nun auf seinem Youtube-Account während einer Fragerunde verraten, wie es hinter den Kulissen zuging. Dabei verriet Prince Damien auch, wie teuer die Masken sind und ob er weiß, wer sich hinter den anderen Stars verbirgt.

Die Maske

Über das Gefühl, die Masken zu tragen, sagte Prince Damien: "Es ist gewöhnungsbedürftig, als würde ein nasses Tuch auf deinem Gesicht liegen. Irgendwann wird es gleich warm und man merkt es nicht mehr so. Am Anfang war es echt komisch." Die Maskerade herzustellen, sei ein ganz langer Prozess. Für die Anfertigung musste laut Prince Damien der ganze Oberkörper gescannt werden. "Mit Fotokameras wird dein Gesicht ausgemessen.

Dann wird ein Negativ erstellt", so der Sänger. Aus den Daten werde dann der Kopf aus Gips nachgemacht und mit Plastilin gefüllt.

Prince Damien: Kurz danach wurde seine Maske abgenommen.
Prince Damien: Kurz danach wurde seine Maske abgenommen.Bild: TVNOW/ Steffen Z Wolff

Dieser ganze Prozess sei sehr aufwendig und wahnsinnig teuer, erklärte er weiter: "Das dauert drei Wochen das Ganze herzustellen und kostet, jetzt schluckt und haltet euch fest: 20.000 Euro. Das ist wirklich sehr teuer, so eine Maske herzustellen."

Auch die Zähne seien unecht gewesen. Er habe üben müssen normal zu sprechen. Deswegen sei es eine große Herausforderung gewesen, live zu singen, weil er sich auf so viele Sachen konzentrieren musste. Als er sein Gesicht offenbaren musste, sei das ein erleichternder Moment gewesen:

"Dein Gesicht fühlt sich am Anfang total taub an, wenn du das Ding drauf hast, als hättest du einen Waschlappen auf dem Gesicht. Irgendwann gewöhnst du dich dran und du weißt, dass du nicht so viel darunter schwitzen sollst, weil sie sonst abgeht. Beim Essen musst du auch immer aufpassen, wie du den Mund aufmachst. Beim Reden musst du dich sehr deutlich artikulieren, sonst funktioniert das nicht. Als die Maske dann weg war, konnte ich endlich wieder ich selbst sein und musste auf nichts mehr Acht geben."

Der zu imitierende Star

Für ihn sei es schwer gewesen, sich in den Megastar Prince hineinzuversetzen. Er habe unzählige Youtube-Videos von ihm angeschaut und versucht, sich seine Art anzueignen, damit er das so gut wie möglich mache und nicht auffalle.

Er sei erst durch die Show ein Fan von Prince geworden. Damien konnte sich übrigens nicht aussuchen, den Superstar zu imitieren:

"Ich wurde einfach gefragt, 'willst du Prince sein?' Ich habe gesagt 'cool', die Outfits gefallen mir schon mal sehr."
Prince: Auf der Bühne gab er Vollgas, gereicht hat es trotzdem nicht.
Prince: Auf der Bühne gab er Vollgas, gereicht hat es trotzdem nicht.Bild: TVNOW/ Steffen Wolff

Das Kostüm

Das Kostüm für die Show konnte sich Prince Damien nicht aussuchen. Diese seien den Original-Kostümen aus den Musikvideos nachgeschneidert worden. Bei ihm gab es allerdings eine große Herausforderung: "Ich hatte zugenommen und das war ein ganz großes Problem. Denn die Maße, die wir anfangs genommen hatten, waren noch die Maße vor Corona. Demnach habe ich nicht reingepasst." Damit die Kostümbildner nicht noch mal alles umändern mussten, war für Prince Damien schnell klar:

"Ich werde abnehmen, denn noch mal alles zu schneidern, ist so viel Arbeit."
Die Kostüme haben dem "DSDS"-Sänger  sehr gefallen.
Die Kostüme haben dem "DSDS"-Sänger sehr gefallen.Bild: TVNOW/ Steffen Wolff

Somit passte er dann doch wieder rein. Dass er jetzt die anderen Outfits nicht mehr präsentieren konnte, stimmt den Musiker traurig. "Da gab es ein bauchfreies Kostüm und dafür war ich sogar trainiert", sagte er.

Die Vorbereitungszeit

Die Kandidaten hätten rund zehn Songs bekommen, die sie im Vorfeld lernen mussten. Zudem hätten sie auch Coaches gehabt. Drei Monate hatten die Stars Zeit, die Songs zu lernen. Zwei Wochen bevor es losging, hätten sie intensiver die zwei Lieder für die Show geprobt. "Es war eigentlich viel Zeit", so der Künstler.

Ein Star vor dem Studio: Unter hohen Sicherheitsvorkehrungenwurde der Kandidat zum Auftritt gefahren.
Ein Star vor dem Studio: Unter hohen Sicherheitsvorkehrungenwurde der Kandidat zum Auftritt gefahren. Bild: TVNOW/ Steffen Wolff

Die Geheimhaltung

Die Sendung sei im August aufgezeichnet worden. Der 29-Jährige fand es nicht schwer, das Projekt geheim zu halten. Dennoch merkte er an: "Es war ein bisschen schwierig, weil ich ab und zu weg musste und dann hat die Oma angerufen und wollte spazieren. Ich musste ganz spontan Ausflüchte suchen. Ich versuche natürlich, wirklich mein Versprechen zu halten, es niemandem zu sagen und da war Oma schon ein bisschen pissig, muss ich sagen."

Die anderen "Stars im Star"

Er während seiner Teilnahme die anderen Kandidaten nicht erkannt, weil sie voneinander abgeschottet worden seien. Er sagte:

"Wir waren alle einzeln unter Quarantäne. Jeder hatte einen einzelnen Umkleideraum, einen Ansprechpartner. Wir durften mit keinem anderen reden. Auch als wir dann alle zusammen hinter der Bühne waren, durften wir auch nicht miteinander sprechen. Wir haben Handzeichen gemacht."
Daniel Hartwich, J.Lo, Tom Jones, Adele und Prince: Die vier Kandidaten mussten gegeneinander antreten.
Daniel Hartwich, J.Lo, Tom Jones, Adele und Prince: Die vier Kandidaten mussten gegeneinander antreten. Bild: TVNOW / Steffen Wolff

Damien habe somit keine Ahnung, wer die anderen sind. Dennoch teilte er den Fans seine Tipps zu den weiteren Promis mit:

  • Adele: "Mein Top-Favorit ist natürlich Adele. Ich weiß nicht warum, aber das muss eine Kelly sein. Mein erster Gedanke war Maite Kelly, aber es könnte auch Patricia Kelly sein. Einer der beiden ist wahrscheinlich darunter, wenn nicht, dann kenne ich die Sänger in Deutschland nicht. Es gibt nicht so viele Sänger in Deutschland, die das so gut singen können und deswegen muss das eine von den beiden sein. Helene Fischer macht das auf jeden Fall nicht. Ich kenne ihre Augen und die sind nicht so wie von ihr."
  • Tom Jones: "Bei Tom Jones dachte ich erst an Dieter. Der hat mich so angeguckt und die Augen waren so vertraut, als würde er mich kennen. So ein bisschen vatermäßig schaut mich Dieter an, wenn wir uns sehen. Als er gesungen hat, wusste ich, nein, der singt anders. Einer von den Ochsenknechts könnte es auch sein. Die Hand hatte einen sehr festen Händedruck. Das könnte eine Person mittleren Alters sein."
  • J.Lo: "Da weiß ich nicht genau, wer es sein könnte. Vanessa Mai schließe ich aus, die hat nicht solche Schenkel. Fernanda Brandao könnte es sein, aber auch Nazan Eckes. Wobei Nazan Eckes sieht schon fast aus wie die deutsche oder türkische J.Lo. Deswegen braucht man eigentlich nicht so viel Maske. Es bleibt spannend."

(iger)

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