Im futuristischen "Big Brother"-Haus werden sieben Kandidaten leben, die sich ihre 100 Tage unter anderem mit Fitness und in der Sauna vertreiben können. watson-Redakteurin Alina Bähr saß im berühmt-berüchtigten Sprechzimmer Probe.
Im futuristischen "Big Brother"-Haus werden sieben Kandidaten leben, die sich ihre 100 Tage unter anderem mit Fitness und in der Sauna vertreiben können. watson-Redakteurin Alina Bähr saß im berühmt-berüchtigten Sprechzimmer Probe.Bild: Sat.1/Willi Weber

Glas-Sauna, virtuelles Fitnessstudio: watson zeigt, wie die "Big Brother"-Kandidaten leben

11.02.2020, 15:0202.03.2020, 12:02

Es waren Szenen, die eine neue TV-Ära einläuteten: Vor genau 20 Jahren ließen sich 13 Normalos für 102 Tage in einen Container sperren, sich beim Streiten, Lästern, Schlafen und Duschen nonstop von Kameras überwachen. Am Ende gewann Zimmermann John 250.000 DM.

"Big Brother" war als Sozialexperiment angesetzt, galt bei seinem Start 2000 als umstritten, bescherte dem damaligen Sender RTL2 aber Rekord-Quoten und mediale Aufmerksamkeit. Immer wieder verhalf der Container seinen Bewohnern wie Jürgen Milski, Zlatko und Kader Loth zu (kurzzeitigem) TV-Ruhm. 12 Staffeln lang hielt sich das Format, wurde ab 2013 mit einer Promi-Version weitergesponnen.

Nach fünf Jahren Pause bringt Sat.1 die Kult-Reality-Show jetzt zurück. Mit ähnlicher Prämisse, Normalo-Kandidaten – aber mit neuen Spielregeln. Ab dem 10. Februar ziehen 14 neue Bewohner in den berühmtesten TV-Container Europas, wollen im besten Fall unter Beobachtung von 95 Kameras 100 Tage in ihm ausharren.

Zum "Big Brother"-Neustart gibt es zwei Kandidaten-Häuser

Watson besuchte das "Big Brother"-Haus auf dem Kölner Sat.1-Produktionsgelände vor dem Einzug der Kandidaten. Die größte Überraschung: es gibt in der Jubiläums-Staffel zwei Container!

Das "Big Brother"-Blockhaus

Back to the roots: Sieben der 14 Bewohner ziehen am Montag in eine 90-Quadratmeter-Holzhütte ein. Im dazugehörigen 200-Quadratmeter-Garten bauen sie ihr eigenes Obst und Gemüse an, sieben Hennen der Rasse Bovans Brown sorgen für frische Frühstückseier.

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Lauschig: Das "Big Brother-Blockhaus".Bild: Sat.1/Willi Weber

Die Tiere werden von den Bewohnern versorgt und zweimal wöchentlich von einem Veterinär untersucht. Ihre Hütte müssen die Bewohner übrigens auch selbst einheizen, im Garten Feuerholz für den Kamin hacken.

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Der Hühnerstall: Die ersten Bewohner sind bereits eingezogen.Bild: Sat.1/Willi Weber

Die Kandidaten werden nicht hungern

Anders als bei "Promi Big Brother" werden die Kandidaten aber nicht hungern müssen. "Wir haben die Häuser nicht in einen armen und einen reichen Bereich aufgeteilt", erklärt ein Sat.1-Sprecher. "Auch für die Kandidaten der Blockhütte stehen alle nötigen Essensvorräte parat."

Geschlafen wird, wie traditionell bei "Big Brother", in einem großen Gemeinschaftsraum, der urigen Hüttencharakter hat.

Hier schlafen die Kandidaten.
Hier schlafen die Kandidaten.Bild: Sat.1/Willi Weber

Den Bewohnern stehen zwei Doppelstockbetten, ein Einzelbett und ein Doppelbett zur Verfügung. Wie sie sich ihre Schlafplätze einrichten, bleibt ihnen selbst überlassen. Erfahrungsgemäß dürfte die Betten-Konstellation im Laufe der Staffel aber mehrfach durchwechseln.

Das "Big Brother"-Glashaus

Futuristisch geht es bei den Blockhütten-Nachbarn zu: Im 198-Quadratmeter-Glashaus steht den übrigen sieben Kandidaten jede Menge technischer Schnickschnack zur Verfügung.

Im großen Garten warten eine Glashaus-Sauna und ein auf angenehme 38 Grad temperierter Whirlpool. Im Wohnzimmer empfangen die Bewohner zwei gigantische Flachbild-Fernseher, auf denen natürlich kein lineares TV empfangbar ist, Big Brother aber immer mal wieder Einspieler laufen lassen wird.

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Luxus im Glashaus-Garten: rechts die Sauna, in der Mitte der Whirlpool.Bild: Sat.1/Willi Weber

Die Glashaus-WG hat übrigens noch einen achten Bewohner: Einen fahrbaren Roboter, mit dem sich die Kandidaten unterhalten können, falls ihnen die menschlichen Mitstreiter nicht zusagen.

Rechts neben dem Fernseher steht der "Big Brother"-Bot.
Rechts neben dem Fernseher steht der "Big Brother"-Bot.Bild: Sat.1/Willi Weber

Private Unterhaltungselektronik darf natürlich in keines der Häuser mitgenommen werden, auch keine Bücher, Papier oder Stifte (noch nicht einmal Kajalstifte).

Luxus im "Big Brother"-Haus: Roboter, Massagesessel, virtuelles Training

Schlafen werden die Kandidaten auch in diesem Haus in einem großen Gemeinschaftsraum, der futuristisch eingerichtet ist und neben den Betten mit zwei Massage-Sesseln ausgestattet ist. Sollte die "Big Brother"-Bewohner der Lagerkoller heimsuchen, können sie sich im Fitnessstudio abreagieren.

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Der Bildschirm kann sich in eine virtuelle Trainingsanleitung verwandeln.Bild: Sat.1/Willi Weber

Auch hier gibt es eine technische Innovation: Vor einem digitalen Pixformance-Fitness-Spiegel können die Kandidaten unter Anleitung eines virtuellen Trainers schwitzen.

Und eine "Big Brother"-Konstante darf natürlich auch in der neuen Staffel nicht fehlen: das gute, alte Sprechzimmer, in dem gelästert, geweint und gegrollt wird.

Vergib mir, Big Brother, ich habe Trash-TV geschaut – watson-Redakteurin Alina Bähr im Sprechzimmer.
Vergib mir, Big Brother, ich habe Trash-TV geschaut – watson-Redakteurin Alina Bähr im Sprechzimmer.Bild: Sat.1/Willi Weber

Im Laufe der Staffel werden die Kandidaten, je nach Telefon-Voting der Zuschauer und ihrer eigenen Wahl, teils die Häuser wechseln.

Übrigens: In beiden Häusern gibt es nur einen Raum, in dem der große Bruder nicht aktiv mitfilmt: die Toilette. Allerdings befindet sich in beiden Örtchen eine kleine Kamera. Sollte laut Sat.1 "dort etwas vor sich gehen, was normalerweise auf einer Toilette nicht passiert", entgeht das dem Sender nicht. Wir können also gespannt sein.

Sat.1 zeigt "Big Brother" ab dem 10. Februar immer montags um 20.15 Uhr und von Mo-Fr um 19 Uhr. Die Folgen sind auch auf Joyn abrufbar.

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