Stefano Zarrella ist Food-Influencer. Der Bruder des Sängers Giovanni Zarrella macht es seinem Bruder nach und hat die Autoball WM gewonnen.
Stefano Zarrella ist Food-Influencer. Der Bruder des Sängers Giovanni Zarrella macht es seinem Bruder nach und hat die Autoball WM gewonnen. null / screenshot prosieben
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"Autoball WM": Flitzer sorgt für Wirbel in ProSieben-Show

18.12.2022, 15:15

Acht Jahre ist die letzte "Autoball WM" her. Am Freitag gab es dann die dritte Ausgabe der von Stefan Raab erfundenen Crossover-Sportart, bei der zwei Autofahrer auf einem kleinen Fußballfeld gegen einander antreten. Sie versuchen mit ihrem Auto einen großen Ball ins gegnerische Tor zu bugsieren. Live ausgetragen in Hannover "vor 8000 Autoball Ultras", wie Moderator Steven Gätjen in der ZAG Arena ruft. Das Publikum ist anfangs erschreckend zurückhaltend, wacht erst später ein wenig auf.

Die Kandidaten

Für Deutschland geht diesmal Moderator Sebastian Pufpaff an den Start. Brasilien wird durch Sängerin Fernanda Brandao repräsentiert. Sie ist übrigens die einzige Frau im Starterfeld. Für Italien geht Food-Influencer Stefano Zarrella an den Start, Ex-Fußball-Nationalspieler Patrick Owomoyela vertritt Nigeria, Rapper Eko Fresh die Türkei. Zudem kämpfen noch Ex-Fußball-Profi Rúrik Gíslason (Island), Tuning-Spezialist Jean Pierre Kraemer (Bahamas) und der achtfache Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier (Frankreich) um den Weltmeistertitel.

Bei den bisherigen Autoball-Weltmeisterschaften 2010 und 2014 setzte sich beide Male im Finale Sänger Giovanni Zarrella (Italien) gegen Stefan Raab (Deutschland) durch. Raab hat sich 2015 von der Arbeit vor der Kamera verabschiedet und auch Giovanni tritt diesmal nicht an.

Raab wird durch seinen TV Total-Nachfolger Sebastian Pufpaff vertreten. Statt Giovanni Zarrella kommt dessen Bruder Stefano. Der bekennt, dass sein Bruder "riesige Fußspuren hinterlassen" habe.

Tricks haben er ihm aber nicht gezeigt. Sie haben nur telefoniert. "Vom Telefonieren schießt man keine Tore!" Stellt Spielfeld-Reporterin Andrea Kaiser fest. Und zuerst sieht es auch nicht gut für den Food-Influencer aus. Er verliert, kehrt dann aber immer stärker zurück bei jedem Match.

Die Zuschauer sind irritiert, viele haben noch nie vom Zarrella-Bruder gehört. Und ziehen gleich scherzhaft Parallelen zu einer anderen Entertainment-Dynastie, die gefühlt immer irgendeinen Gesandten in einer TV-Show hat: die Kellys.

Pufpaff wieder gesund

Sebastian Pufpaff hat seine Fahrradverletzungen auskuriert.
Sebastian Pufpaff hat seine Fahrradverletzungen auskuriert.bild: screenshot prosieben

Sebastian Pufpaff hatte sich die Rippen bei einem Fahrradunfall gebrochen und fiel Mitte November aus für die "TV total Wok-WM". Ob er wieder fit sei, will Moderator Steven Gätjen zu Anfang wissen: "Rippen braucht man überhaupt nicht", gibt sich Pufpaff kämpferisch. Er wolle die WM nach Deutschland holen – "welches schönere Geschenk kann ich Euch machen?" Wirklich trainiert hat er aber nicht. "Aber ich habe mir alles angeguckt, was es an Rennsportvideos bei Youtube gab", meint er und stellt direkt den ersten Überschlag bei der "Autoball WM" in Aussicht und gesteht: "Ich habe ganz viel Scheibenwischer geübt."

Lief nicht gut, aber besser als die letzten Male: Rapper Eko Fresh lässt sich die Laune nicht verderben.
Lief nicht gut, aber besser als die letzten Male: Rapper Eko Fresh lässt sich die Laune nicht verderben.bild: screenshot prosieben

Das ist ein Seitenhieb gegen Rapper Eko Fresh, der bei beiden Weltmeisterschaften dabei war, zuerst sogar noch ohne Führerschein. Er hat allerdings nie ein Tor geschossen, hatte dafür den Scheibenwischer auf Dauerbetrieb, weil er nicht schaffte ihn abzuschalten. Diesmal läuft es etwas besser. Ins Finale schafft er es trotzdem nicht. Vielleicht, weil er sonst Automatik bevorzugt. Die Wettbewerbswagen haben aber ein Schaltgetriebe. Die Laune lässt er sich nicht verderben. Er feiert ausgelassen auf der Tribüne, während die anderen fahren.

Moderatorin interviewt ihren Ehemann

Andrea Kaiser interviewt ihren "Schatz", den achtfachen Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier.
Andrea Kaiser interviewt ihren "Schatz", den achtfachen Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier.bild: screenshot prosieben

Spielfeld-Reporterin Andrea Kaiser hat ein ganz besonderes Verhältnis zu einem Kandidaten. Nämlich zum französischen Rallye-Fahrer Sébastien Ogier. Sie beiden sind seit 2014 verheiratet. "Schatz, weißt Du, auf welches Tor Du schießen musst?", neckt sie ihn zu Beginn. Nach Mitternacht hat er Geburtstag. Sie drückt ihm noch einen Spruch: "Wäre für einen achtfachen Rallye-Weltmeister ganz schön peinlich, nicht ins Finale zu kommen." Schafft er dann allerdings wirklich nicht, weil ihn Fußballer Rúrik Gíslason raushaut.

Der gefakte Flitzer

Der Flitzer macht Werbung für "Schlag den Star". Wohl inszeniert, auch wenn die Security-Leute überrascht wirken.
Der Flitzer macht Werbung für "Schlag den Star". Wohl inszeniert, auch wenn die Security-Leute überrascht wirken.bild: screenshot prosieben

Während des Duells zwischen Zarrella und Pufpaff rennt beim Stand von 1:0 gegen Deutschland ein Flitzer aufs Feld. Die Security-Leute wirken irritiert und führen ihn nach kurzer Jagd ab. Aber ziemlich sicher war es eine inszenierte Aktion. Denn er wirbt mit akkuratem Logo auf dem Bauch, sowie Titel und Sendezeit auf dem Rücken für "Schlag den Star", das Samstag ebenfalls auf ProSieben läuft. Eine eher lahme Aktion, finden die Zuschauer.

Für Pufpaff reicht es am Ende dann doch nur für den dritten Platz, den er sich mit dem Rallye-Fahrer Ogier teilt.

Rúrik Gíslason (Platz 2), Sieger Zarrella sowie die beiden Sebastians Ogier und Pufpaff gemeinsam auf dem dritten Platz.
Rúrik Gíslason (Platz 2), Sieger Zarrella sowie die beiden Sebastians Ogier und Pufpaff gemeinsam auf dem dritten Platz.bild: screenshot prosieben

Im Finale stehen Stefano Zarrella und Rúrik Gíslason. Beide schenken sich nichts. Zehn Sekunden vor Schluss der fünf Minuten Spielzeit macht Zarrella dann das 1:0 und gewinnt. Somit geht der Autoball-WM-Titel zum dritten Mal in Folge nach Italien – immer erkämpft von einem Zarrella. Diesmal von Stefano, der von Rúrik Gíslason erst großzügigst beglückwünscht und dann üppigst mit Champagner aus der Magnum-Flasche geduscht wird.

(Ark)

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