Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Türkische Lira sinkt auf Rekordniveau – Notenbank hebt Zinsen an

24.05.18, 14:03
Yasmin Polat
Yasmin Polat

Die türkische Lira verliert in diesen Tagen rasant an Wert. Die Landeswährung der Türkei hat seit Anfang diesen Jahres rund 25 Prozent an Wert eingebüßt.

Die Schwäche der Lira ist auch eine Folge des globalen Wertgewinns des Dollars. Da der Greenback infolge der schrittweisen Anhebung der US-Leitzinsen wieder attraktiver wird, wenden sich Anleger von Währungen wie der Lira ab.

Ihr plötzlicher Kurssturz in der Nacht zu Mittwoch wurde auch dadurch verursacht, dass Devisenhändler in Japan, die auf einen Anstieg der Lira gegenüber dem Yen gewettet hatten, ihre Lira-Reserven abstießen, um weitere Verluste zu vermeiden.

So reagierte die türkische Nationalbank

Nachdem die Lira am Mittwochvormittag binnen weniger Stunden 3,6 Prozent ihres Werts verloren hatte, hob die Zentralbank den wichtigsten Leitzins um 300 Basispunkte an. 

Der türkische Premierminister Simsek äußerte sich auf Twitter zu der Lira-Krise:

Die Wirtschaft in der Türkei ist vergangenes Jahr zwar um kräftige 7,4 Prozent gewachsen, doch gerät sie immer mehr in Schieflage. Die Inflation verharrt bei knapp elf Prozent und das Leistungsbilanzdefizit wird immer größer. Ein Großteil  des Wachstums geht auf staatliche Investitionen in die Infrastruktur zurück.

Keines der makro-ökonomischen Probleme der Türkei sei laut Simsek "unüberwindbar".

Im Wahlkampf hatte sich Präsident Recep Tayyip Erdoğan bisher immer für niedrigere Zinsen eingesetzt.

Erdoğan hatte im Wahlkampf außerdem angekündigt, dass er Währungshüter bald stärker unter seine Kontrolle nehmen werde, sollte das "Volk durch die Politik der Zentralbank Probleme" bekommen.

Nämlich dann, wenn er im Juni die vorgezogenen Wahlen gewinnen sollte. 

(mit afp)

Warum Katharina mit 24 Schulden aufnehmen muss

10.000 Euro zum 25. Geburtstag – für jeden! Warum das keine Utopie ist

Unsere Armutsserie startet: So lebt Jan mit 800 Euro im Monat

Was die SPD vorschlägt, ist kein Grundeinkommen – sagt einer, der es wissen muss

Die Krypto-Kurse fallen – können ominöse Telegram-Gruppen unsere Coins retten? 

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Unter 50 Euro abheben? Diese 3 Banken lassen das (bald) nicht mehr zu

Mal schnell 20 Euro abheben, bevor man sich mit Freunden in der Kneipe trifft? Für einige Bankkunden wird das bald nicht mehr möglich sein.

Die DKB und Comdirect haben den sogenannten Mindestabhebungsbetrag schon eingeführt, jetzt kündigte auch die ING Diba an, dass ihre Kunden ab dem 1. Juli keine Beträge unter 50 Euro mehr abheben dürfen.

Warum? Und: Wird das bald alle Kunden betreffen? Wir haben es uns vom Bundesverband der Banken erklären lassen. 

Die DKB und die Comdirect haben den …

Artikel lesen