Kein anderes Flugzeug hat die kommerzielle Luftfahrt so verändert, wie die Boeing 747. Jetzt stellt der Hersteller die Produktion des Jumbo Jets ein.
Kein anderes Flugzeug hat die kommerzielle Luftfahrt so verändert, wie die Boeing 747. Jetzt stellt der Hersteller die Produktion des Jumbo Jets ein.Bild: picture alliance / Daniel Kubirski

Ende einer Ära: Boeing stellt Produktion des Jumbo Jets ein

29.07.2020, 14:59

Es ist das Ende einer Ära in der noch gar nicht so alten Geschichte der Luftfahrt: Der US-Flugzeugbauer Boeing stellt in zwei Jahren die Produktion seines legendären Großraumflugzeugs 747 ein. Die Herstellung der Jumbo Jets werde 2022 auslaufen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Das Flugzeug mit dem charakteristischen Buckel war 1970 in Betrieb genommen worden. Lange Zeit war die Boeing 747 das größte Passagierflugzeug der Welt. In der Maschine finden mehr als 600 Menschen Platz.

Die gigantische Maschine revolutionierte die Luftfahrt – nie zuvor war es möglich gewesen, so viele Menschen auf einmal so schnell über so weite Distanzen zu befördern, wie mit der 747. In der Folge wurden Tickets für mehr Menschen erschwinglich, der Status des Fliegens als Luxusgut endete endgültig.

Die letzte ihrer Art

Für viele Fluggesellschaften sind so große Flugzeuge allerdings angesichts des hohen Treibstoffverbrauchs nicht mehr rentabel. Sie setzen auf kleinere Maschinen, die ihnen mehr Flexibilität verschaffen. Boeing verwies am Mittwoch auch auf den massiven Rückgang des Flugverkehrs infolge der Coronavirus-Pandemie – und die langfristigen Auswirkungen der Krise auf die Luftfahrt.

Der Boeing-Konkurrent Airbus hatte im Februar 2019 das Aus für seinen Riesenflieger A380 verkündet, der die Boeing 747 als größtes Passagierflugzeug der Welt abgelöst hatte. Der europäische Flugzeugbauer hatte damit die Konsequenzen aus der fehlenden Nachfrage nach dem doppelstöckigen Riesenjet gezogen.

(pcl/afp)

Studie zeigt: Arbeit der Mutter kann Spermien-Qualität der Söhne beeinflussen

Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Berufen der Mütter und der Spermien-Qualität ihrer Söhne, wie Forscher herausfanden. Wenn schwangere Frauen bei der Arbeit häufig mit Pestiziden, Weichmachern oder Schwermetallen in Berührung kommen, wirkt sich das negativ aus: Diese bekommen dann laut einer Studie der Universität Genf häufiger Fruchtbarkeitsprobleme. Söhne von Landwirtinnen und Friseurinnen beispielsweise seien besonders betroffen, berichtet der Schweizer "Tagesanzeiger". Aber auch bei Söhnen von Kosmetikerinnen, Haushaltshilfen und Reinigungskräften sehe man die Auswirkungen.

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