Innen gelb, außen weiß: das vegane Ei ähnelt seinem tierischen "Original" stark.
Innen gelb, außen weiß: das vegane Ei ähnelt seinem tierischen "Original" stark.bild: migros.ch
Gute Nachricht

Weltneuheit: Schweizer bringen erstes veganes hartgekochtes Ei auf den Markt

14.11.2021, 12:09

In Regalen der Schweizer Supermarktkette Migros finden Kundinnen und Kunden ab jetzt eine echte Sensation: Das weltweit erste vegane hartgekochte Ei. In ausgewählten Filialen in Zürich, Basel, Luzern und Genf gibt es die vegane Ei-Alternative seit November 2021 zu kaufen. Veganerinnen und Veganer müssen auf immer weniger verzichten, denn das Sortiment der pflanzlichen Ersatzprodukte erweitert sich rasant.

Einer Pressemitteilung von Migros zufolge wurde an dem pflanzlichen Ei seit Jahren getüftelt. Hergestellt wurde es in der Schweiz von ELSA, einer Migros-Tochter. "Wir freuen uns sehr, unseren Kundinnen und Kunden mit 'V-Love The Boiled' eine echte Alternative zum hartgekochten Ei anbieten zu können", sagt Lucie Kendall, Entwicklerin des pflanzlichen Eis bei der ELSA.

So sieht die pflanzliche Ei-Alternative aus: Außen weiß, innen gelb.
So sieht die pflanzliche Ei-Alternative aus: Außen weiß, innen gelb.bild: migros.ch

Die Ei-Alternative wurde hauptsächlich aus Soja-Protein gefertigt, doch es gibt noch zahlreiche weitere Zutaten, darunter Aromen, deren Herkunft nicht angegeben ist und Calciumphosphat, das in Verdacht steht, Nierenschäden verursachen zu können. Ganz so gesund ist das vegane Ei wohl nicht.

Genau wie das tierische "Original" hat das vegane Ei übrigens eine äußere weiße Hülle und ein gelbes Inneres – und lässt sich genauso wie ein gewöhnliches Picknick-Ei aufschneiden und zubereiten. Da es aber keine herkömmliche Eierschale besitzt, ist jedes einzelne Ei in einer Plastikhülle verpackt. Ein klarer Minuspunkt in Sachen Nachhaltigkeit.

Das vegane Ei ist ein Produkt von V-Love, der 2020 eingeführten pflanzenbasierten und vegetarischen Eigenmarke von Migros. Es ist die zweite Weltneuheit, die von Migros hergestellt wurde, im Jahr 2020 wurde nämlich bereits die weltweit erste Joghurt-Alternative auf Basis von Kichererbsen von Migros entwickelt.

(sb)

Kondome und Tampons in Algen verpackt: Berliner Start-up entwickelt Prototypen

Dass Meeresalgen essbar sind und sogar äußerst schmackhaft sein können, beweist die asiatische Küche, bei welcher die Unterwasserpflanzen als fester Bestandteil des Speiseplans gelten. In Form von Sushi, getrockneten Chips und Suppeneinlage kommt das gesunde Super-Food auch in Europa gern auf den Teller. Wissenschaftler finden gerade heraus, dass Algen jedoch noch viel mehr können als nur lecker zu sein: Sie haben das Potential, Plastik als nachhaltige Variante zu ersetzen (watson berichtete). Diese Entdeckung machen sich bereits einige Unternehmen zu Nutze. So auch das Berliner Start-up Einhorn. Der Kondom- und Periodenartikel-Vertrieb entwickelte kürzlich als Prototyp Verpackungen aus Braunalgen.

Zur Story