Julian Nagelsmann kritisierte Dayot Upamecano nach dem Sieg bei Hertha BSC.
Julian Nagelsmann kritisierte Dayot Upamecano nach dem Sieg bei Hertha BSC.Bild: www.imago-images.de / Frank Hoermann/SVEN SIMON

"Stört mich": Nagelsmann trotz souveränem Sieg mit harter Kritik an Bayern-Star

24.01.2022, 17:02

Eigentlich hatte Julian Nagelsmann ziemlich gute Laune. Beim 4:1-Auswärtssieg über Hertha BSC zeigte der FC Bayern gegen eine seiner besten Offensivleistungen. Mit 28 Schüssen auf das Tor von Hertha Schlussmann Schwolow stellten sie einen neuen Saisonrekord auf.

Dass die Münchner bei dieser Vielzahl an Chancen nur vier Treffer erzielten, störte den Bayern-Trainer nach dem Spiel nicht. Viel mehr sorgte der Ehrentreffer der Berliner in der 80. Minute für jede Menge Unverständnis beim 34-Jährigen.

"Total überflüssig und eine unnötige Aktion"

Innenverteidiger Dayot Upamenco war erst eine Minute zuvor für Lucas Hernández eingewechselt worden. Sein Rückpass auf Neuer geriet zu kurz, weshalb Stevan Jovetic Torhüter Neuer entscheidend stören und Mittelfeldspieler Ekkelenkamp den Ball aus 14 Metern über Neuer lupfen konnte. Nagelsmann schüttelte währenddessen an der Seitenlinie den Kopf.

"Das ist schon ein Tor, das absolut vermeidbar ist", sagte Nagelsmann im Anschluss bei "Dazn" und kritisierte Upamecano, ohne dessen Namen zu nennen. "Das war überflüssig. Manuel Neuer spielt gerne zu Null und ärgert sich. Die anderen, die von Anfang an auf dem Platz standen, haben das sehr gut und gewissenhaft gemacht", sagte Nagelsmann. "Warum spielt man den Ball direkt?" Er empfehle, den Ball einfach anzunehmen und dann zu schauen, was passiert.

"Es steht 4:0, wohlgemerkt, da kannst du ein bisschen kontrollierter spielen. Es ist jetzt nicht so, dass wir da extrem schnell wieder nach vorne müssen oder einem Rückstand hinterherlaufen."

Comeback nach überstandener Corona-Infektion

Upamecano fehlte zum Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach noch aufgrund einer Corona-Infektion. Beim Sieg beim 1. FC Köln in der vergangenen Woche stand der Franzose zwar im Kader, kam jedoch nicht zum Einsatz. Die Einwechslung in Berlin war sein Comeback nach der einmonatigen Zwangspause.

Konkurrent Süle verlässt wohl den Verein

In Berlin stand Upamecano für die letzten zehn Minuten gemeinsam mit Niklas Süle auf dem Platz. Das wird spätestens ab dem Sommer aber wohl nicht mehr der Fall sein.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, habe Süle den Bayern-Bossen bereits vor Wochen mitgeteilt, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Da der Vertrag des Nationalspielers ausläuft, ist er nach David Alaba, Jérôme Boateng und Javi Martinez der vierte Spieler innerhalb eines Jahres, der den Verein ablösefrei verlässt.

Der FC Barcelona, Newcastle United und der FC Chelsea sollen besonders am 26-Jährigen interessiert sein.

(abd)

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