Gegen Lebensmittelverschwendung genießen auf Kreuzfahrtsschiff

Vom Buffet eines Kreuzfahrtschiffs landet oft ein großer Teil im Müll. Bild: iStockphoto / Marina113

Gute Nachricht

Gegen Lebensmittelverschwendung: Kreuzfahrtschiffe dürfen Reste spenden

Was bisher nicht gestattet war, ist jetzt endlich möglich: Die Hamburger Tafel darf Spenden von Kreuzfahrtschiffen annehmen. Hamburg hat sich dafür eingesetzt, dass Kreuzfahrtschiffe, obwohl sie als "Drittländer" gelten und deswegen bislang aus zoll- und einfuhrrechtlichen Gründen auf ihren überschüssigen Lebensmitteln sitzenblieben, diese nun spenden dürfen.

Die erste Spende eines Kreuzfahrtschiffes kam von der Reederei Tui Cruises. Während der Aktionswoche "Deutschland rettet Lebensmittel" vom 22. bis 29. September wurden laut der "Hamburger Morgenpost" insgesamt 400 Kilogramm Süßigkeiten und Schokolade sowie 1350 Liter Wasser und Fruchtsaft gespendet.

Diese Lebensmittel waren eigentlich für die Sommersaison auf den Kreuzfahrtschiffen geplant, welche Corona-bedingt ausfiel. Viele von ihnen haben ihr Mindesthaltbarkeitsdatum bald erreicht, müssen aber dank der neuen Regelung nicht weggeworfen, sondern können an Bedürftige weitergegeben werden.

Tui macht den Anfang

Tui setzt sich bereits seit 2016 gemeinsam mit United Against Waste e.V. gegen die hohe Lebensmittelverschwendung auf Kreuzfahrten ein. Viel Müll entsteht beispielsweise beim Buffet: Ein Großteil der zubereiteten Gerichte landet in der Regel direkt im Müll.

In den letzten Jahren wird das Ziel, weniger Essensabfälle zu produzieren, allerdings immer konkreter: Tui setzt dabei auf kleinere Präsentationsteller am Buffet und wiederverwertbare Elemente als Dekoration. So konnten nach Tui-Angaben bereits 17 Prozent der Essensabfälle an Bord der "Mein Schiff"-Flotte eingespart werden.

(sb)

Gute Nachricht

Statt aus Erdöl: Forscher entwickeln Bio-Plastik aus Bakterien

Die Erde ist geradezu verseucht von Plastikmüll – trotzdem wird immer weiter Kunststoff produziert, pro Jahr sind es derzeit ungefähr 370 Millionen Tonnen. Dass das nicht so weitergehen kann, ist klar. Forscher arbeiten deshalb auf Hochtouren an verschiedenen Möglichkeiten, Plastik zu ersetzen oder nachhaltige Alternativen zu dem umweltschädlichen Erdöl zu finden, das seine Grundlage darstellt.

Mikrobiologen der Universität Tübingen ist das jetzt gelungen, denn sie haben Bakterien derart …

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