Neflix hat Sex-Szenen in Staffel 2 von "Love, Death & Robots" merklich zurückgefahren.
Neflix hat Sex-Szenen in Staffel 2 von "Love, Death & Robots" merklich zurückgefahren.Bild: Netflix
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"Love, Death & Robots" reduziert Sex-Szenen in Staffel 2 – Netflix-Fans reagieren

21.05.2021, 14:50

"Love, Death & Robots" ist bei Netflix mit acht neuen Folgen zurück, die im Netz auch bereits eifrig diskutiert werden. Was vielen Fans auffällt: Die Anthologie wurde von den Machern entschärft. Dieses Mal gibt es insgesamt weniger Nacktheit und Sex zu sehen, die Anzahl expliziter Szenen ist drastisch heruntergefahren. Als Beispiel dafür dient der Moment am Ende von "Snow in the Desert" – der Geschlechtsverkehr zwischen dem Protagonisten und Hirald wird darin eher nur angedeutet.

Eben diese Ausrichtung kommt bei diversen Usern auf "Reddit" ziemlich gut an. Mussten sich manche Episoden aus der ersten Staffel noch den Vorwurf gefallen lassen, viel zu reißerisch zu sein, scheint dieses Problem jetzt behoben.

Ist "Love, Death & Robots" ohne Sex besser?

"Tinaszombie" bringt das Thema auf der Plattform zur Sprache und zieht rückblickend kein besonders positives Fazit zur ersten Staffel von "Love, Death & Robots". Besonders zwei Episoden hebt er kritisch hervor:

"Normalerweise bin ich nicht so prüde, aber es gab ein paar Szenen in Staffel eins, die sich etwas zu sehr hinzogen und mir das Gefühl gaben, einen Softporno zu sehen. Als schwuler Mann wird es einfach langweilig mitanzusehen. Brüste interessieren mich einfach nicht und fügen den Geschichten nichts Neues hinzu. Die Szenen, die mir negativ auffielen, waren in 'The Witness' und 'Beyond the Aquila Rift'. Coole Animation, aber auch einfach total unnötig."
In "Beyond the Aquila Rift" geht es heiß her.
In "Beyond the Aquila Rift" geht es heiß her.Bild: Netflix

Daraufhin meldete sich ein Fan der letztgenannten Folge zu Wort, um dem Autor sogar zuzustimmen. So meint "TheChubbyKoala": "So sehr ich 'Beyond the Aquila Rift' auch liebe, die Sex-Szene fühlt sich in ihrer Länge und durch die Details etwas billig an. In einem längeren Format hätte ich mir nichts dabei gedacht, aber diese Folgen sind kurz und wenn die Autoren dieser Staffel nicht das Bedürfnis nach expliziten Sex-Momenten verspürten, ist das in Ordnung. Es sollte keine Brüste-per-Episode-Anforderung geben, die Geschichte steht an erster Stelle."

Ein weiterer User bekundet bei "Reddit", dass er die erste Staffel zwar insgesamt besser fand, aber dennoch darauf hätte verzichten können, eine "animierte Frau zu sehen, der Champagner von den CGI-Brüsten geleckt" wird.

Fans diskutieren lebhaft über "Love, Death & Robots"

Allerdings gibt es auf der Seite auch Verteidiger des ersten, weniger prüden "Love, Death & Robots"-Kapitels. "Function_Fighter" beispielsweise bezieht sich auf die teils vertretene Auffassung, nackte Haut müsse der Story immer etwas hinzufügen. Der Nutzer erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Hauptfigur aus "The Witness" eine Prostituierte sei und Sex damit eben buchstäblich ihr Job ist. Demnach hält er es für vollkommen legitim, hier Szenen einzubauen, die nicht jugendfrei sind.

Schließlich bemerkt "Checkerszero", dass es in der neuen Staffel immerhin sehr wohl auch einen Penis zu bestaunen gibt, der sogar nur schwer zu übersehen ist. Im Hinblick auf die beliebte Episode "The Drowned Giant" stellt er fest: "Zwar einen riesigen, toten Penis, aber eben trotzdem einen Penis."

(ju)

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Experimentell inszenierte Filme, die dazu auch noch überwiegend in Schwarz-Weiß gehalten sind, ziehen nur selten die Aufmerksamkeit der breiten Masse auf sich. "Blond" ist aber eine aktuelle Ausnahme – über wohl keine anderen Netflix-Produktion (außer vielleicht "Dahmer") wird derzeit so heftig diskutiert. Doch der Ruhm ist eher zweifelhaft, denn in erster Linie hagelt es Kritik an dem Werk über das Leben von Marilyn Monroe.

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