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H&M prüft derzeit, ob seine Lieferketten die Herstellung von Schutzausrüstung hergeben. Bild: imago images / Jan Huebner/dpa/watson

H&M will medizinische Schutzkleidung produzieren – wahrscheinlich in China

In der Coronakrise werden Atemmasken und Schutzanzüge für das medizinische Personal langsam knapp. Aus China werden keine nachgeliefert – dort hatte das Virus seinen Ursprung, die Produktion wurde runtergefahren, der Markt kam zum Erliegen.

Die schwedische Modekette H&M will dem Mangel entgegenwirken und ihre Produktion auf medizinische Schutzkleidung umstellen. "Wir arbeiten intensiv daran, auszuwerten, was unsere Lieferkette leisten kann", teilte eine Sprecherin watson mit.

Schutzmasken vorrangig produziert

Wie schnell das passieren kann und wann die Schutzausrüstung in Deutschland ist, konnte H&M nicht sagen. Vorrangig sollen Schutzmasken produziert werden, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Auch der Produktionsort ist laut H&M-Sprecherin noch unklar.

"Es ist noch etwas früh zu sagen, wo die Produktion stattfinden wird, aber China wird voraussichtlich eines der Länder sein."

Jennifer Kaz, Sprecherin H&M Deutschland

Beliefert werden die Länder, "in denen die EU den größten Bedarf sieht, und zwar sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU", schreibt der Modekonzern auf Nachfrage von watson.

Modeunternehmen schwer getroffen

H&M ist von den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise betroffen. Das Unternehmen will in diesem Jahr seinen Anlegenden keine Dividende zahlen. Momentan seien 3441 der konzernweit 5062 Läden vorübergehend geschlossen seien, darunter alle Geschäfte in den größten Märkten wie Deutschland und den USA.

Am vergangenen Wochenende wurden zudem alle Filialen in Großbritannien zugemacht. H&M verwies zwar darauf, dass der Online-Shop weiterhin geöffnet habe. Doch hätten die Schließungen einen deutlich negativen Effekt auf den bisherigen Umsatz im März.

(lin/mit dpa)

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