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Lukas Podolski: Männer randalieren in seiner Eisdiele – Fußballer sauer auf Köln

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Lukas Podolski bei der Eröffnung seiner Eisdiele 2018. Bild: imago sportfotodienst / nordphoto
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Männer randalieren in Poldi-Eisdiele in Köln – Fußballer stinksauer auf die Stadt

03.07.2020, 11:03
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In einer Eisdiele am Kölner Heumarkt kam es am Donnerstagabend zu einem Polizeieinsatz. Nun wäre das so noch nicht besonders ungewöhnlich. Interessant ist die Sache vor allem wegen des Inhabers von "Ice Cream United": Das ist niemand Geringeres als Ex-Fußballnationalspieler und Weltmeister Lukas Podolski.

Der Pressesprecher der Kölner Polizei, Christoph Schulte, bestätigt den Einsatz gegenüber watson: "Es gab Streit mit zwei Männern, die im Laden Stress gemacht haben." Die Polizei habe die Männer vorübergehend in Gewahrsam genommen und Ermittlungen eingeleitet. Gegen beide sei Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt worden.

Podolski selbst spricht gegenüber dem "Express" von drei Personen. Diese hätten im Umfeld der Eisdiele Passanten angepöbelt. Ein Nachbar habe versucht, zu schlichten und die Lage zu beruhigen.

Dann sei die Situation eskaliert, "sie haben mit Tischen um sich geworfen und Krawall gemacht." Der "Express" berichtet weiter, der Betreiber (nicht Poldi selbst) habe sich mit einer Holzstange zu Wehr gesetzt.

Wutrede von Poldi über Lage in Köln

Poldi, der in Köln mehrere Eisdielen und einen Dönerladen betreibt, macht dann noch seinem Ärger Luft. Es sei nicht das erste Mal, dass so etwas passiert.

"Die Stadt sagt immer, sie kümmert sich um die Probleme, aber es kann doch nicht sein, dass an schönen Ecken Kölns Leute offen Drogen konsumieren, besoffen rumpöbeln und vieles mehr. Was für ein Bild gibt die Stadt denn da ab?"

Das seien Orte, wo viele Touristen unterwegs seien, wo sich auch die Kölner wohl und sicher fühlen wollten.

"Da muss endlich etwas passieren, da muss die Stadt auch mal durchgreifen. So kann es jedenfalls nicht weitergehen, diese Zustände sind nicht mehr haltbar."

Wie oft Poldi allerdings in der Stadt ist, um das zu beurteilen, ist nicht ganz klar. Im Winter wechselte er vom japanischen Club Visse Kobe zu Antalyaspor in die türkische Süper Lig. Beim vergangenen Spiel am 28. Juni gegen Gaziantep kam er allerdings weder zum Einsatz, noch war er überhaupt im Kader. Zuletzt gespielt hat er am 22. Juni. Gut möglich also, dass er bereits seit Längerem wieder in Köln weilt.

(om)

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