In this Oct. 7, 2014, photo, men in boots move through blood from a bowhead whale as they finish with the butchering process on a field near Barrow, Alaska. After a whale is divided and shared, blood and some remains are hauled off farther from town. (AP Photo/Gregory Bull) |

Bild: AP

Tierschützer klagen an – Island soll ersten Blauwal seit 40 Jahren getötet haben

Schwere Vorwürfe von Tierschutzorganisationen: Sie werfen Islands Walfangflotte vor, zum ersten Mal seit 40 Jahren wieder einen Blauwal erlegt zu haben. 

Islands Walfänger wiesen die Anschuldigungen zurück. Es handle sich bei dem am vergangenen Wochenende erlegten Tier Nummer 22 um eine Kreuzung aus einem Blau- und einem Finnwal, erklärten sie. Kristjan Loftsson vom Walfangunternehmen "Hvalur" sagte: 

"Einen Blau- von einem Finnwal zu unterscheiden ist unmöglich."

Kristjan Loftsson, Walfänger

Loftsson kündigte einen Gentest an, um die Herkunft des Tieres zu beweisen. 

Tierschutzorganisationen hielten ihre Vorwürfe aufrecht. "Von den Bildern, die wir haben, hat das Tier alle Charakteristika eines Blauwals", sagte Philip Clapham von der US-Behörde NOAA der BBC.

Die Biologin Ellen Coombs vom University College London sagte der Zeitung "Independent":  "Jetzt ist die beste Zeit, um Blauwale vor Island zu sehen."

Die Forscherin jagt mit dem Fotoapparat

Die Umweltschutzorganisation WWF kritisierte Islands Vorgehen. "Das ist barbarisch und überflüssig. Island fängt unter Artenschutz stehende, bedrohte Wale und verkauft das Fleisch an Japan, weil der dortige Markt angeblich danach verlangt. Tatsächlich vergammeln in Japan Berge von Walfleisch, weil die Nachfrage immer weiter sinkt", sagte Roland Gramling, Sprecher Artenschutz beim WWF Deutschland, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Island hatte den Walfang nach zwei Jahren Pause im Sommer wiederaufgenommen. Blauwale sind seit 1966 geschützt, sollte es sich bei dem erlegten Tier tatsächlich um einen Blauwal handeln, wäre es die erste dokumentierte Jagd seit 40 Jahren.

(per)

USA lockern Corona-Regeln für Geimpfte – Lage jedoch weiter "sehr ernst"

Angesichts großer Fortschritte bei den Corona-Impfungen sollen in den USA wieder etwas mehr soziale Kontakte möglich werden. Nach neuen Empfehlungen der Gesundheitsbehörde CDC, die am Montag veröffentlicht wurden, können voll geimpfte Menschen in geschlossenen Räumen in kleinen privaten Runden nun wieder ohne Maske und ohne Mindestabstand zusammenkommen. Auf gleiche Weise können sie sich auch mit Ungeimpften treffen - sofern diese nicht zu einer Risikogruppe gehören, etwa wegen …

Artikel lesen
Link zum Artikel