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Was hilft schnell gegen Sodbrennen? Einfache Tricks und Hausmittel

Personen mit regelmäßigem Sodbrennen versuchen sich oft mit verschiedenen Hausmitteln zu helfen.
Personen mit regelmäßigem Sodbrennen versuchen sich oft mit verschiedenen Hausmitteln zu helfen. Bild: pexels / Pavel Danilyuk
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Banane oder Milch mit Honig: Was hilft wirklich gegen Sodbrennen?

04.06.2024, 12:42
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Wenn das Wochenende vor der Tür steht, heißt es für Jung und Alt im Sommer häufig: Ab in den Biergarten oder in den Park! Es wird gegrillt, spritzige Kaltgetränke werden ausgeschenkt und auf einer Picknickdecke ein frischer Zitronenkuchen drapiert.

Was nach dem perfekten Sommertag klingt, bereitet vielen allerdings schon beim Zuhören Magenschmerzen, oder besser: Schmerzen in der Speiseröhre. Denn vor allem säurehaltige Getränke oder Lebensmittel lösen bei einigen heftiges Sodbrennen aus.

Wir erklären dir, was tatsächlich dahinter steckt, welches Hausmittel hilft und was du langfristig tun kannst, wenn dein Summer-Feeling auch regelmäßig von Sodbrennen bedroht ist.

Die häufigsten Symptome bei Sodbrennen

Sodbrennen an sich ist keine tatsächliche Krankheit, sondern meist selbst ein Symptom anderer Leiden wie etwa einer Refluxkrankheit. Wie der Name schon sagt, ist die Hauptbeschwerde von Betroffenen ein brennendes Gefühl in der Brust.

Wie im Verbraucherportal des Bundesgesundheitsministeriums ausführt, kommen häufig auch Schmerzen im Oberbauch, gepaart mit Blähungen oder Magendruck, dazu. Betroffene klagen demnach auch oft über leichte Halsschmerzen und Heiserkeit.

Letztere rühren daher, dass der Magensaft nachts in den Rachen fließen kann und dort Stimmbänder und Schleimhäute reizt.

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Ein charakteristisches Symptom für Sodbrennen ist zudem saures Aufstoßen. Durch aufsteigende Magensäure ähnelt das Gefühl von Sodbrennen häufig dem kurz vor dem Erbrechen.

Die Ursachen von Sodbrennen

Tatsächlich kann Sodbrennen auch durch eine allgemeine Überempfindlichkeit des Verdauungstraktes ausgelöst werden. Häufig klagen Personen in Folge längerer Magen-Darm-Erkrankungen über die entsprechenden Beschwerden.

Doch auch allgemeine Verhaltensweisen im Alltag und eine bestimmte Ernährung können regelmäßiges Sodbrennen hervorrufen. Dazu zählen unter anderem:

  • Konsum von Alkohol und Nikotin
  • scharfe, fettigen oder sauren Lebensmitteln
  • säurehaltiges Obst und Gemüse
  • kohlensäurehaltige Getränke
  • koffeinhaltige Getränke
  • regelmäßige Einnahme von Medikamenten, vor allem Antibiotika und Schmerztabletten
  • dauerhafter Stress und mentale Belastung

Durch diese verschiedenen Faktoren wird häufig eine Überproduktion von Magensäure begünstigt. Außerdem können auch bestimmte Muskeln im Verdauungstrakt geschwächt werden, sodass Nahrung langsamer von der Speiseröhre weiter transportiert wird und länger im Magensaft liegt. Dies macht sich durch saures Aufstoßen bemerkbar.

Sodbrennen ist in der Schwangerschaft besonders häufig

Dieses Phänomen tritt häufig auch bei Schwangeren auf, die vorher nie mit Sodbrennen zu kämpfen hatten. Grund ist die übermäßige Produktion der Hormone Progesteron und Östrogen. Diese vermeiden vorzeitige Wehen, entspannen aber auch den Rest der Muskulatur.

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Vor allem Schwangere leiden häufig unter Sodbrennen. Bild: pexels / MART PRODUCTION

Häufig tritt Sodbrennen in der Schwangerschaft vor allem im dritten Trimester auf. Je größer das Kind wird, umso stärker drückt es auf die Gebärmutter und die umliegenden Verdauungsorgane und damit auch auf Magen und Speiseröhre.

Expert:innen der Techniker Krankenkasse führen hierzu aber an, dass die Beschwerden meist mit der Entbindung nachlassen. In jedem Fall gibt es aber ein paar einfache und günstige Hausmittel, die allen Betroffenen von Sodbrennen sofort Hilfe bieten.

Was hilft wirklich gegen Sodbrennen?

Am einfachsten lässt sich gegen Sodbrennen mit einer angepassten Ernährung reagieren. Die entsprechenden Risiko-Lebensmittel solltest du im besten Fall gar nicht mehr essen.

Auf Cola, Mate, und Alkohol gilt es bei anhaltendem Sodbrennen also erstmal verzichten. Auch scharfe und frittierte Lebensmittel sind für Betroffene erstmal ein No-Go. Das gilt auch fürs Rauchen.

Am einfachsten kannst du gegen die Beschwerden mit Wasser vorgehen. Über den Tag verteilt genug zu trinken, hilft die Magensäure zu verdünnen.

Bei Sodbrennen kommt es vor allem auf die Wahl der Getränke an.
Bei Sodbrennen kommt es vor allem auf die Wahl der Getränke an. Bild: pexels / cottonbro studio

Der Berufsverband Deutscher Internisten empfiehlt zudem, lieber häufigere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen als wenige große. Durch einen überfüllten Magen wird sonst mehr Magensäure gebildet und Sodbrennen weiter begünstigt.

Hausmittel gegen Sodbrennen: Banane oder Milch mit Honig?

Es gibt allerdings auch einige Hausmittel, die bei Sodbrennen sofort gegen die Beschwerden helfen. Zum einen empfiehlt sich wie bei fast allen Magen-Darm-Beschwerden eine Tasse Tee, am besten Pfefferminze oder Kamille.

Außerdem hilft es bei wiederkehrendem Sodbrennen, vor allem Lebensmittel mit einem hohen Stärkegehalt zu essen. So binden Bananen, Kartoffeln und Zwieback die überschüssige Magensäure und lindern schnell die Beschwerden.

Bananen sind insgesamt ein geeignetes Hausmittel bei häufigem Sodbrennen. Ein enthaltener Stoff regt im Magen die Schleimproduktion an und hilft so, einen Schutzfilm aufzubauen. Der hohe Kaliumgehalt hebt zudem den ph-Wert an und neutralisiert so die Magensäure.

Viel Eiweiß und Hülsenfrüchte können zusätzlich bei der langfristigen Bekämpfung von Sodbrennen unterstützen. Ein Glas Milch mit Honig ist also kein Mythos, die Verträglichkeit sollte aber individuell überprüft werden.

Mitunter raten Expert:innen auch zu einem Aufguss mit Leinsamen. Dieser hilft laut "Ärzte-Zeitung" am besten, wenn man die Leinsamen über Nacht in Wasser einweichen lässt und den Mix in kleinen Portionen über den Tag verteilt trinkt.

Hält Sodbrennen länger als eine Woche an, sollten die Beschwerden dringend mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden. Neben dem Risiko einer langfristigen Entzündung der Speiseröhre ist in diesem Fall auch eine chronische Refluxkrankheit nicht auszuschließen.

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