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Apple Vision Pro: Forscher warnen vor unheimlichen Nebenwirkungen der VR-Brille

File - The Apple Vision Pro headset is displayed in a showroom on the Apple campus in Cupertino, Calif., after it's introduction at the company's annual developers conference, Monday, June 5 ...
Schon jetzt tragen viele Menschen in den USA die Vision Pro, sogar auf der Straße.Bild: AP / Jeff Chiu
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Apple Vision Pro: Forscher warnen vor unheimlichen Nebenwirkungen

15.02.2024, 17:51
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Nach fast einem Jahrzehnt hat Apple einen neuen Schritt gewagt und eine komplett neue Produktkategorie auf den Markt gebracht. In den USA gibt es die neue VR-Brille Vision Pro seit dem 2. Februar. Mit dieser macht Apple auch Meta Konkurrenz, die mit der Quest 3 den Kund:innen durch eine eigene VR-Brille eine virtuelle Realität bietet.

Wann die Apple Vision Pro in Deutschland offiziell erhältlich sein wird, ist nicht bekannt. In den USA hingegen ist die 3499 Dollar-Brille kurz nach dem Verkaufsstart schon bei einigen in regem Gebrauch. Auch auf der Straße laufen Menschen mit der Vision Pro auf den Augen herum.

Wird ein VR-Headsets jedoch zu oft getragen, kann das laut Forscher:innen unangenehme Folgen haben.

Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen: Forscher testen VR-Brille über Tage

Sie sagen: Wenn man lange so eine Brille trägt, kann das zu einer veränderten Wahrnehmung führen. Es gebe viele Menschen, die das Gerät viele Stunden lang tragen, erklärt Jeremy Bailenson, Leiter des Virtual Human Interaction Lab in Stanford laut "Business Insider": "Und alles verstärkt sich in großem Maßstab."

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Virtual Reality kann zum Beispiel kurzfristig dazu führen, dass Menschen Entfernungen falsch wahrnehmen. Virtuelle Umgebungen mit ihrer geringeren Auflösung und synthetischen 3D-Darstellung sollen das noch verschlimmern. Auch können sich Objekte verzerren, vor allem bei Bewegung des Kopfes. Alles bekannte Probleme, wie die Expert:innen berichten.

Bailensons Team hat Apple Vision Pros und Quests aber tagelang getragen. Bei einem so langen Zeitraum würden die Probleme viel schlimmer. Die Folgen: Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen. Zudem sollen alle Testpersonen einen Entfernungs- und Verzerrungseffekt gespürt haben. Sie hatten zum Beispiel Probleme, Essen zum Mund zu führen, heißt es.

Reale Welt kann falsch aussehen

Gehirne und Muskeln würden sich zwar anpassen, eine Lösung sei das aber kaum. Durch eine lange Tragedauer gewöhnt sich der Mensch zwar an diese veränderte Wahrnehmung. Das hat aber zur Folge, dass die reale Welt falsch aussieht. So müsse man sich dann erst einmal anpassen, wenn man die Brille wieder abnimmt.

"Wir werden die gemeinsame Basis verlieren."
Jeremy Bailenson

Durch das Passthrough-Video, bei dem die Außenwelt durch Kameras aufgenommen und wiedergegeben wird, sollen andere, reale Menschen unwirklich gewirkt haben. Aus der Nähe sollen sie wie Avatare ausgesehen haben. Aus der Ferne hingegen wurden sie einfach ein Teil des Hintergrunds. Bailenson warnt: Es entstehe so ein Gefühl der sozialen Abwesenheit.

Auch heute lebe zwar jeder Mensch in seiner eigenen Wahrnehmung, doch sei man sich über gemeinsame Nenner (wie eben Entfernungen) einig. Bailenson glaubt, dass diese durch die Verwendung von VR-Headsets verschwinden können. "Die Menschen werden sich am selben Ort befinden und gleichzeitig visuell unterschiedliche Versionen der Welt erleben. Wir werden die gemeinsame Basis verlieren."

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