Leben
Digital

Whatsapp: Neue Funktion wohl Sicherheitsrisiko – Experten schlagen Alarm

ARCHIV - Whatsapp h
Whatsapp ist verpflichtet, sich für andere Messenger zu öffnen.Bild: dpa / Zacharie Scheurer
Digital

Neue Whatsapp-Funktion wohl Sicherheitsrisiko: Experten schlagen Alarm

17.03.2024, 08:21
Mehr «Leben»

Whatsapp ist trotz zahlreicher Konkurrenten wie Threema oder Signal immer noch sehr beliebt. Doch für genau diese Konkurrenten muss sich das Meta-Programm öffnen. Der Grund ist das Gesetz über digitale Märkte (Digital Market Acts), nachdem die Europäische Union Whatsapp als "Gatekeeper" eingestuft hat.

Das bedeutet: Wer Whatsapp nutzt, soll von einer neuen Funktion profitieren und auch Nachrichten von anderen Messenger-Diensten empfangen können. Expert:innen warnen vor der neuen Funktion. Denn: Die Interoperabilität hat offenbar nicht nur Vorteile.

Watson ist jetzt auf Whatsapp
Jetzt auf Whatsapp und Instagram: dein watson-Update! Wir versorgen dich hier auf Whatsapp mit den watson-Highlights des Tages. Nur einmal pro Tag – kein Spam, kein Blabla, nur sieben Links. Versprochen! Du möchtest lieber auf Instagram informiert werden? Hier findest du unseren Broadcast-Channel.

Whatsapp: Selbst Meta hat Sicherheitsbedenken

Whatsapp steht bei der Öffnung für andere Anbieter vor der Herausforderung, wie die Verschlüsselung von Nachrichten gesichert bleiben soll. Das Problem liegt darin, dass die Messenger-Dienste dabei unterschiedlich vorgehen und die sichere Übertragung von Nachrichten zwischen verschiedenen Anbietern technisch gar nicht so einfach ist.

Expert:innen, wie zum Beispiel die EFF (Electronic Frontier Foundation), befürchten, dass die neue Funktion zu Sicherheitsrisiken führen könnte.

Whatsapp nutzt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Es besteht aber die Gefahr, dass diese teilweise oder sogar ganz aufgehoben werden könnte. Sogar Meta selbst betont, wie schwierig es ist, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aufrechtzuerhalten, wenn Nachrichten zwischen verschiedenen Messenger-Apps hinweg versendet werden.

Expert:innen raten dazu, nur bei Bedarf über Drittanbieter zu kommunizieren. Ansonsten rate man dazu, bei Ende-zu-Ende-verschlüsselten Messengern zu bleiben und auch keine Mischvarianten zu benutzen, berichtet "Futurezone".

Whatsapp muss sich öffnen – andere Messenger müssen nicht mitmachen

Das Öffnen von Nachrichten von Whatsapp für andere Messenger ist für die Nutzer:innen freiwillig. Sie müssen die Funktion zunächst auch erst einmal selbst aktivieren.

Whatsapp ist verpflichtet, seinen Dienst zu öffnen. Aber: Andere Messenger müssen sich nicht darauf einlassen. Threema und Signal haben dem auch schon eine Absage erteilt. Der Grund: Auch für sie steht der Datenschutz und die Verschlüsselung im Vordergrund.

Ein Sprecher von Threema erklärte gegenüber "Heise online": "Der Hauptgrund liegt darin, dass unsere Sicherheits- und Datenschutz-Standards nicht damit vereinbar sind." Eine mögliche Verbindung mit Whatsapp kommt für das Unternehmen demnach nicht in Frage. "Wir können und wollen von diesen Standards nicht abweichen – sie sind, was Threema ausmacht."

Signal äußert sich ähnlich. "Unsere Messlatte für den Schutz der Privatsphäre liegt extrem hoch, und wir werden sie nicht nur nicht senken, sondern wollen sie immer weiter anheben", erklärte Signal-Präsidentin Meredith Whittaker. "Derzeit würde eine Zusammenarbeit mit Facebook Messenger, iMessage, WhatsApp oder auch mit einem Matrix-Dienst eine Verschlechterung unserer Datenschutzstandards bedeuten."

Handy-Ticket, aber Akku leer: So reagieren Bus, Bahn, Airline und Hotel

Beim Ticket-Kauf vor Reisen entscheiden sich viele Menschen für die digitale Variante. Sei es bei der Deutschen Bahn, dem öffentlichen Nahverkehr, bei Buchungen im Hotel oder bei Reisen mit dem Flugzeug.

Zur Story