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Phishing: Sparkasse warnt Kunden vor Betrugsversuch per Brief

ARCHIV - 13.03.2017, Mecklenburg-Vorpommern, Sassnitz: Blick auf das Logo und den Schriftzug "Sparkasse" in Sassnitz auf der Insel R
Kund:innen der Sparkasse sollten sich aktuell vor Betrugsversuchen in Acht nehmen.Bild: dpa-Zentralbild / Stefan Sauer
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Sparkasse warnt: fiese Betrugsversuche per Brief

08.07.2024, 07:55
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Täglich versuchen Cyber-Kriminelle mit Phishing-Attacken an sensible Daten ihrer arglosen Opfer zu kommen. Im schlimmsten Fall gelingt es ihnen dabei auch Geld zu erbeuten.

Die Phishing-Mails werden immer ausgeklügelter und sind selbst für User:innen mit vermeintlich hohen Online-Kompetenzen häufig nicht als Betrugsversuch zu erkennen. Eine aktuelle Umfrage der Initiative Sicher Handeln zeigt, dass sich vor allem junge Menschen leicht hereinlegen lassen.

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Nur jeder zweite 18- bis 24-Jährige erkennt demnach Anzeichen auf Phishing wie die Aufforderung zur Herausgabe sensibler Daten. Bei den über 55-Jährigen tun dies acht von zehn Menschen.

Aktuell warnt die Sparkasse vor einem besonders perfiden Täuschungs-Versuch. Denn die Phishing-Nachricht kommt in diesem Fall nicht wie meist üblich per Mail, sondern ganz altmodisch als Brief.

Sparkassen-Kunden im Visier von Online-Betrügern

Die Sparkasse warnt aktuell vor einer fiesen Betrugsmasche. Denn ihre Kundschaft wird gerade vermehrt ins Visier von Kriminellen genommen. Konkret geht es um Briefe, die im Namen des Sparkassen- und Giroverbandes zur Aktualisierung von Kundendaten aufrufen.

Die Briefe sind besonders schwer als Phishing-Versuch zu enttarnen, da sie direkt an die Empfänger:innen gerichtet sind. Üblicherweise sind die Nachrichten durch eine unpersönliche Anrede zu erkennen. Ein Logo der Sparkassen Finanzgruppe im Briefkopf verleiht dem Schreiben zusätzliche Authentizität.

So sehen die Briefe aus, die im Namen der Sparkasse verschickt werden.
So sehen die Briefe aus, die im Namen der Sparkasse verschickt werden. bild: sparkasse

In dem Brief werden angebliche gesetzliche Richtlinien angeführt, die eine regelmäßige Überprüfung der Identität der Kundschaft erforderlich mache. Das Schreiben fordert die Lesenden dazu auf, einen QR-Code zu scannen, der auf eine Internetseite weiterleitet. Dort sollen die Bank-Kund:innen ihre Daten eingeben.

Wie bei Phishing-Versuchen üblich, gibt der Brief einen dringenden Handlungsbedarf vor. Der Prozess müsse bis zu einem bestimmten Stichtag durchlaufen werden, anderenfalls werde der Zugang zum Online-Banking eingeschränkt.

Die Sparkasse warnt deutlich: "Bitte geben Sie keine Daten auf den Phishing-Seiten ein. Ihre Daten könnten ansonsten von Betrügern missbraucht werden, zum Beispiel für die Durchführung von betrügerischen Transaktionen oder um Sie im Namen Ihrer Sparkasse anzurufen."

Sollten Kund:innen der Bank bereits den Aufforderungen der Kriminellen nachgekommen sein, bittet die Sparkasse darum, sich umgehend bei der örtlichen Filiale zur Sperrung der Bankkarte und des Online-Bankings zu melden.

Initiative gibt Tipps im Umgang mit Phishing

Im Umgang mit Phishing-Mails gibt es in der Bevölkerung noch reichlich Lernbedarf, wie die Umfrage der Initiative sicher handeln zeigt. Demnach fühlen sich nur ein Drittel der Befragten gegen Phishing-Angriffe gewappnet. Jede:r Vierte ist schon einmal auf einen Betrugsversuch hineingefallen, 10 Prozent erlitt dabei auch finanziellen Schaden.

Zum Schutz empfiehlt die Initiative die sogenannte SHS-Regel: Das steht für Stoppen, Hinterfragen und Schützen. Bei Auffälligkeiten solle man Innehalten und die geforderte Maßnahme hinterfragen. Ist etwas verdächtig, sollte das betroffene Unternehmen in Kenntnis gesetzt werden. Außerdem sei es wichtig, im Freundes- und Familienkreis über Phishing aufzuklären.

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