Aldi und Lidl haben sich entschieden, wie sie ab 1. Januar ihre Preise gestalten.
Aldi und Lidl haben sich entschieden, wie sie ab 1. Januar ihre Preise gestalten.Bild: www.imago-images.de / bMANUEL GEISSER

Richtungsweisende Entscheidung: So gehen Aldi und Lidl mit Ende der Mehrwertsteuersenkung um

29.12.2020, 11:24

Der Preiskrieg, der seit einiger Zeit zwischen den führenden Discountern Aldi und Lidl tobt, geht in eine neue Runde. Mit Spannung war erwartet worden, wie die beiden Marktführer mit der Tatsache umgehen würden, dass ab 1. Januar nicht mehr der ermäßigte Mehrwertsteuersatz, sondern wieder der normale gilt. Würden sie die Preise wieder anheben? Oder bliebe erstmal alles beim Alten?

Entscheidung steht

Nun steht fest: Die Discounter haben sich entschieden. Sowohl Aldi als auch Lidl werden direkt zum 2. Januar die Preise wieder auf das vorherige Niveau anheben. Das ist den Januar-Prospekten der beiden Discounter zu entnehmen. Dort sieht man auch, dass es ein Comeback der Preise mit 9er-Endungen gibt.

Gut zu sehen: Ab Januar gibt es ein Comeback der sogenannten Schwellenpreise (19,99).
Gut zu sehen: Ab Januar gibt es ein Comeback der sogenannten Schwellenpreise (19,99). Bild: screenshot lidl

Aldi bestätigt die Maßnahme gegenüber der "Lebensmittelzeitung". Die Bundesregierung habe die Mehrwertsteuersenkung bis zum 31. Dezember 2020 begrenzt, deshalb werde man die Preise zu Jahresbeginn wieder entsprechend anpassen, wird dort ein Sprecher zitiert. Der Discounter gibt zudem an, einen dreistelligen Millionenbetrag in die Aufrundung des Preisnachlasses auf pauschal 3 Prozent investiert zu haben.

Konkurrenten entscheiden kurzfristig – oder anders

Andere Einzelhändler wollen sich kurzfristiger entscheiden. So erklärte der dm-Geschäftsführer Christoph Werner der "Lebensmittelzeitung", erst kurzfristig zu entscheiden, ob und wie die Preise angepasst werden. Mit dem kleinsten Discounter Deutschlands, Netto Nord (nicht zu verwechseln mit dem gelb-roten Netto, der zu Edeka gehört), hat bisher erst ein Anbieter angekündigt, seine Preise unverändert zu lassen – zumindest bis 10. Januar.

(om)

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