Aldi Nord bringt neue Produkte ins Sortiment.
Aldi Nord bringt neue Produkte ins Sortiment.Bild: dpa / Rolf Vennenbernd

Diese Produkte verkauft Aldi Nord von Rapper Xatar

21.11.2021, 07:39

Rapper Xatar verkauft bei Aldi Nord seine Haval Köfte und nimmt damit auf seine Zeit im Gefängnis Bezug.

Auf die Frage, was Xatar als Erstes machen wird, sobald er nach acht Jahren aus dem Gefängnis kommt, antwortete er im Jahr 2013: "Ein Köfte-Spieß erstmal, mit gar kein reden auch so. Haval gib mir einfach nur einen Köfte-Spieß." Die Szene aus dem Interview wurde zu einem gefeierten Meme, und dann zur Realität.

"Haval Köfte" bei Kaufland und Aldi

Nach der Freilassung des Musikers eröffnete dieser einen Köfte Laden in Bonn mit dem Namen "Haval-Köfte". Im Sommer 2021 fand er den ersten Abnehmer für seine Produkte. Bei Kaufland liegt seitdem "Haval Köfte" und die vegetarische Version "Haval Falafel" in den Tiefkühltruhen. Seit dem 15. November gibt es die Tiefkühlwaren auch bei Aldi Nord zu kaufen.

Werbevideo auf TikTok

Für die Bewerbung der Produkte setzen Aldi Nord und der Rapper auf ihre hohe Anzahl an TikTok-Followern. Zusammengerechnet haben beide Accounts insgesamt 700.000 Follower, sodass der Spot viele Views generiert. Auch auf Instagram ist das Video auf dem Profil von Aldi Nord zu finden und wird im Netz in der Kommentarspalte unter dem Post dafür gefeiert.

Bekannte Interview-Szene aufgegriffen

Das eingangs beschriebene ZDF-Kultur-Interview wird in dem Werbespot aufgegriffen. Jedoch fragt anstelle der Journalistin Xatar eine Aldi-Mitarbeiterin, was das Erste sei, dass sie nach Feierabend tue. Diese antwortet wie der Rapper acht Jahre zuvor: "Ich geb mir erstmal Kebab. So einen schönen Köftespieß".

Kritik an Kooperation

Einige kritische Stimmen werden wegen der Produktkooperation zwischen dem Rapper und Aldi Nord laut. Es herrscht Unverständnis, weshalb sich der Lebensmitteldiscounter auf eine Zusammenarbeit mit einem umstrittenen Musiker mit krimineller Vergangenheit eingelassen habe. Xatar war wegen eines Überfalls auf einen Geldtransporter im Jahr 2009 verhaftet worden.

So bezeichnet in den Kommentaren zum Spot auf Instagram ein User die Aldi-Kampagne als "komplett niveaulos". Ein anderer fragt, wie der Supermarkt sich mit "diesem Verbrecher" einlassen könne. Doch der Grundtenor in den Kommentaren ist positiv und die Nutzer und Nutzerinnen feiern den Spot, es hagelt Flammen-Emojis und Respektbekundungen für die ungewöhnliche Kooperation.

(cli)

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