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Italien-Urlaub: Auswärtiges Amt warnt mit Hinweis für Touristen-Regionen

ARCHIV - 26.07.2023, Italien, Altofonte: Ein Löschflugzeug wirft Wasser über einem Waldbrand auf einem Berg in Sizilien ab. (zu dpa: «Waldbrand in Süditalien: Feriendorf evakuiert») Foto: Alberto Lo B ...
Waldbrände drohen in vielen Regionen Italiens. Das Auswärtige Amt ermahnt Touristen zur Vorsicht.Bild: LaPresse/AP / A. Lo Bianco
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Waldbrandgefahr: Auswärtiges Amt warnt vor Urlaub in Italien

04.08.2024, 14:05
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Immer mal wieder finden sich die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts im Zentrum der Schlagzeilen. Vor der Reise in rund 40 Länder rund um den Globus warnt die deutsche Auslandsbehörde zurzeit. Und mit jeder neuen Krise kommt ein neues Land hinzu.

Auf der Liste der betroffenen Länder stehen übliche Verdächtige wie die kriegsgebeutelten Staaten Syrien, Ukraine und Somalia. In Russland droht Deutschen die Geiselnahme durch das Regime, in Mali und Jemen durch Terroristen.

Und während der Corona-Pandemie war so gut wie jedes Land zwischendurch als Hochrisikogebiet deklariert. Das Auswärtige Amt weist aber auch auf Krisen hin, die nicht akut Lebensgefahr bedeuten. Aktuell warnt die Behörde vor Urlaub in einem Land, das Millionen von Deutschen jedes Jahr besuchen.

Italien: Reisewarnung und "Dürrewarnstufe rot" in Sizilien

Die Rede ist von Italien. Denn während die Apenninhalbinsel mit Sonne, Strand, gutem Essen und Kultur lockt, gleichen große Teile des Landes einem Pulverfass. Dabei sind es nicht politische Unruhen, von denen in dem Staat Gefahr ausgeht. Brandgefährlich ist aktuell eine Dürre.

Italien ist Teil des Gebiets in Südeuropa, das seit Wochen von einer Hitzewelle geplagt wird. Schon seit Jahren zehren intensive Landwirtschaft und die globale Klimakrise an den Grundwasserbeständen zwischen Mailand und Palermo. Nun strapazieren Dauerhitze und ausbleibende Regenfälle die angespannte Situation weiter.

In Teilen des Landes gilt aktuell die "Dürrewarnstufe rot". Das Nationalinstitut für Umweltschutz und Forschung (ISPRA) verweist dabei auf gesunkene Reservoirs und einen akuten Wassermangel in elf Regionen in Süd- und Mittelitalien. Die Sorge vor verheerenden Waldbränden ist groß.

Italien-Urlaub: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen südlich der Toskana

Wie mit dem Lineal gezogen trennt die Dürrelinie Norditalien ab der Toskana in "gefährdet" und "ungefährdet". Dabei steigt die Gefahr nach Süden zunehmend. Entsprechend alarmiert sind die Behörden auf der beliebten Urlaubsinsel Sizilien. Hier gilt die höchste Warnstufe für das bereits schwer vom Klimawandel belastete Gebiet.

Sizilien gilt als kultureller Hotspot an den Stiefelspitze Italiens. Mit Städten wie Palermo und Catania, dem Vulkan Ätna und sieben Unesco Welterbestätten sowie garantiertem Sonnenschein lockt die Insel jährlich rund fünf Millionen Besucher ans Mittelmeer. Furcht herrscht auf Sizilien nicht nur vor Waldbränden, sondern auch vor einem Ausbleiben von Tourist:innen.

Italien, Waldbrand in Fumone bei Rom Large Fire In Fumone FR, 2 Rescue Vehicles Destroyed By Flames A Fire Brigade fire engine and another rescue vehicle are being seriously damaged by flames during o ...
In der Region Latium sorgten Brände jüngst für Verheerungen.Bild: IMAGO/NurPhoto

In zehn weiteren italienischen Regionen gilt die zweithöchste Warnstufe, "orange": Marken, Umbrien, Molise, Latium, Abruzzen, Apulien, Kampanien, Kalabrien, Basilikata und Sardinien. Auch hier warnt das Auswärtige Amt vor Schaden für Leib und Leben.

Die neuen Hinweise der Behörde haben allerdings keine konkreten rechtlichen Folgen für Deutsche in Italien. Anders sieht es bei Reisewarnungen des Auswärtigen Amt aus: sie gelten als offizieller Appell an die Bundesbürger:innen zur Vorsicht oder gar zum Rücktritt von geplanten Reisen.

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Doch eine offizielle Reisewarnung ist nicht nur eine Mahnung zur Vorsicht. Sie kann auch rechtliche Konsequenzen haben. So können Tourist:innen in bestimmten Fällen einer Reisewarnung, ohne eine Entschädigung zahlen zu müssen, bereits gebucht Pauschalreisen stornieren.

Das gilt aber nur, wenn "unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände" am Reiseziel vorherrschen. Dabei klären Gerichte im Einzelfall, was als "unvermeidbar und außergewöhnlich" einzustufen ist. Auf seiner Homepage rät das Auswärtige Amt Betroffenen, sich an ihren Reiseanbieter oder einen Rechtsbeirat zu wenden.

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