Transparenzhinweis
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In Griechenland läuft der Tourismus gerade auf Hochtouren – so hoch, dass sich 2025 über 40 Millionen internationale Gäste ankündigen. Zum Vergleich: Das Land hat nur rund zehn Millionen Einwohner:innen. Das heißt im Klartext: Auf eine Griechin kommen im Schnitt vier Tourist:innen.
Besonders hart trifft es dabei die Inseln: Auf Rhodos etwa übernachten statistisch gesehen 117 Gäste pro Einheimischem – jedes Jahr. Klingt erst einmal gut fürs Geschäft, das ist es aber nicht unbedingt fürs tägliche Leben. Denn mit dem Ansturm steigen auch die Preise für Unterkünfte – die sich die Einheimischen selbst nicht leisten können.
Der Massentourismus treibt, wie das Fachportal "Reisereporter" schreibt, in Griechenland die Preise in die Höhe. In der Hochsaison kostet eine Woche im Strandhotel auf Rhodos schon mal zwischen 1000 und 2000 Euro – für ein Doppelzimmer, wohlgemerkt. Auch auf Santorini kostet eine Woche mindestens 800 Euro und bis zu 4000 Euro.
Und nein, auch Airbnbs sind keine günstige Lösung. Im Gegenteil: Griechenland gehöre demnach laut Daten des Marktforschungsunternehmens AirDNA zu den fünf teuersten Ländern Europas, wenn es um Airbnb-Unterkünfte geht.
Die Preise für Unterkünfte aller Art seien somit in den vergangenen Jahren durch das boomende Geschäft mit dem Massentourismus in die Höhe geschossen.
Für die griechische Bevölkerung heißt es gerade deshalb: Urlaub? ξεχάστε το! Beziehungsweise: Vergiss es! Laut Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat geben 46 Prozent der Menschen in Griechenland an, sich nicht einmal eine Woche Ferien im Jahr leisten zu können
Damit liegt das Land demnach auf Platz zwei in der EU, nur Rumänien ist noch schlechter dran.
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Andererseits ist das nach der griechischen Finanzkrise Anfang der 2010er Jahre aber auch kein Wunder. Während die Kaufkraft laut "Reisereporter" 2009 noch bei 92 Prozent des EU-Durchschnitts lag, sind es heute nur noch 70 Prozent.
Das Durchschnittseinkommen lag demnach im ersten Jahresquartal bei rund 1415 Euro brutto – die Hälfte der Privatangestellten verdiente sogar unter 1000 Euro.
Die Rechnung scheint daher einfach: Durch die ausländischen Urlauber:innen steigen die Preise auf ein internationales Niveau, welches sich die vergleichsweise armen Griech:innen selbst nicht leisten können.
Und wenn doch, dann nur kurz oder bei Verwandten. Über die Hälfte der griechischen Haushalte plane laut des Marktforschungsinstituts IELKA in diesem Jahr überhaupt keine Ferien.
Hotels oder Pensionen? Laut "Reisereporter" für nur zehn Prozent der Griech:innen überhaupt eine Option.
Auch der Transport ist alles andere als günstig: Eine Fähre von Piräus nach Syros – hin und zurück, mit Auto und drei Personen – kostet satte 488 Euro. In Spanien zahle man für eine vergleichbare Strecke von Barcelona nach Ibiza gerade mal ein Drittel des Preises.