SOCHI, RUSSIA - APRIL 22, 2022: A customer holds a glass during a wine tasting event at a SimpleWine wine store of Simple Group, one of Russia s leading importers of wine, spirits and non-alcoholic dr ...
Die Preise für Qualitätsweinen werden um etwa 30 Prozent ansteigen, sagt der Verband Deutscher Prädikatsweingüter voraus.Bild: www.imago-images.de / imago images
Wirtschaft

Verband: Deutscher Wein wird deutlich teurer

25.04.2022, 19:28

Nachdem in letzter Zeit die Preise zahlreicher Grundnahrungsmittel in die Höhe geschossen sind, ist nun auch ein beliebtes Luxusprodukt von drastischen Preiserhöhungen betroffen. Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) hat bekannt gegeben, dass durch steigende Lohn-, Verpackungs- und Energiekosten deutscher Wein deutlich teurer werden wird. Das berichtet die Lebensmittelzeitung.

Da die Kosten für die Weingüter um ein knappes Drittel gestiegen seien, schätzt der Verband auch den Preisanstieg auf circa 30 Prozent. Dass in der Branche die Löhne teils drastisch erhöht wurden, sei für die Mitarbeiter gut, für die Verbraucher aber weniger, sagt Steffen Christmann, Präsident des VDP.

"Irgendjemand muss es bezahlen und am Ende sind es die Verbraucher."
Steffen Christmann, Präsident des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP).

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurde im vergangenen Jahr weniger Wein als üblich produziert. Besonders der sogenannte Prädikatswein ist betroffen, der für die höchste Weinqualität in Deutschland steht und dessen Preis meist ab etwa zehn Euro aufwärts beginnt.

Ein günstiger Prädikatswein wird somit höchstwahrscheinlich bald erst ab 13 Euro erhältlich sein, während Weine mit der Kennzeichnung "Große Lage" mit einem Preisanstieg von zehn Euro bei 35 Euro pro Flasche rechnen dürfen. Der Verband geht davon aus, dass die Konsumenten in Zukunft "weniger Wein trinken werden, dafür aber besseren".

Aus dem Wirtschaftsbericht des VDP geht auch hervor, dass der deutsche Weinexport wieder gestiegen ist. Besonders die skandinavische Region importiert demnach deutsche Qualitätsweine, auf den Plätzen zwei und drei liegen China und die USA.

(crl)

Kabinett genehmigt Entlastungspaket: Geld für Studierende und Fachschüler aber erst 2023

Die Bundesregierung hat bereits im September ein drittes Entlastungspaket mit einem Gesamtvolumen von 65 Milliarden Euro beschlossen. Es soll vor allem Mittel- und Geringverdiener unterstützen, denen wegen teurer Energiepreise ein harter und teurer Winter bevorsteht. Die Preiserhöhung treffen vor allem junge Menschen in der Ausbildung, die oft wenig Geld zur Verfügung haben. Darum ist auch für sie eine Entlastung vorgesehen.

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