Es gibt einen heftigen Crash.
Es gibt einen heftigen Crash.Bild: Screenshot: youtube.com
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Youtuber verursachen absichtlich Unfälle: Das steckt dahinter

27.09.2022, 12:18

Im Jahr 2021 sind in Deutschland 2562 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Auch, wenn der Wert in den Jahren zuvor höher war, sind Verkehrsunfälle eine reelle Gefahr. Sie verursachen – selbst ohne Todesfall – bei Betroffenen Leid, finanzielle Verluste oder mitunter lebenslange Folgebeschwerden. Ein Schreckensszenario für jeden Involvierten und dessen Angehörige.

Wer also sollte so einen Unfall absichtlich verursachen?

Taras Maksimuk etwa: ein gebürtiger Ukrainer und Gründer des Youtube-Kanals TechRax mit Sitz in den USA. Er handelte allerdings aus gutem Grund.

"Crash Detection": Eine Funktion, die hoffentlich niemand benötigt

Für einen Produkttest hat er das neue iPhone 14 genau unter die Lupe genommen. Zwar überzeugt das Smartphone kaum mit neuen relevanten Funktionen im Vergleich zum Vorgänger. Eine Neuerung stößt aber auf größeres Interesse: die "Crash Detection". Eine Funktion, die hoffentlich niemand benötigt.

Das Versprechen der Hersteller: Die Unfallerkennung kann durch einen neuen Bewegungssensor im iPhone 14 Autounfälle erkennen und automatisch einen Notruf absetzen – inklusive Standort.

Taras Maksimus lässt ein Auto in ein Wrack crashen

Während andere Youtuber und Reviewer bedauerten, diese Funktion gar nicht testen zu können, ließ Taras Maksimus sich kurzerhand etwas einfallen. Dafür musste ein alter Grand Marquis der ehemaligen Ford-Marke Mercury herhalten. Ihn haben er und sein Team so modifiziert, um ihn via Fernbedienung steuern zu können. Das iPhone 14 wurde mit Klebeband an der Kopfstütze des Fahrersitzes befestigt. Und: Wie es sich für einen Youtube-Video-Dreh gehört, durften Kameras im Inneren des Wagens und ein Kamerateam außerhalb nicht fehlen.

Dann ging der Test los.

In dem Video zu sehen: Der Grand Marquis rast in offenem Gelände auf ein ausgebranntes Auto zu. Es folgt der Crash. Das Ergebnis: Zunächst sieht es so aus, als hätte das Smartphone den Unfall nicht erkannt. Nach zehn Sekunden folgt jedoch die Ansage, dass ein Unfall festgestellt wurde und ein Notfall abgesetzt wird, wenn keine Reaktion folgt. Es beginnt ein Countdown von zehn Sekunden.

Die Youtuber wiederholen den Test im Video noch ein zweites Mal. Diesmal öffnen sich sogar die Airbags. Und wieder reagiert das iPhone wie gewünscht.

Test gibt einmaligen Einblick in die Funktionsweise der Unfall-Funktion

Zwar ist der Test nicht repräsentativ, gib jedoch einen guten Einblick in die Funktionsweise der "Crash Detection".

Und auch bei der Community kommt das Video offenbar gut an, wie ein Blick in die Kommentare verrät. So schreibt ein User: "Großen Respekt an TechRax dafür, dass er der erste YouTuber ist, der uns das iPhone 14 Pro Crash Detection System zeigt, wenn es funktioniert." Und ein anderer schreibt: "Ich hatte erwartet, dass die 'Crash Detection' nur dann ausgelöst wird, wenn es sich um einen schweren Unfall mit Totalschaden handelt. Aber selbst beim ersten Test, als der Aufprall bei geringer Geschwindigkeit war, hat das iPhone ihn erkannt. Ehrlich gesagt, beeindruckend."

Trotzdem: Nachmachen sollte man solch einen Test nicht. Er kann leicht schiefgehen und auch im Video hat das Youtuber-Team kurz die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Wir raten also dringend von der Nachahmung ab!

Social-Media-Detox: Warum ich Instagram gelöscht habe

Um es schon einmal vorwegzunehmen: Eigentlich habe ich mein Instagram-Konto gar nicht gelöscht. Ich habe es nur deaktiviert. Das macht insofern einen Unterschied, als dass ich es zu jedem beliebigen Zeitpunkt reaktivieren kann. Wenn ich meinen Account gelöscht hätte, wären all meine Fotos und Highlights weg – für immer. Das konnte ich dann doch noch nicht übers Herz bringen.

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