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Indien: Künstliche Intelligenz verhindert Hunderte Unfälle mit Elefanten

ARCHIV - 23.04.2020, Indien, Malakkappara: Eine Herde wilder Elefanten grast in der N
Elefanten sterben in Indien immer wieder, weil sie von Zügen erfasst werden.Bild: AP / Anup K. Venu / dpa
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KI verhindert Hunderte Unfälle mit Elefanten in Indien

24.05.2024, 14:17
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Indien gehört zu den Ländern, in denen es die meisten Elefanten gibt. Immer wieder treffen dabei Mensch und Tier aufeinander. Und immer wieder enden diese Zusammenstöße tödlich, für die Menschen oder die Tiere.

Die Elefanten sterben unter anderem dann, wenn sie über Bahngleise laufen und von Zügen erfasst werden. Ein Problem, das Indien versucht, in den Griff zu bekommen. Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz wurden jetzt bereits Hunderte Zusammenstöße von Zügen und Elefanten verhindert.

Künstliche Intelligenz erkennt Elefanten und löst Alarm aus

Das neue Überwachungssystem, das Indien im Bundesstaat Tamil Nadu zum Schutz der Elefanten einsetzt, ging im Februar an den Start. Seitdem konnten schon rund 400 potenzielle Unfälle von Elefanten mit Zügen verhindert werden, berichtet unter anderem der WDR.

Die Überwachungskameras, die mit Künstlicher Intelligenz vor den Unfällen warnen, funktionieren demnach mit einer Wärmebildtechnik. Dahinter steckt eine KI, die erkennen kann, wenn sich ein Elefant den gefährlichen Bahngleisen nähert. Bei einem Abstand von 30 Metern zum Tier löst es einen Alarm aus. So kann entschieden werden, ob die Geschwindigkeit des Zuges reduziert, oder er ganz gestoppt werden soll.

Die Kameras auf KI-Basis wurden in einem Waldgebiet aufgestellt, das für die Elefanten in Indien eine wichtige Wanderroute ist.

Indien: KI-Überwachung an Gleisen erkennt nicht nur Elefanten

Immer wieder kommt es in Indien zu Zusammenstößen zwischen Zügen und Elefanten. Es wurden schon einzelne Tiere, aber auch ganze Herden gerammt. Mehr als 30 solcher Fälle wurden in den vergangenen zehn Jahren verzeichnet. In der Regel überleben die Tiere die Zusammenstöße mit den Zügen nicht, und auch für die Bahnreisenden sind die Zusammenstöße riskant.

Ein Gericht im Süden des Landes hat sogar angeordnet, dass die Eisenbahngesellschaft und die Behörden für mehr Schutz der Elefanten sorgen müssen. Dazu waren zunächst Menschen zur Kontrolle im Einsatz. Eine Maßnahme, die nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat.

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Anders sieht es mit der KI aus, die in den ersten Monaten schon zahlreiche mögliche Unfälle verhindert hat. Das neue Überwachungssystem hat noch einen weiteren positiven Effekt: Es erkennt nicht nur, wenn Elefanten sich auf ihrer Route den Bahngleisen nähern, sondern warnt mittlerweile auch vor anderen Tieren.

Die Elefanten in Indien sind eine gefährdete Art. Sie leiden nicht nur unter dem Verlust ihres natürlichen Lebensraums, sondern werden auch von Wilderern wegen der Stoßzähne männlicher Tiere gejagt.

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