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Google sagt mit KI Überschwemmungen bis zu sieben Tage vorher genau voraus

16.11.2023, Belgien, Diksmuide: Diese Drohnenaufnahme zeigt die Überschwemmung nach tagelangen starken Regenfällen in der Provinz Westflandern. Der Fluss Yser (Ijzer) hat an mehreren Stellen in der Re ...
Überschwemmungen bedrohen Leib und Leben, doch die Technologie zur Vorhersage wird besser.Bild: Belga / Kurt Desplenter
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Google sagt Überschwemmungen genau vorher – dank KI

23.03.2024, 11:25
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Überschwemmungen sind eine der häufigsten Naturkatastrophen weltweit und können verheerende Auswirkungen haben. Daher sind zuverlässige Frühwarnsysteme von großer Bedeutung. Sie können Leben retten und dabei helfen, Schäden so gering wie möglich zu halten.

Nun ist es Google gelungen, erfolgreich mithilfe von KI Überschwemmungen genau vorherzusagen. Und zwar bis zu sieben Tage im Voraus.

Google sagt Überschwemmungen genau vorher – dank KI

Im Durchschnitt erfolgten die Google-Warnungen etwa fünf Tage im Voraus, einige Überschwemmungen konnte der Konzern sogar sieben Tage im Voraus erfolgreich vorhersagen. Diese Genauigkeit ist bemerkenswert und könnte dazu beitragen, Menschen rechtzeitig zu evakuieren und Eigentum zu schützen. Dabei handelt es sich nicht um eine Übertreibung des Technologieunternehmens. Die Ergebnisse wurden tatsächlich in der angesehenen Wissenschaftszeitschrift "Nature" veröffentlicht.

30.09.2023, Italien, Mailand: Ein Feuerwehrmann steht vor einem Auto, das nach einem Wasserrohrbruch in ein mit Wasser überflutetes Loch gerutscht ist. Der Wasserrohrbruch auf der Piazza Bettini / Eck ...
Überschwemmungen können, wie hier in Italien, großen Schaden anrichten.Bild: LaPresse via ZUMA Press / Stefano Porta

Hydrologische Simulationsmodelle müssen in der Regel mithilfe langer Datensätze in jedem Wassereinzugsgebiet kalibriert werden. Laut Wissenschaftszeitung kann die neue Technologie mit KI diese nutzen, um mit "ähnlicher oder besserer" Zuverlässigkeit im Vergleich zu etablierten Messsystemen Überschwemmungen vorhersagen.

Auch unterrepräsentierte Regionen in Afrika oder Asien können profitieren

Die Vorhersagen von Google beruhen laut "Engadget" auf einem innovativen Ansatz, der verschiedene Datenquellen nutzt. So beruft sich das Frühwarnsystem auf historische Ereignisse, Flusspegelmessungen und Geländedaten. Durch die Kombination dieser Informationen konnte der Konzern "hochpräzise Modelle für ganz bestimmte Standorte" festmachen. Bisher ist dies bereits in 80 Ländern möglich. Google hofft, diese Techniken nutzen zu können, um das Problem letztendlich auf globaler Ebene zu lösen.

Besonders beeindruckend ist, dass Google mit dieser Technologie auch unterrepräsentierten Regionen wie in Teilen Afrikas und Asiens verbesserte Vorhersagen bieten kann. Dadurch werden Gemeinschaften, die häufig von Überschwemmungen betroffen sind, besser geschützt. Das Wissenschaftsteam betont: "Diese Arbeit unterstreicht die Notwendigkeit, die Verfügbarkeit hydrologischer Daten zu erhöhen, um den weltweiten Zugang zu zuverlässigen Hochwasserwarnungen weiter zu verbessern."

KI-Prognosen von Google für die Öffentlichkeit zugänglich

Die Prognosen von Google werden über verschiedene Plattformen zugänglich gemacht, darunter die Google-Suche, Google Maps, "FloodHub" und Benachrichtigungen am Smartphone. Diese Zugänglichkeit erhöht die Reichweite der Warnungen und ermöglicht es einem breiten Publikum, sich auf kommende Überschwemmungen vorzubereiten.

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Google-"FloodHub" zeigt Überschwemmungen und drohende Überschwemmungen.Bild: Floodhub Google

Die Entwicklung dieser KI-gestützten Vorhersage-Technologie steht jedoch noch am Anfang. Google plant weiter in die Forschung zu investieren und sich mit akademischen Partnern zusammenzuschließen, um die Modelle kontinuierlich zu verbessern. Das langfristige Ziel von Google ist es, eine globale Plattform für die Hochwasservorhersage zu schaffen, die Menschen und Gemeinschaften weltweit besser vor Überschwemmungen schützt. Der Konzern teilte dazu bereits 2023 mit:

"Um Bevölkerungsgruppen zu unterstützen, (...) die keinen direkten Zugang zu Warnmeldungen haben, arbeitet Google.org außerdem mit Organisationen wie der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, der Indian Red Cross Society (IRCS) und dem Inclusion Economics-Team der Yale-Universität zusammen. "
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Gemeinsam baue Google Offline-Warnnetzwerke aus ausgebildeten und vertrauenswürdigen Freiwilligen auf, welche die Reichweite der FloodHub-Warnungen erhöhen.

Forscher alarmiert wegen verschwundenen Touristen in Griechenland

Anfang des Monats wurde Michael Mosley, ein Arzt und bekannter Fernsehmoderator aus Großbritannien nach einer Wanderung bei sengender Hitze auf der griechischen Insel Symi tot aufgefunden. Ein Video, das ein Restaurant nicht weit entfernt von ihm aufzeichnete, zeigt Mosley, wie er in der Nähe des Lokals minutenlang über die Felsen irrt und plötzlich zusammenbricht.

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