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Klimakrise: Mehr Bücher als je zuvor zum Klimawandel erschienen – Kenner lobt

Die Buchveröffentlichungen zur Klimakrise erreichen neue Rekordzahlen.
Die Buchveröffentlichungen zur Klimakrise erreichen neue Rekordzahlen.bild: getty images/Sensay
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Wissen zur Weltrettung: Mehr Bücher über Klimakrise als je zuvor

04.12.2023, 14:25
Mehr «Nachhaltigkeit»

Mehr Bücher als jemals zuvor erscheinen zum Thema Klimakrise. Diese Meldung kann man als gut oder schlecht empfinden. Dass immer mehr Expert:innen literarisch Alarm schlagen, ist auf der einen Seite ein beunruhigendes Zeichen für die Bedrohung der Menschheit durch den Klimawandel.

Denn dies ist gewiss auch einer der Gründe für den Anstieg der Literatur zur Klimakrise. Doch so gruselig es auch ist, über die Folgen des Klimawandels zu lesen, so wichtig und positiv ist es, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Zu diesem Schluss kommt zumindest Martin Kugler. Er ist Diplom-Ingenieur und Mitglied der Jury zum "Wissenschaftsbuch des Jahres", das unter Federführung des Wissenschaftsministeriums in Österreich ausgezeichnet wird. Er sagt:

"Grundsätzlich sind niemals zuvor mehr Bücher zum Thema Klimawandel erschienen – und das sehe ich positiv, um die Bedeutung des Themas und einschlägiges Wissen in die Breite zu tragen."

Die steigende Anzahl an Publikationen der Buchverlage zum Thema zeige, dass Klimawandel ein Thema der Zeit ist, ist sich der Fachmann sicher.

Das Thema Klimakrise liegt im Trend

"In meiner Wahrnehmung gab es in jüngster Zeit zwei Trends", erläuterte Kugler: "Zum einen gibt es immer mehr 'Dutzendware'." In diesen Büchern würden längst bekannte Tatsachen endlos wiedergekäut und allenfalls aktualisiert. "Teilweise sind diese Bücher alarmistisch, manche Autor:innen verfolgen offenbar auch eine politische Agenda." Diese Art von Büchern bringt die Gesellschaft zwar nicht weiter, rückt das Thema Klimakrise aber immerhin ins öffentliche Interesse.

Zum anderen erschienen aber in letzter Zeit auch vermehrt Bücher, in denen das Klimageschehen in größere Zusammenhänge eingebettet wird – vor allem in historische, aber auch gesellschaftliche. Dies ist extrem wichtig, denn die Klimakrise wird jeden Bereich unseres Lebens verändern.

Das "Wissenschaftsbuch des Jahres" wird jedes Jahr in den Kategorien Naturwissenschaft & Technik, Medizin & BiologieGeistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Junior-Wissensbücher vergeben. Es soll die Leistungen der Forschung und den heutigen Stand der Errungenschaften kommunizieren sowie verdeutlichen, dass das Buch auch in der heutigen Zeit ein zentrales Medium für die Wissensvermittlung ist.

Auch in Romanen spielt das Klima immer öfter die Hauptrolle

Doch auch in der Belletristik kommt das Thema Umwelt und Klima immer öfter vor. In dem Roman "Auf See" von Theresia Enzensberger lebt beispielsweise ein Mädchen als Bürgerin auf einer schwimmenden Stadt in der Ostsee, da der Meeresspiegel immer mehr Flächen schluckt.

Und im Roman "Blue Skies" von T.C. Boyle. wird von den einstigen Sehnsuchtsorten Kalifornien und Florida erzählt, die jetzt Hotspots der Klimakrise sind. Wie leben die Menschen, wenn es kein normales Wetter mehr gibt, wenn die Straßen immer wieder überfluten und nachts die Augen von Alligatoren aus der braunen Suppe glühen? Dieses Genre verbindet Denkanstöße zur Nachhaltigkeit mit geballter Spannung und ist ein perfekter Zeitvertreib für die dunkle Jahreszeit.

(mit Material der dpa)

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