Für 30 Euro kann man beim Startup "Hektar Nektar" 600 Bienen adoptieren.
Für 30 Euro kann man beim Startup "Hektar Nektar" 600 Bienen adoptieren.Bild: Moment RF / Sumiko Scott
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Startup gibt Bienen zur Adoption frei – und will Population so um ein Zehntel erhöhen

24.01.2021, 12:33

Bienen leisten Enormes: Sie sorgen dafür, dass Pflanzen bestäubt werden und somit auch dafür, dass wir am Ende des Tages etwas zu essen auf dem Teller haben. Sterben sie aus, haben wir ein echtes Problem. Die Universität Hohenheim hat kürzlich berechnet, dass allein Deutschland rund 3,8 Milliarden Euro im Jahr verlieren würde, wenn plötzlich alle Bienen und anderen bestäubenden Insekten verschwunden wären.

Trotzdem ist das Insektensterben in vollem Gange: Eine Studie aus dem Jahr 2017 berechnete, dass die Menge der Insekten im Rheinland innerhalb von 27 Jahren um drei Viertel zurückging. Das Wiener Startup "Hektar Nektar" will das aber ändern und dafür sorgen, dass es über den Wiesen und Feldern bald wieder richtig summt und brummt. Es macht die "Adoption" von Bienen möglich und will damit deren Population in Deutschland und Österreich innerhalb von zehn Jahren um zehn Prozent erhöhen.

5000 Imkerinnen und Imker beteiligt

Wie das funktionieren soll? Unternehmen und Privatpersonen können an "Hektar Nektar" spenden. Mit dem Geld wird in Wildbienenschutz investiert und werden Bienenvölker gekauft, die das Startup dann an Imkerinnen und Imker weitervermittelt – mit 30 gespendeten Euro können beispielsweise 600 Bienen "adoptiert" und an Imker weitergeleitet werden. Diese kümmern sich um die Tiere, deren Honig dann zurück an die Spender geht, die ihn beispielsweise als Werbegeschenk für Kunden nutzen können.

Seit Beginn des Projekts im Jahr 2018 sind schon 25 Millionen Bienen dazugekommen, allein im vergangenen Jahr waren es 12 Millionen neue Bienen. In diesem Jahr soll die Zahl der zusätzlichen Bienen dann insgesamt auf 50 Millionen steigen. An dem Projekt beteiligen sich inzwischen mehr als 5000 (Hobby-)Imkerinnen und Imker, knapp 10.000 Privatpersonen und mehr als 100 Unternehmen.

(ftk)

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