Aktivisten und Aktivistinnen sind enttäuscht von den auf der Weltklimakonferenz COP26 erzielten Ergebnissen.
Aktivisten und Aktivistinnen sind enttäuscht von den auf der Weltklimakonferenz COP26 erzielten Ergebnissen.Bild: picture alliance / Vuk Valcic
Interview

Nach Ende der COP26: Klimaexperte sieht Ergebnis mit gemischten Gefühlen – "Frage ist nur, ob das schnell genug geht"

22.11.2021, 17:1022.11.2021, 18:46

"Bisher betreibt kaum ein Staat in dem Maße Klimaschutz, wie es nötig wäre." Das hatte der Klimaexperte Wolfgang Obergassel watson kurz vor Beginn der UN-Klimakonferenz COP26 Ende Oktober im Interview erzählt. Die Erwartungen an den Gipfel waren dementsprechend hoch.

Doch hat die Konferenz so viel gebracht, wie von Wissenschaftlerinnen und Aktivisten erhofft? Wie viel Klimaschutz steckt wirklich in der Abschlusserklärung der rund 200 Staaten?

Wolfgang Obergassel ist Co-Leiter des Forschungsbereichs Internationale Klimapolitik Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut.
Wolfgang Obergassel ist Co-Leiter des Forschungsbereichs Internationale Klimapolitik Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut.wuppertal institut

Darüber hat watson mit Wolfgang Obergassel, Co-Leiter des Forschungsbereichs Internationale Klimapolitik am Wuppertal Institut, nach dem Klimagipfel ein zweites Mal gesprochen.

watson: Herr Obergassel, bevor der der UN-Klimagipfel Ende Oktober losging, haben wir schon einmal über Ihre Erwartungen und die notwendigen Beschlüsse zum Erreichen des 1,5 Grad-Ziels gesprochen. Damals haben Sie gesagt, dass kaum ein Staat in dem Maße Klimaschutz betreibe, wie es nötig wäre. Was sagen Sie nach der Konferenz – hat sich da was getan?

Wolfgang Obergassel: Nein, da hat sich leider weiterhin nicht viel getan. Auf der Konferenz sind ja von den Staaten kaum neue Klimaschutzzusagen vorgelegt worden. Insofern haben wir, was die Staaten angeht, immer noch fast den gleichen Stand, wie vor der Konferenz – von einigen Ausnahmen mal abgesehen.

Das klingt, als würde da ein "Aber" kommen...

Genau. Was sich allerdings getan hat, ist, dass die britische Präsidentschaft eine ganze Reihe von sektoralen Vorreiterallianzen organisiert hat – zu verschiedenen Themen: Kohleausstieg, Waldschutz, Senkung von Methan-Emissionen, finanzielle Fragen, Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor. Wenn diese Ankündigungen umgesetzt werden sollten, würde es schon nochmal einen zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Insofern hat die Glasgower Konferenz da schon Fortschritte gebracht.

"Also selbst wenn diese neuen Ankündigungen alle umgesetzt werden sollten, haben wir in 2030 voraussichtlich immer noch doppelt so viele Emissionen, wie wir eigentlich verursachen dürften, um das 1,5 Grad-Ziel noch zu erreichen."

Reicht das also aus, um dem 1,5 Grad-Ziel näher zu kommen? Nach UNO-Berechnungen sieht es mit den derzeitigen Maßnahmen ja eher nach einer Erwärmung um 2,7 Grad aus.

Nein. Es ist weiterhin noch viel zu wenig. Also selbst wenn diese neuen Ankündigungen alle umgesetzt werden sollten, haben wir in 2030 voraussichtlich immer noch doppelt so viele Emissionen, wie wir eigentlich verursachen dürften, um das 1,5 Grad-Ziel noch zu erreichen. Was die Konferenz aber geschafft hat, ist nochmal nachzuschärfen, welchen Grad an Ehrgeiz wir denn brauchen.

Wie meinen Sie das?

Die Konferenz hat es geschafft, die letzten Ergebnisse des Weltklimarats IPCC auch im diplomatischen Prozess anzuerkennen. Im Pariser Abkommen wurde ja nur grob vereinbart, dass die globalen Emissionen so schnell wie möglich ihren Scheitelpunkt erreichen sollten und dass dann in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts ein Gleichgewicht zwischen Emissionsquellen und Senken erreicht werden muss. Dass also nur noch so viele Treibhausgase ausgestoßen werden, wie an anderer Stelle aus der Atmosphäre genommen werden können – durch Aufforstung oder technische Möglichkeiten beispielsweise. Und da ist jetzt in Glasgow nochmal nachgeschärft worden, eben auf der Grundlage des IPCC-Sonderberichts, der 2018 rausgekommen ist.

Aktivistinnen und Aktivisten zeigen sich enttäuscht von den auf der UN-Klimakonferenz COP26 erzielten Ergebnissen.
Aktivistinnen und Aktivisten zeigen sich enttäuscht von den auf der UN-Klimakonferenz COP26 erzielten Ergebnissen.Bild: picture alliance / Vuk Valcic

Und wie genau?

Der IPCC hatte festgestellt, dass wenn wir das 1,5 Grad-Limit einhalten wollen, die globalen CO2-Emissionen bis 2030 ungefähr um 45 Prozent im Vergleich zu 2010 reduziert werden müssen und wir bis 2050 sogar auf Netto Null kommen müssen. Die Ziele sind jetzt also deutlich präziser und anspruchsvoller.

Und das sehen Sie als Fortschritt an?

Das ist insofern ein Fortschritt, als dass jetzt klarer ist, was eigentlich gebraucht wird um das 1,5 Grad-Limit zu erreichen. Und zwar nicht nur in der Klimawissenschaft, sondern auch in der Klimapolitik.

Sehen Sie weitere Fortschritte?

Was auch geklappt hat, ist, dass die Konferenz alle Staaten dazu aufgefordert hat, im nächsten Jahr nochmal nachzuschrauben bei ihren Klimaschutzbemühungen und Beiträgen. Das war nicht unbedingt vorauszusehen, weil im Pariser Abkommen ja nur gefordert wird, dass alle fünf Jahre nachjustiert werden muss. Und in Glasgow haben sich einige Staaten gegen eine Neuverhandlung der Ziele gewehrt. Aber letztendlich ist das gelungen – und das ist zumindest ein kleiner Fortschritt.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Staaten ihre Klimaschutzziele schon zur diesjährigen Klimakonferenz nachschärfen sollten, was bei Weitem nicht alle getan haben...

Eigentlich war die Frist zum Nachschärfen der Ziele schon 2020.

Richtig, aber da ist die Klimakonferenz aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen.

Stimmt. Und in der Tat haben es viele Länder auch jetzt noch nicht gemacht. Deswegen ruft die Glasgower Konferenz jetzt auch nochmal dazu auf, die Ziele entweder noch weiter nachzuschärfen oder für die Länder, die es noch gar nicht gemacht haben, das bis zur nächsten Konferenz in Ägypten zu tun.

"Die Vereinten Nationen sind ja keine Weltregierung, sodass, wenn sie etwas beschließen, das dann auch umgesetzt werden muss. Die Vereinten Nationen sind ja nur eine Verhandlungsplattform und können deswegen nicht mehr machen, als das, was die Staaten auch tatsächlich gewillt sind zu tun."

Also ist es eigentlich auch erst einmal nur eine Aufforderung.

Ja, das ist jetzt natürlich kein Selbstläufer, das ist klar. Das sieht man ja schon daran, dass einige Länder schon dagegen waren, diese Aufforderung überhaupt in den Beschluss mit aufzunehmen. Und einige Länder, Neuseeland und Australien beispielsweise, haben auch schon angekündigt, dass sie das nicht tun werden.

Das stimmt ja nicht gerade optimistisch.

Jetzt kommt es auf die politischen Prozesse in den Ländern an. Die Vereinten Nationen sind ja keine Weltregierung, sodass, wenn sie etwas beschließen, das dann auch umgesetzt werden muss. Die Vereinten Nationen sind ja nur eine Verhandlungsplattform und können deswegen nicht mehr machen, als das, was die Staaten auch tatsächlich gewillt sind zu tun. Insofern: Ja, die Vereinbarung ist gut, aber jetzt kommt es auf die politischen Prozesse in den einzelnen Ländern und da werden wir ja sehen, inwieweit das gelingt.

Das Wuppertal Institut, an dem Sie den Forschungsbereich Internationale Klimapolitik mitverantworten, veröffentlicht nach Ende der Weltklimakonferenz einen Analysebericht dazu, wie erfolgreich der Gipfel verlaufen ist. Wie würden Sie den Gipfel in Glasgow einordnen, an den ja hohe Erwartungen geknüpft waren.

Das kommt ein bisschen darauf an, welchen Maßstab man anlegt. Wenn es danach geht, was wirklich nötig wäre, um die Ziele zu erreichen, dann war die Konferenz wieder zu schwach und die Vereinbarungen zu den Emissionsreduktionen zu niedrig. Aber ich denke, man muss auch den Maßstab anlegen und schauen, was ein solcher internationaler Prozess wirklich leisten kann.

"In den allermeisten Ländern sind die innenpolitischen Bedingungen eben noch nicht so gegeben, dass sie dazu bereit wären, wirklich ernsthaft Klimaschutz zu betreiben."

Nämlich?

Wie gesagt, die Vereinten Nationen sind eben keine Weltregierung, die die Entscheidungen trifft, das machen immer noch die Staaten. Und es kann dann auch nur das beschlossen werden, worauf die Staaten sich einlassen. Und in den allermeisten Ländern sind die innenpolitischen Bedingungen eben noch nicht so gegeben, dass sie bereit dazu wären, wirklich ernsthaft Klimaschutz zu betreiben.

Woran machen Sie das fest?

Das sehen wir ja jetzt auch gerade wieder in Deutschland, wie der Klimaschutz zum Streitpunkt bei den Koalitionsverhandlungen geworden ist. Und daran gemessen, was so ein internationaler Prozess leisten kann – also Antreiber zu sein, indem man die Ziele immer wieder auf die Tagesordnung setzt. Was das angeht, war die Konferenz schon ein Erfolg. Allein schon dadurch, dass jedes Jahr so eine Konferenz stattfindet und dadurch die politischen Entscheidungsträger in den Staaten immer wieder gezwungen sind, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Rechenschaft darüber abzulegen, inwiefern sie eben ausreichend Klimaschutz betreiben oder nicht.

Gibt es denn etwas, das komplett fehlte?

Was tatsächlich gar nicht thematisiert wurde, ist, wie wir es schaffen, bis 2030 ungefähr eine Halbierung der Emissionen zu erreichen und dadurch auch den Kreis zwischen den langfristigen und kurzfristigen Zielen zu schließen.

Und das wäre ja eigentlich noch viel wichtiger, oder?

Ja genau, es kommt in der Tat auf die kurzfristigen Maßnahmen an. Deswegen ist es durchaus richtig, dass die Glasgower Konferenz ausbuchstabiert hat, was wir kurzfristig brauchen und eben auch, dass es gelungen ist, die Staaten aufzufordern, nächstes Jahr noch einmal nachzulegen bei den Klimaschutzzielen. Das ist nämlich eine der wichtigsten Messlatten, an der sich die Regierungen innenpolitisch auch messen lassen müssen.

Wie genau meinen Sie das?

Wenn die Staaten international etwas vereinbart haben, können sie von Akteuren innerhalb der Länder, die für den Klimaschutz arbeiten, daran festgenagelt werden, dass sie dem zugestimmt haben und das dann auch umsetzen müssen. Und diese Funktion hat der Gipfel eigentlich ziemlich gut ausgeführt.

Neben der Verstärkung der Klimaschutzbeiträge haben Sie in unserem vorherigen Interview die Fertigstellung des Regelwerks des Pariser Abkommens, speziell den Artikel 6, als eines der wichtigsten Ziele der Konferenz definiert. Damit klar geregelt ist, wie Staaten sich CO2-sparende Maßnahmen anrechnen können. Ist die Zeit der Schummelei jetzt also vorbei?

Ja, das ist in der Tat unsere Einschätzung. Es ist ein großer Erfolg, der keineswegs ausgemacht war, dass das Regelwerk jetzt vereinbart worden ist. Gerade zu Beginn der Konferenz waren die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Staaten noch sehr groß. Auf die Art und Weise, wie das Regelwerk jetzt beschlossen wurde, kann es unserer Einschätzung nach aber in der Tat nicht mehr zu Doppelzählungen kommen – also, dass sich mehrere Staaten und auch andere Akteure ein und dieselbe Emissionsreduktion mehrfach anrechnen können.

Zum ersten Mal haben die Staaten sich auf konkrete Maßnahmen geeinigt, beispielsweise auf einen vorgezogenen Ausstieg aus der Kohle.
Zum ersten Mal haben die Staaten sich auf konkrete Maßnahmen geeinigt, beispielsweise auf einen vorgezogenen Ausstieg aus der Kohle. Bild: picture alliance / Andreas Franke

Ein Punkt, der besonders positiv insbesondere von den Länderchefs und Delegierten hervorgehoben wird, ist die erstmalige Festlegung, den Ausstieg aus der Kohleenergie vorzuziehen. Kurz vor Schluss haben aber China und Indien einen Rückzieher gemacht und die Erklärung abgeschwächt. Ist das dennoch ein Erfolg?

Ich zähle es dennoch als Erfolg, dass zum ersten Mal überhaupt auf einer Klimakonferenz über die konkreten Maßnahmen diskutiert worden ist. Denn bisher ging es bei Klimakonferenzen im Wesentlichen immer nur um die Emissionsziele, was sehr abstrakt ist. Aber mit welchen konkreten Maßnahmen diese Emissionsziele erreicht werden können, darum ging es bislang nie. Insofern spricht das für einen großen Fortschritt, dass es überhaupt dazu gekommen ist, nicht nur über die Kohle selbst, sondern auch über die Subventionen der fossilen Energieträger zu sprechen und das schriftlich in der Erklärung festzuhalten. Auch, wenn die Formulierung in letzter Minute noch abgeschwächt wurde.

"Aus unserer Sicht ist es deutlich wichtiger, auf erneuerbare Energien umzusteigen und Gas nur noch in der Hinterhand zu halten für Situationen, wo es vielleicht noch nicht genügend erneuerbare Energien im Netz gibt."

Dazu muss man aber auch sagen, dass über Atomkraft und Gas als Überbrückungshilfe gesprochen wurde.

Gas kann unserer Meinung nach nur einen ganz kleinen Anteil leisten. Da muss man sehr aufpassen, dass man sich da nicht auch gleich wieder in Abhängigkeiten begibt. Denn auch die Nutzung von Gas verursacht CO2-Emissionen. Aus unserer Sicht ist es deutlich wichtiger, auf erneuerbare Energien umzusteigen und Gas nur noch in der Hinterhand zu halten für Situationen, wo es vielleicht noch nicht genügend erneuerbare Energien im Netz gibt. Und auch wenn Gas weniger CO2-Emissionen verursacht als Kohle müssen wir auf Netto Null kommen – und da ist eben jede Tonne CO2 zu viel. Und Atomenergie bringt natürlich nochmal ganz andere Umweltprobleme mit sich – den Abbau der Brennstoffe, die Strahlung und die ganze Endlager-Problematik. Und hinzu kommt, dass sich die Atomkraftwerke nicht mal eben an- und abschalten lassen. Genau das wäre aber nötig, wenn wir den größten Teil unseres Stroms aus erneuerbaren Energien ziehen.

Lassen Sie uns mal einen Blick auf Deutschland werfen. Zwar hat der Staatssekretär aus dem Umweltministerium, Jochen Flasbarth, betont, dass Deutschland an seinem Ausstieg aus der Kernkraft bis 2022 festhalten will. Als es aber darum ging, die CO2-Emissionen im Verkehr herunterzuschrauben, indem bis 2035 beziehungsweise bis 2040 nur noch emissionsfreie Autos verkauft werden, war Deutschland ziemlich still...

Deutschland taucht ja nicht groß als eigener Akteur, sondern eher im Verbund der EU auf, die ja mit einer Stimme bei den Klimaverhandlungen spricht. Wo Deutschland einen Punkt hätte machen können, ist in diesen Vorreiterallianzen. Und da ist es in der Tat bedauerlich, dass sich Deutschland nicht der Allianz zur Abschaffung des Verbrennungsmotors hinzugesellt hat.

Lange Zeit war die Autoindustrie ein Bremser beim Klimaschutz. Mittlerweile ist sie der Politik laut Wolfgang Obergassel aber voraus.
Lange Zeit war die Autoindustrie ein Bremser beim Klimaschutz. Mittlerweile ist sie der Politik laut Wolfgang Obergassel aber voraus.Bild: picture alliance / Florian Gaertner

Hängt das damit zusammen, dass Deutschland stark von der Autoindustrie geprägt ist?

Der Grund ist, dass einige Parteien noch weiter synthetische Kraftstoffe als mögliche Option sehen. Das macht aber gar keinen Sinn, weil die Elektrifizierung des Verkehrs einfach viel, viel günstiger ist. Die Autoindustrie war in der Tat sehr lange ein Bremser beim Klimaschutz, aber inzwischen sind zumindest einige Unternehmen sogar weiter als die Politik. Mercedes-Benz hat sich der Erklärung zur Abschaffung des Verbrennungsmotors angeschlossen.

Wie optimistisch sehen Sie nach der COP in die Zukunft der Klimapolitik?

Verhalten optimistisch. Es ist wieder einmal deutlich geworden, wie groß die Widerstände sind. Dass viele Staaten ihre Klimaschutzbeiträge eben noch nicht nachgeschärft haben. Dass es nicht möglich war, eine klare Formulierung zum Kohleausstieg zu vereinbaren.

"Wenn wir jetzt aus den fossilen Energien aussteigen, haben wir ja nicht nur keine CO2-Emissionen mehr, sondern wir haben auch keine lokale Luftverschmutzung. Das wird also eine deutliche Verbesserung der öffentlichen Gesundheit bewirken."

Aber?

Auf der anderen Seite wachsen aber eben auch die Kräfte, die sich für stärkeren Klimaschutz einsetzen – zum Beispiel in Form von Bewegungen wie Fridays for Future. Zudem wird es durch die technologische Entwicklung zunehmend günstiger, Klimaschutz zu betreiben und es wird auch immer deutlicher sichtbar, wie viele andere positive Effekte mit dem Klimaschutz verbunden sind.

Auf was für Effekte spielen Sie an?

Wenn wir jetzt beispielsweise aus den fossilen Energien aussteigen, haben wir ja nicht nur keine CO2-Emissionen mehr, sondern wir haben auch keine lokale Luftverschmutzung. Das wird also eine deutliche Verbesserung der öffentlichen Gesundheit bewirken. Und weil der Nutzen ambitionierter Klimapolitik immer deutlicher wird, bin ich durchaus optimistisch, dass der Klimaschutz weiter Fahrt aufnehmen wird. Die Frage ist nur, ob das schnell genug geht, um das Ziel des Pariser Abkommens noch erreichen zu können, die 1,5 Grad.

Billie Eilish wird mit Deutschem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet

US-Sängerin Billie Eilish (19) erhält den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für ihr Engagement in Sachen Klimaschutz. Das haben die Organisatoren am Dienstag in Düsseldorf mitgeteilt. Die Auszeichnung wird an diesem Freitag vom deutschen Astronauten Matthias Maurer an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) virtuell "überreicht" werden.

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