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Wetter in Deutschland: Sommer kehrt ein – Blutregen und Gewitter drohen

19.07.2023, Baden-Württemberg, Ertingen: Ein Mann und eine Frau mit Strohhüten sitzen an einem Badesee in ihren Stühlen in der Sonne. Bis zum Wochenende bleibt das Wetter in Baden-Württemberg sommerli ...
Die Menschen in Deutschland stehen vor einer sommerlichen Woche.Bild: dpa / Thomas Warnack
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Wetter in Deutschland: Der Sommer kehrt ein – doch vereinzelt drohen heftige Gewitter

30.04.2024, 10:43
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In Deutschland sind zum Monatswechsel sommerliche Temperaturen eingekehrt. Fast vergessen ist die Kaltfront, die uns im April wochenlang im Griff hatte. Meteorologe Dominik Jung von "wetter.net" sagt mit Blick auf die kommenden Tage: "Ausflugs- und Badewetter angesagt". Vereinzelt warnt er jedoch auch vor Gewittern.

Am Dienstag sind vom Deutschen Wetterdienst (DWD) für weite Teile des Landes 24 bis 29 Grad vorhergesagt, im Norden und Nordwesten sollen es immerhin 18 bis 24 Grad werden.

Für viele Menschen in Deutschland stehen also die ersten heißen Tagen des Jahres an. Wenn nicht schon geschehen, dürften einige Menschen angrillen und damit den "Sommer" einläuten.

29.06.2022, Berlin: Ein Mann grillt im Volkspark Friedrichshain auf einem Grillplatz Fleischspie�e. Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Spätestens mit dem Angrillen beginnt für viele Menschen die sommerliche Jahreszeit.Bild: dpa / Christophe Gateau

Wetter: Gewitter und Waldbrand-Gefahr am Mittwoch

Am Mittwoch, dem Tag der Arbeit, werden laut DWD-Vorhersage vereinzelt kräftige Gewitter aufziehen. Der Wetterdienst warnt vor möglichen Unwettern mit Hagel und Starkregen. Vor allem im Westen kann es dann ungemütlich werden. Die Temperaturen liegen am Mittwoch zwischen 24 und 29 Grad.

Im Osten wird zur Wochenmitte vor einer hohen Waldbrandgefahr gewarnt. "Im Osten des Landes erreicht die Warnstufe laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes sogar die höchste Stufe 5", warnt Wetter-Experte Dominik Jung. Besonders beim Grillen sei deshalb Vorsicht geboten.

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Unwettergefahr droht vielerorts auch noch am Donnerstag. Während im Südwesten die Temperaturen dann auf 16 Grad fallen, sind im Osten laut DWD bis zu 28 Grad möglich. Der Regen könnte den Saharastaub, der sich noch in der Atmosphäre befindet, wegspülen. Das Phänomen ist unter dem Namen Blutregen bekannt.

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Zur Wochenmitte brauen sich vereinzelt Gewitter über Deutschland zusammen. Bild: IMAGO images/Gottfried Czepluch

Für Freitag werden 23 bis 27 Grad erwartet, im Süden und an der Küste können die Temperaturen auf 15 Grad fallen. Fürs Wochenende rechnen die Meteorolog:innen vom DWD mit 17 bis 24 Grad.

DWD zieht April-Bilanz: heftige Schwankungen registriert

Der April hat seinem Ruf in diesem Jahr wieder alle Ehre gemacht. "Vom Sommer in den Winter und wieder zurück, das bot der diesjährige April", hieß es am Montag vom DWD. Das Temperaturmittel betrug knapp 10 Grad und lag damit 2,6 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990.

Besonders auffällig waren laut DWD die großen Temperaturschwankungen: Zum Start in den Monat wurde der Natur mit warmen Luftmassen aus Nordafrika ein richtiger "Booster" verpasst. Am 6. April wurde im Oberrheingraben an der Station Ohlsbach mit 30,1 Grad nicht nur der Monatshöchstwert, sondern auch der erste heiße Tag des Jahres 2024 erreicht.

Zur Monatsmitte kam es dann zu einem deutlichen Wetterumschwung – typisches Aprilwetter mit Regen-, Schnee- und Graupelschauern stellte sich ein. Im Bergland und den Alpen fiel zudem Schnee. Das Temperaturminimum verzeichnete am 23. April das im Erzgebirge gelegene Deutschneudorf-Brüderwiese mit minus 8,8 Grad. "Vor allem für die Natur waren diese Nachtfröste ein erheblicher Dämpfer und es gab größere Schäden in der Vegetation."

(mit Material von dpa)

Wetter: Hagel im Sommer – wie es dazu kommen kann

Eine graue Gewitterwolke hat während der Achtelfinalpartie zwischen Deutschland und Dänemark für eine Spielunterbrechung gesorgt. Es blitzte, donnerte und hagelte, Wassermassen prasselten auf den grünen Rasen und auf die Tribünen. Zuschauer:innen suchten verzweifelt Unterschlupf im Trockenen. Außer zwei Dänen, die tanzten unter den Wasserfällen.

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