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Wetter in Deutschland: Wetterkollision am Wochenende zerstört Sommerstimmung

ARCHIV - 12.07.2019, Nordrhein-Westfalen, Duisburg: Ein Mann geht mit einem Regenschirm vor aufziehenden dunklen Wolken spazieren. Nach ersten sonnigen Frühlingstagen schwenkt das Wetter in Nordrhein- ...
Nach einem ersten warmen Frühlingstag am 4. Mai kommt der große Knall zum Wochenende. Bild: dpa / Martin Gerten
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Wetter in Deutschland: Wetterkollision zum Wochenende bringt Gewitter mit Starkregen

06.05.2023, 08:34
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Der Donnerstag diese Woche galt mit 25 Grad am Oberrhein als allererster sommerlicher Tag in Deutschland dieses Jahr. Aber auch andernorts in der Bundesrepublik zog es viele Menschen bis spät abends noch nach draußen und die Terrassen-Saison wurde eingeläutet. Doch wie lange hält der Traum vom warmen Mai?

Denn manchmal trügt der warme Schein, wie Experten warnen. "Es könnte ein sehr nasser Mai werden mit Sturzflutgefahr", kündigt der Meteorologe Dominik Jung in seinem Wetterausblick für diesen Monat bereits an. Dafür erinnert er an den Mai 2016, in dem heftige Wetterphänomene wie starke Gewitter und Schauer fast täglich über Deutschland hinweg zogen. Obwohl damals im April 2016 noch Sommerstimmung in der Luft lag.

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Sicher ist also gar nichts, auch in den kommenden Wochen. Doch wie gestaltet sich die Wetterfront in den kommenden Tagen?

Watson wirft einen Blick auf die Prognosen der Expert:innen und verrät euch, wie das Wetter am Wochenende und in der kommenden Woche wird.

Unwetter erwartet zum Auftakt des Wochenendes

"Dieses Wochenende werden wir es wieder mit Schauern und auch kräftigen Gewittern zu tun haben, lokal eng begrenzt sind auch Unwetter durch Starkregen möglich", warnt Wetterexperte Lars Dahlstrom vom Wetterkanal Kachelmannwetter. Beginnend am Freitag auf den Samstag zog eine Gewitterfront erst vom Süd-Westen in die Mitte Deutschlands. In welchen Regionen es besonders gekracht hat, zeigt dabei wetter.com in einer Übersichtskarte in ihrem Insta-Feed.

In der Nacht zum Samstag zog diese instabile, feuchte Luftmasse dann weiter, gerade in Bayern kam es zu starken Regenfällen.

Starkregen und Gewitter entlang kalter Wetterfront

Am Samstag bleibt es im Westen dann überwiegend trocken, während im Norden und Osten eher Schauer und Wolken auftreten. Dabei entwickele sich eine starke Luftmassengrenze, die für eine extreme Temperaturspanne mit 23 Grad im Südwesten und nur um die acht Grad als Höchsttemperaturen im Nordosten Deutschlands sorge, wie Dominik Jung erklärt: "Genau an dieser Luftmassengrenze, die von Nord- bis Südwesten verläuft, entwickeln sich die heftigsten Wetterentwicklungen, starke Gewitter und Schauer."

Diese kämen kaum von der Stelle, weil sie durch die aufeinanderprallenden Temperaturfronten eng begrenzt seien. Auch der Deutsche Wetterdienst spricht eine Warnung vor Überflutungen im Mittelgebirge aus.

Nach dieser Wetterkollision wird es dann zum Sonntagvormittag zunächst etwas ruhiger, es bleibt aber wechselhaft mit 22 Grad in Baden-Württemberg und Bayern und nur bis zu 13 Grad im Nordosten, lautet die Prognose vom Meteorologen Jung. Im Tagesverlauf treten dann aber wieder Gewitter auf, "besonders im Westen und Südwesten kann es wieder ordentlich knallen und krachen. Hier sind wieder Starkregen, Sturmböen und auch Hagel durchaus ein Thema."

Eher verrücktes Aprilwetter in der neuen Woche

Zum Start der neuen Woche bleibt dieses wechselhafte Wetter ganz Deutschland vorerst noch erhalten – am Montag mit meist mehr Wolken als Sonnenschein und Schauern, bei 14 bis 23 Grad, wie die "Tagesschau" prognostiziert.

"Stabilität ist da weit und breit nicht in Sicht."
Meteorologe Dominik Jung

Und auch am Dienstag bleibe sehr wechselhaft, allerdings mit einer ernüchternden Tatsache: "Es kommt zu einem Temperaturrückgang in ganz Deutschland mit maximal 17 Grad", beschreibt Dominik Jung. Es würde über den Tag verteilt zu vielen Wolken, Regen und mittendrin auch immer wieder Blitz und Donner kommen.

"Was für ein wechselhaftes Maiwetter – Stabilität ist da weit und breit nicht in Sicht", lautet sein Fazit. Erstmal stünde auch kein Frühlingshoch mehr in Aussicht.

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