Kevin Prince Boateng wechselte im Sommer 2021 wieder zurück zu Hertha BSC.
Kevin Prince Boateng wechselte im Sommer 2021 wieder zurück zu Hertha BSC.Bild: www.imago-images.de / M. Popow
Bundesliga

Doku enthüllt: Deshalb scheiterte ein Bayern-Wechsel von Kevin-Prince Boateng

18.02.2022, 10:53

Für insgesamt 14 verschiedene Vereine spielte Kevin-Prince Boateng in seiner Profi-Karriere bisher. Gewann die spanische und die italienische Meisterschaft, wurde DFB-Pokalsieger und holte den englischen Ligapokal.

Boateng lernte in seinen 17 Profi-Jahren viele europäische Topklubs kennen. Darunter der AC Mailand, Tottenham Hotspur oder der FC Barcelona. In Deutschland fehlt ihm allerdings mit dem FC Bayern der wohl erfolgreichste deutsche Verein. Für die Münchener lief der heute 34-Jährige nie auf, dabei hatte es wohl die Chance gegeben.

Gerland wollte Boateng nach München holen

Die neue DAZN-Dokumentation "Underground of Berlin" enthüllt nun, dass Boateng besonders bei Hermann Gerland auf dem Zettel stand. In der zweiten Staffel verrät dieser, dass er Boateng nach München lotsen wollte. Gerland arbeitete von 2001 bis 2021 als Jugendtrainer, Leiter der Nachwuchsabteilung und Co-Trainer der Profi-Mannschaft bei den Bayern.

Gerland habe in einer Halbzeitpause den damaligen Bayern-Manager Uli Hoeneß angerufen: "Ich habe gesagt: 'Du Uli, wir müssen Kevin-Prince Boateng holen.' Da hat er mich gefragt: 'Wo spielt er denn?' Ich antwortete: 'Bei Hertha'. Da sagte Uli nur: 'Das geht nicht, da ist mein Bruder Manager'."

Uli Hoeneß wollte seinem jüngeren Bruder Dieter also nicht den Spieler wegkaufen. Einen genauen Zeitpunkt des Anrufs von Gerland wird nicht genannt, allerdings wird die Anekdote im Zusammenhang mit der B-Jugend-Meisterschaft von Hertha BSC von 2003 erzählt. Dieter Hoeneß war von 1996 bis 2009 Manager von Hertha.

Gerland selbst sagt, dass er Boateng schon damals die "Anlagen zu einem absoluten Weltstar" attestiert hätte. Statt zu den Bayern wechselte Boateng 2007 nach England zu Tottenham, von wo seine Karriere dann noch mehr Fahrt aufnehmen sollte und er letztlich voll durchstartete.

(stu)

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