
Hertha BSC kassierte am Samstag erneut eine Niederlage. Trainer Pal Dardai platzte tags darauf der Kragen.Bild: dpa / Soeren Stache
Fußball
23.04.2023, 16:1423.04.2023, 16:14
Seit April 2023 ist Trainer Pal Dardai zum dritten Mal Coach von Hertha BSC. Er dem Verein aus der Misere helfen. Der Berliner Klub ist momentan Tabellenletzter in der Bundesliga, kämpft gegen den Abstieg. Am Samstag ging Hertha wieder ohne Sieg vom Platz, kassierte daheim ein 2:4 gegen Werder Bremen.
Im Training am Sonntag platzte Trainer Dardai der Kragen. Einen seiner Spieler schickte er prompt vom Platz – und fand deutliche Worte.
Pal Dardai platzt im Training der Kragen
Und die trafen Ersatzspieler Ivan Šunjić. "Was denkst du dir? Geh weg, tschüss, verpiss dich!", wird er von der "Bild"-Zeitung zitiert. Daraufhin schickte er ihn vorzeitig in die Kabine. Was genau zwischen dem 26-Jährigen und dem Hertha-Coach vorgefallen ist, blieb unklar.

Pal Dardai soll den Abstieg von Hertha BSC verhindern.Bild: dpa / Soeren Stache
Klar war jedoch, dass der 47-Jährige nun durchgreifen wird. Das kam mit Ansage. "Da muss ich jetzt angreifen. Wenn einer nicht mitzieht, muss ich auch andere Entscheidungen treffen", sagte er. Auch Stürmer Wilfried Kanga bekam diese Ankündigung bereits zu spüren. Der Stürmer stand am Samstag gegen Bremen nicht im Kader. "Seine Körpersprache war die ganze Woche nicht genug", sagte Dardai.
Seit April wieder Hertha-Coach: Dardai will zeitnah Erfolge sehen
Pal Dardai soll es erneut richten. Doch die Liste der Probleme ist lang. Der Mannschaft fehle es an Grundlagen, besonders in den "Chaos-Momenten" bei zweiten Bällen oder Ballverlusten. "Da sind falsche Automatismen ohne Ende drin. Das ist unglaublich", sagte er am Sonntag. Er kritisierte etwas das Abwehrverhalten und die fehlende taktische Disziplin, außerdem den fehlenden Zusammenhalt seiner Mannschaft. "Teamgeist sehe ich nicht", sagte Dardai.
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Trotzdem blickt er noch zuversichtlich in die Zukunft des Teams und auf einen möglichen Verbleib in der Bundesliga. "Ich bin immer noch fest überzeugt, wenn sich die Fokussierung und die Mentalität etwas ändert." Das muss jedoch schnell passieren. Er will Ergebnisse sehen. "Ich sage immer, eine clevere Mannschaft braucht sechs Wochen, eine dumme Mannschaft drei Monate. Nach drei Wochen will ich meine Handschrift sehen, im nächsten Heimspiel."
(Mit Material von SID und dpa)
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