Toni Kroos spricht im Podcast "Einfach mal Luppen" über die Auswechslung im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Chelsea.
Toni Kroos spricht im Podcast "Einfach mal Luppen" über die Auswechslung im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Chelsea.Bild: www.imago-images.de / imago images
Champions League

Champions League: Toni Kroos klärt "respektlose" Geste nach Chelsea-Rückspiel auf

20.04.2022, 08:14

Wenn Toni Kroos fit ist, spielt er normalerweise von Anfang an und oft auch über die gesamten 90 Minuten. Als Taktgeber und Chef im Mittelfeld von Real Madrid ist er dann oft nicht wegzudenken.

So war es allerdings nicht im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League. In der Verlängerung setzte sich Madrid gegen Chelsea mit 2:3 durch, allerdings wurde Toni Kroos in der 73. Minute beim Stand von 0:2 ausgewechselt. Eine Tatsache, die ihm nicht so gut gefallen hat.

Toni Kroos spricht über Verhältnis zu Carlo Ancelotti

Im Podcast "Einfach mal Luppen", den Toni Kroos wöchentlich mit seinem Bruder Felix veröffentlicht, sprechen die beiden nun über die Auswechslung und die damit verbundene Enttäuschung. "Das hat mir natürlich nicht gefallen, das ist klar, aber im Allgemeinen zeigt das eher, dass ich schon noch richtig Bock habe, auf dem Platz zu stehen und zu helfen und am Ende Erfolg zu haben."

Kroos gab zu, dass er nach der Auswechslung auch etwas ruppigeres spanisches Vokabular genutzt habe, aber dass es keine langfristigen Probleme deshalb mit Madrid-Trainer Carlo Ancelotti gebe: "Das wurde weggelächelt, es wurde nicht mehr besprochen."

Außerdem gebe es "schon auch auf dem Level viele Trainer, die viel mehr persönlich nehmen als ein Carlo zum Beispiel. Der weiß das definitiv mit seiner Erfahrung und Gelassenheit einzuschätzen, außerdem haben wir sowieso ein überragendes Verhältnis."

Toni äußerte sich auch zu dem Vorwurf, er habe nach dem Spiel gegen Chelsea Londons Mason Mount auf den Arm genommen. Die "Daily Mail" hatte sogar davon geschrieben, dass er den Engländer "verspottet" habe.

"Das wäre eine Sache gewesen, die in meinen Augen nicht lustig ist"

Hintergrund: Kroos hatte nach Abpfiff seine Hand an die Stirn gehalten, genau wie es Mount nur wenige Momente vorher auch auf dem Feld gemacht hatte. Englische Medien vermuteten eine Respektlosigkeit des ehemaligen deutschen Nationalspielers. Nun klärt er auf: Er habe lediglich "seinen Sohn gesucht". Der saß in Begleitung auf der Tribüne.

Toni ergänzt: "Jedes Mal, wenn Abendspiel ist und Flutlicht, dann stört das Licht immer ein bisschen, um die Familie oben zu suchen. Dadurch dass die immer hinter Glas sitzen ist das immer schwer zu sehen." Auch zu den Vorwürfen äußert er sich und schließt aus, dass er sich so je verhalten würde: "Für mich ist das völliger Blödsinn. Ich habe kein Problem, mich auch mal über jemanden lustig zu machen, oder wenn sich jemand über mich lustig macht. Das ist alles fein. Aber das wäre eine Sache gewesen, die in meinen Augen, so kurz nach dem Abpfiff eines Spiels, nicht lustig ist."

(stu)

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