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Clemens Tönnies (M.) Im Gespräch mit Sky-Kommentator Sebastian Hellmann (l.) und Ex-Profi Lothar Matthäus. bild: imago images / MIS

Tönnies verteidigt bei Sky seine rassistischen Aussagen – Fans reagieren empört

Clemens Tönnies hat sich vor dem Auswärtsspiel von Schalke 04 beim FC Bayern München im Interview mit Sky zu seinen rassistischen Aussagen über Afrika geäußert.

Wir erinnern uns ungerne: Anfang August hatte Tönnies für einen Rassismus-Skandal gesorgt. In einer Rede beim "Tag des Handwerks" in Paderborn hatte er zum Thema "Unternehmertum mit Verantwortung – Wege in die Zukunft der Lebensmittelerzeugung" die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika empfohlen und sagte dabei: "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren."

Von Selbstkritik war ein halbes Jahr nach diesen Äußerungen aber rein gar nichts zu hören. Im Gegenteil: Er habe es gut gemeint, es sei ein Missverständnis gewesen sagte Tönnies live am Sky-Mikrofon: "Afrika ist ein Traumkontinent", fügte der Wurstfabrikant hinzu. Auch Sky-Experte Lothar Matthäus nahm Tönnies in Schutz: "Er hat sich entschuldigt und damit ist es erledigt." Die Entschuldigung müsse man außerdem annehmen.

Die TV-Zuschauer waren sauer, auch auf Sky:

"Nichts verstanden"

"Ganz schwach von Sky"

"Tönnies geht es wie der AfD"

"Ist. Das. Peinlich."

"Schwache Leistung"

"Kein einziges kritisches Wort"

"Als ob Rassismus kein Thema wäre"

"Toll, wie reflektiert er nach seiner Auszeit ist"

Nach den rassistischen Äußerungen über den afrikanischen Kontinet hatte Tönnies sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrats für drei Monate ruhen lassen. Das hatte der Klub nach einer mehrstündigen Sitzung des Ehrenrats bekanntgegeben. Um einen Ausschluss aus dem Verein war der 63-Jährige somit herum gekommen. Das fünfköpfige Gremium hatte beschlossen, dass der erhobene Vorwurf des Rassismus "unbegründet" gewesen sei.

Vorzuwerfen sei ihm lediglich gewesen, "gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot verstoßen zu haben." Tönnies habe "ein weiteres Mal sein Bedauern zum Ausdruck gebracht", hieß es damals in einer Mitteilung.

(as)

Natürlich sind die Aussagen von Clemens Tönnies rassistisch!

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