Mick Schumacher wird am Wochenende sein zehntes Formel-1-Rennen absolvieren.
Mick Schumacher wird am Wochenende sein zehntes Formel-1-Rennen absolvieren.
Bild: HOCH ZWEI / HOCH ZWEI

"Noch ein paar Details klären": Zukunft von Mick Schumacher wohl entschieden

16.07.2021, 16:15

Am kommenden Wochenende steht für Mick Schumacher ein kleines Jubiläum an. Der 22-Jährige wird in seinem Haas-Auto sein zehntes Formel-1-Rennen im britischen Silverstone bestreiten. Obwohl aber noch nicht einmal die Hälfte der Saison vorbei ist, gab es in der vergangenen Woche bereits Wechselgerüchte um den Sohn von Rennfahrerlegende Michael Schumacher. Grund dafür: der anhaltende Krach mit Teamkollege Nikita Mazepin.

Bereits mehrmals sorgte der Russe mit gefährlichen Manövern für Unverständnis bei Schumacher. So gab es zuletzt Spekulationen, dass Mick in der kommenden Saison bei Alfa Romeo anheuern könnte. Sowohl Haas als auch Alfa Romeo sind Partnerteams von Ferrari. Schumacher wird von den Italienern gefördert, gehört zur Ferrari-Akademie, die sowohl bei Haas, als auch bei Alfa Romeo ein Cockpit besetzen darf.

Schumacher selbst vermied zuletzt ein klares Bekenntnis zum Team, doch Haas-Teamchef Günther Steiner sagte nun gegenüber RTL: "Das sind Gerüchte. Das ist die Formel 1, die etwas hochspielt." Und machte eine überraschende Ankündigung.

"Im Moment sieht es so aus, als ob wir nächstes Jahr mit derselben Fahrerpaarung fahren. Wir müssen noch ein paar Details klären, aber sonst ist alles klar", sagte der Teamchef.

Auf einer Pressekonferenz am Donnerstagabend verdeutlichte Mick nun: "Er sagte, es sei mehr oder weniger geklärt", fügte er in Silverstone an: "Er sagte nicht, dass es schon unterschrieben ist." Der 22-Jährige wolle sich vorerst "auf das Hier und Jetzt konzentrieren, in der Sommerpause beschäftige ich mich dann mit den anderen Dingen."

Obwohl bisher erst neun Rennen absolviert sind, entwickelt sich Mick in seiner ersten Saison bereits gut und schnell weiter. Daher ist es für Günther Steiner umso wichtiger, dass sein Umfeld sich nicht direkt nach der ersten Saison wieder ändert.

"Was für Mick wichtig ist, im selben Team zu bleiben. Ein bisschen eine Konstante reinzubringen. Er kennt jetzt die Leute, er kennt unsere Abläufe. Ich glaube, er ist auch gern im Team. Deswegen spricht auch nichts dagegen, dass er bei uns bleibt. Auch von seiner Seite", erklärt der 56-Jährige.

Haas-Teamchef Günther Steiner
Haas-Teamchef Günther Steiner
Bild: James Moy Photography/PA Images / James Moy

Haas hofft auf konkurrenzfähiges Auto im kommenden Jahr

Die Voraussetzungen für Mick sind in seinem ersten Jahr aber alles andere als optimal. Das Haas-Auto zählt zu den schwächsten im Feld, daher findet sich Schumacher oft am Ende des Feldes wider. Immerhin hat er im teaminternen Duell mit Nikita Mazepin regelmäßig die Nase vorn.

Teamchef Steiner ist jedoch optimistisch, dass das Team und Schumacher in der kommenden Saison besser abschneiden werden. Aufgrund einer Regel-Revolution wird es komplett neue Autos geben, an dessen Entwicklung das Haas-Team bereits seit einem Jahr arbeitet.

"Wir werden ein besseres Auto haben. Wie gut, weiß ich noch nicht. Ich bin zuversichtlich, dass es ordentlich sein wird." Und schickt noch eine Kampfansage an die Konkurrenz hinterher. "Im Moment spricht nichts dagegen, dass wir nicht gleich gut oder besser sein werden wie Alfa Romeo" und fügt hinzu: "Die arbeiten aber bestimmt auch hart daran."

(lgr)

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Deutschland und die Formel 1, diese Verbindung hat ein wenig gelitten in den vergangenen Jahren. Aber an diesem Sonntag schließt sich in der Wüste von Bahrain ein ziemlich großer Kreis. "30 Jahre ist es her", hatte Mick Schumacher vor seinem großen Debüt gesagt, "dass mein Vater sein erstes Rennen gefahren ist. Und jetzt starte ich meins. Das fühlt sich unglaublich an."

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