Mick Schumacher fährt am Wochenende beim Grand Prix in Silverstone sein zehntes Formel-1-Rennen.
Mick Schumacher fährt am Wochenende beim Grand Prix in Silverstone sein zehntes Formel-1-Rennen.Bild: ZUMA Wire / James Gasperotti

"Ich gebe immer meinen Senf dazu": Mick Schumacher verrät, wie die Zusammenarbeit mit seinem Team läuft

17.07.2021, 11:51

Seit mittlerweile zehn Rennen ist Mick Schumacher Formel-1-Rennfahrer. So richtig realisiert hat das der 23-Jährige aber noch nicht. "Jedes Mal, wenn ich ins Auto einsteige muss ich erst einmal realisieren, dass ich jetzt wirklich in einem Formel-1-Auto sitze", sagte er in einem Interview mit "auto, motor, sport".

Doch bevor Schumacher in seinem Haas-Auto Runden auf der Rennstrecke dreht, steht vor jedem Rennwochenende eine Menge Arbeit mit seinen Ingenieuren an, um das Auto bestmöglich auf den jeweiligen Kurs vorzubereiten. Dabei gilt Mick, ähnlich wie sein Vater Michael, als absoluter akribischer Arbeiter.

Mick versucht immer seine eigenen Vorstellungen einzubringen und das manchmal vielleicht auch zum Missfallen seiner Ingenieure, die versuchen, das Auto bestmöglich einzustellen.

"Ich bin in diesen Prozess voll eingebunden und gebe auch immer meinen Senf dazu. Ich sage dann zum Beispiel auch, wenn ich bei einem Problem lieber einen anderen Weg probieren will", erzählt er. Dabei sage er jedoch nicht direkt, was ihm nicht gefalle, sondern würde Vorschläge unterbreiten, wie man Dinge anders angehen könnte.

"Wir arbeiten sehr gut als Team zusammen und die Ingenieure sind extrem offen, wenn es darum geht, was ich zu sagen habe. Auch wenn ich natürlich noch nicht in jedem Fall alle Hintergründe kenne und es nicht immer zu 100 Prozent passt."

Andererseits würde er aber auch die Hinweise seiner Ingenieure direkt auf der Strecke ausprobieren, wenn sie Verbesserungspotenzial sehen. "Mir wurde gesagt, dass andere Fahrer das früher gar nicht gemacht haben. Die haben lieber ihren eigenen Kopf durchgesetzt."

Positive Stimmung trotz
hinteren Plätzen

Punkte konnte er für sein Team Haas in der aktuellen Saison noch nicht sammeln. Er und sein Teamkollege Nikita Mazepin landen meist am Ende des Feldes. Doch das würde der Stimmung im Team nicht negativ beeinflussen. Vielmehr sei das Team weiterhin überaus motiviert.

"Natürlich tappen wir mit zwei jungen Fahrern in manchen Situationen etwas im Dunkeln. Aber da wir beide so hungrig sind und so hart arbeiten, kommen wir in der Regel irgendwann auch zu dem Punkt, wo wir Licht am Ende des Tunnels sehen."

Etwas Licht sah Schumacher beim Rennen Anfang Juni in Baku, als er auf Platz 13 landete. Ähnliche und noch bessere Platzierungen erhofft er sich in der kommenden Saison. Dann wird das Regelwerk der Formel 1 grundlegend verändert und soll für mehr Spannung sorgen.

"Ich arbeite schon sehr eng mit den Ingenieuren in der Fabrik für das 2022er Projekt zusammen. Da bin ich also voll eingebunden."

(lgr)

Heftiger Crash von Schumacher: "Nicht optimal für uns"

So hat sich Mick Schumacher sein erstes Rennen in Saudi-Arabien sicherlich nicht vorgestellt. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher musste bereits in der zehnten Runde seinen Haas verlassen, weil er ihn in die Leitplanken gesetzt hatte.

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