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Formel-1-Team droht Verkauf: Mögliche Rückkehr von Ex-Schumacher-Chef Steiner

Formula 1 2022: Saudi Arabian GP JEDDAH STREET CIRCUIT, SAUDI ARABIA - MARCH 27: Guenther Steiner, Team Principal, Haas F1 during the Saudi Arabian GP at Jeddah Street Circuit on Sunday March 27, 2022 ...
Günther Steiner war jahrelang Formel-1-Manager. Bild: imago images/ Motorsport Images
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Formel-1-Team droht Verkauf: Comeback von Ex-Schumacher-Chef Steiner bahnt sich an

17.04.2024, 07:15
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Seitdem Günther Steiner nicht mehr Teil der Formel 1 ist, hat die Rennserie an Unterhaltungswert verloren. Gewiss, aus sportlicher Sicht schmälert die erdrückende Dominanz von Red Bulls Max Verstappen den Entertainment-Faktor ohnehin, mit Beteiligung des Südtirolers war aber immerhin abseits des Fahrerstalls für Belustigung gesorgt.

Seine flapsige, von Kraftausdrücken geprägte Sprache brachte ihm eine große Fanbasis ein, befördert durch die Netflix-Serie "Drive to Survive". Darauf bezugnehmend, brachte Steiner 2023 das Buch "Surviving to Drive" heraus, in dem er von seinen Eindrücken als Teamchef berichtet.

"Es wird wenige Leute überraschen, dass mein Buch mit einem Schimpfwort beginnt", heißt es in den einleitenden Worten. "Aber ich bin verfickt froh, dass die Saison vorbei ist."

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Zehn Jahre lang, von 2014 bis 2024, war Steiner Teamchef von Haas und somit auch für zwei Jahre der Vorgesetzte von Mick Schumacher. Im Januar dieses Jahres musste Steiner seinen Posten räumen, nachdem sein Team mit nur zwölf Punkten den letzten Platz in der Konstrukteurswertung belegt hatte. Doch nun könnte sich eine Rückkehr in die Formel 1 anbahnen.

Ex-Haas-Chef Günther Steiner könnte Red-Bull-Team übernehmen

Wie aus Informationen der japanischen Motorsportseite "autosportweb" hervorgeht, soll Günther Steiner aktuell auf der Suche nach einem Teambesitzer sein, der ihm Anteile abtreten würde. Mindestens einen Investor habe er demnach schon dafür gefunden, nähere Informationen sind allerdings nicht bekannt.

Das für Steiner präferierte Team sei "autosportsweb" zufolge Racing Bulls, das Zweitteam von Red Bull, wobei der 59-Jährige vermutlich nicht als Teamchef, sondern eher in einer höhergestellten Funktion agieren würde. Bereits im vergangenen Jahr gab es Gerüchte, dass Red Bull Racing Bulls verkaufen könnte – damals entschied man sich dagegen. Nun scheint das Thema aber wieder aktuell zu sein.

Helmut Marko, Motorsportchef bei Red Bull, sagte darauf angesprochen kürzlich gegenüber "oe24": "Es gibt sehr viele Interessenten, aber letztlich ist das eine Shareholder-Entscheidung. Der Kurs ist hoch für ein Team, entschieden ist noch nichts."

Kauf von Racing Bulls an Bedingungen geknüpft

Weiter berichtet "autosportsweb", dass Red Bull in der laufenden Saison viel in Racing Bulls investieren möchte, sodass das Team möglichst den sechsten Platz in der Konstrukteurswertung erreicht, wodurch der Verkaufspreis in die Höhe getrieben würde. Nach vier gefahrenen Rennen belegt Racing Bulls aktuell eben jenen sechsten Platz.

Ein Verkauf bedeute dem Bericht zufolge aber keine vollständige Entkopplung, Red Bull wolle weiterhin aus dem Team Kapital schlagen. Dafür gebe es demnach drei Bedingungen.

Zum einen sollen sich die neuen Besitzer dazu verpflichten, bis einschließlich 2030 die Motoren von Red Bull zu beziehen, ebenso lange soll mindestens ein Fahrer aus dem Red-Bull-Nachwuchsprogramm einen Platz im Cockpit behalten. Zuletzt müsse das neue Team versichern, den Wind-Tunnel von Red Bull gegen eine preisliche Gebühr zu nutzen.

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